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Habsburg — Ifabella 331 Habsburg -— Juan
Ordens erster Classe; des kön. preuß. schwär»
zen und des rothen Adler-Ordens erster Classe;
des kön. hann. Haus- und Ritter-Ordens vom
h. Georg; Großkreuz des kön. belg. Leopold-,
des großherz. oldenb. Haus- und Verdienst-
Ordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig,
und des herzogt, sächs. ernestmischen Haus-
Ordens; Ehrenmitglied der k. k. geographi-
schen Gesellschaft in Wien; Oberst; Inhaber
des Infanterie-Regiments Nr. 37; kaiserliche
Hoheit.
* . *
Isabella von Aragonien, siehe: Eli-
sabcth von Aragonicn '^Nr. 39^.
* « *
Isaliella von Oesterreich,
siehe: Elisa-
beth von Oesterreich, Königin von Däne»
mark M . 68^.
« . *
Isabella von Parma, siehe: Maria
Elisabeth von Parma.
* 5 4
Isabella von Portugal, siehe: Elisa-
beth von Portugal sNr. 69^.
" . "
Isabclla Clara Eugcnia von Dester-
reich, siehe: Elisabeth Clara Eugcnia
von Oesterreich Mr. 76^.
* * *
12 8. Don Juau d'Austria (geb.
24. Februar 4343, gest. i.October1578).
Natürlicher Sohn des Kaisers Karl V.
Ueber den wahren Namen der Mutter ist
man noch bis heute nicht im Klaren; nach
Brantome wäre sie eine flandrische
Gräfin, Barbara von Blomberg,
gewesen; S t rada wieder behauptet,
Philipp, Don Juan's Halbbruder,
habe seiner eigenen Tochter Isabella
Clara Eugenie ss. Nr. 76^ im tiefsten
Vertrauen mitgetheilt, Don Juan's
Mutter sei eine hohe fürstliche Person
gewesen, deren Name jedoch habe ver-
schwiegen werden müssen und an deren
Statt öffentlich obige Gräsin Blom-
berg genannt werde. In gleicher Weise wurden noch viele andere Namen genannt,
aber keinem derselben etwas beigefügt,
das zu dessen giltiger Annahme berech'
tiget hatte; vielmehr fehlte es nicht an
den absurdesten Conjecturen, wie sie
auch Moreri in seinem „Diotionnkiro
Instoric^uo" und Bayle in seinem
„Oiotionnaii'O ^Ltori^ue ot oritiqns")
3"5° eäitiou, ton. I, x. 407 6t 572,
anführt. Spätere Ansichten über diese
Frage stellt B. Nöse in der H. Section
der Ersch und Grub er'schen Encyklo»
pädie, Bd. XXI, S. 137 und 138, zusam-
inen. Als Ort von Don Juan's Geburt
wird von Einigen eine belgische Stadt,
von Anderen Regensburg genannt. Der
Knabe wurde einem bewährten verschwie«,
genen kaiserlichen Diener, Namens Lud»
wig Quixada, zur Erziehung 'über«
geben und von dessen Frau in der Nähe
Valladolids auf einem Landgute erzogen.
Die erste Zusammenkunst zwischen König
Philipp und Don Juan erfolgte
1360, worauf ihn Philipp sogleich nach
Valladolid mitnahm, bei Hofe feierlich
anerkennen und noch im nämlichen Jahre
dem Infantenund Thronsolger Carlos
huldigen ließ. Nun sandte ihn Philipp
zugleich mit seinem Sohne Don Carlos
und seinem Neffen Farnese auf die
Universität nach Alcala. Mit Letzterem
lebte Don Juan in gutem Einverneh-
men, nicht so mit Ersterem. Von den ver>
wegenen Plänen Don Carlos' gegen
seinen Vater Philipp in Kenntniß,
scheint Don Juan seinen Bruder auf
diese Umtriebe aufmerksam gemacht und
sich dadurch Philipp's besonderes
Wohlwollen erworben zu haben. Don
Juan, obwohl von seinem Vater, dem
Kaiser Karl, zum geistlichen Stande
bestimmt, wußte es doch zu erreichen, daß
seine Neigung zum Waffenhandwerke
berücksichtiget wurde. So ernannte ihn
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon