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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 336 -
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Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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— Juan 336 Habsburg — Juan H^lauigne ist, und welches bei der Auffüh- rung sehr gefiel ^vergl..- Magazin für die ele- gante Welt, 183U. S. 662 u. f.^. — Der österreichische Dichter Ludw. Aug. Frankl feierte den Helden in dem nach ihm benannten Epos (Leipzig 184«, Weber) und in neuester Zeit behandelte auch ,G. v. Putlitz die Ge- schichte Don I u an's in dramatischer Form. — Medaille. Zur Erinnerung an die Eroberung uon Tunis 1373 wurde eine Bronzemedaille auf Don Juan geprägt, mit der Aufschrift: Voui Viäi Vici. ^Bergl. das „Verzeichniß der Münz- und Medaillen-Sammlung des k. k. Feldmarschall'Lieutenants Ludwig deTraur" (Wien 185«. 8".) S. 292, Nr. "441 ) * 5 * 129. Don Juan d^Austria (geboren 7. April 1629, gestorben 17. September Königs von Spanien. Don Juan's Mutter hieß Maria Calderona und hatte durch ihre Schönheit und ihren Gesang den König entzückt. Im 13. Jahre erkannte Philipp seinen Sohn durch den Namen Don Iuan d'Austria an; er hatte eine treffliche Erziehung erhalten und in Sprachen. Mathematik und in anderen Wissenschaften ungewöhnliche Fortschritte gemacht. Zu seinen Kennt- nissen gesellten sich noch eine schöne äußere Erscheinung, ein feines geschmeidiges Benehmen, und als er am königlichen Hofe als Prinz feierlich vorgestellt wurde, verdunkelte er durch seinen Geist und die äußere Erscheinung den Prinzen von Asturien, was ihm den Neid der Königin Elisabeth, ersten Gemalin Philipp's IV., einer Tochter Hein- rich's IV. von Frankreich, zuzog. Aber auch der Gewogenheit Maria Anna's von Oesterreich, Philipp's zweiter Gemalm, hatte sich Don Juan nicht zu erfreuen. Da Don Juan für das Waffenhandwerk bestimmt war, sandte ihn sein Vater bereits 1642 unter der Leitung des Marquis Castagneda zum königlichen Heere an der portugiesischen Grenze. Seine besondere Befähigung in Führung der Waffen veranlaßte seinen Vater, ihn an die Spitze der Expedition zu stellen, welche 1647 entsendet wurde, die Unruhen in Italien zu dämpfen.' Anfänglich mit wechselndem Glücke, im weitern Verlaufe mit dem Erfolge auf seiner Seite, löste er befriedigend die Aufgabe, trug den Sieg davon über die französischen Intriguen und wurde von König Philipp zum Gemralvicar über Italien, unter den alle übrigen Statt- halter gestellt waren, ernannt. Auch auf diesem Posten hielt er das königliche Ansehen seines Vaters aufrecht. Im Jänner 1632 schickte ihn dieser in die seit 11 Jahren aufrührerische Provinz Katalonien, wo er am 13. October d. I . Barcelona einnahm und die Ruhe her- stellte. 1636 schickte ihn Philipp nach den Niederlanden, um daselbst den Krieg gegen die Franzosen zu leiten. Aber kaum verließ er mit seinen drei Galeeren den Hafen, als er von vier algierischen Kriegsschiffen angegriffen, hart bedrängt und zuletzt von einem fürchterlichen Er- stürme an die afrikanische Küste geworfen wurde. Aber glücklich entkam der Prinz, gelangte an den Ort seiner Bestimmung und brachte mit dem Prinzen vonConde. welcher damals in der spanischen Armee diente, den Franzosen mehrere Nieder- lagen bei, wodurch letztere mehrere Jahre in den Schranken gehalten wurden. Als aber im Jahre 1638 neuerdings der Krieg auhbrach, erlitt der Prinz in der Schlacht von Dürmkirchen (am 13. und 23. Juni) — ungeachtet der größten per- sönlichen Bravour — eine entscheidende Niederlage. Der pyrenäische Friede 1639 rief den Prinzen nach Spanien zurück. Um diese Zeit war der 30jährige Prinz Großprior der Maltheser in Castilien. Staatsrath und Admiral, und erhielt
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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