Seite - 338 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
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— Luan 338 Habsdurg — Karl.
zu verwirklichen und gerade der Umstand
daß er es verstanden, in so gefurchteres
Ansehen sich zu versetzen, daß Defor-
me aur, in seinem „Nigtoire ä'VsxaFn
6n adr6FL oki'onoloAiqus", tom. V, de
Zweifel ausspricht, ob Jemand gewagt
haben würde, ihm, wenn er nicht gestorben,
den Beschluß seines Sturzes anzukün-
digen, — gerade dieß untergrub sein An>
sehen und reizte Alles, Ränke gegen ihn zu
schmieden. Auch soll er es gewesen sein,
der einen Schachsaal hatte, welcher mii
großen Quadern von schwarzem und
weißem Marmor gepflastert war und au
denen er sich zum Spielen lebendigem
Personen zu bedienen pflegte. I n den zui
Vermalungsfeier seines Königs verfer-
tigten Prachtgewändern wurde er, zum
Triumpheseiner Gegner, auf einem Prunk-
lager ausgestellt und theilnahmslos ohne
Pracht in der Gruft seiner Ahnen im
Escurial beigesetzt. Er war unvermalt
geblieben, aber aus dem Verhältnisse
mit einer vornehmen Mischen Dame
hatte er eine Tochter, Anna Katha-
rina Isabel la, welche wider seinen
Willen als Karmeliterin zu Madrid ein-
gekleidet und nach des Vaters Tode nach
Brüssel versetzt wurde, wo sie am 26.
November 1714 in einem Kloster starb.
(221-2302 1673, 1?0l.). — ^6ii ^S?-6L0?-l0>,
Vita äi Don Oiovanui H'^ULtria (Oalouiao
1686, 42".). — ^ontesse 6'^.nno^, Kolk-
tion äu vo^axs ä'Ns^asus, I I I , 183 u. f.
von
lo cl.' stricke st Is On,räw2.I
I'i'HnoHiL) toiuo XXIV un<1 XXV. — Hott«
l'L«7-?<?), 8toi-ia ä'ItaUa. — In der Biblio-
thek zu Niedeck in Oberösterreich, dem Grafen
Heinrich von Stahremberg gehörig, befin<
det sich unter den Handschriften (Nr. ?5t)
auch folgende: „Don Juan d'Austria (der zweyte SohnK. Phi l ipp's IV.), Aktenstücke
und Briefe zu seiner Lebensgeschichte und Wirb
samkeit"; in spanischer Sprache. Größten-
theils von bedeutendem Interesse.
* - *
Zuthu, siehe: Dona von Destcrrcich
sNr. 42^.
« ^ °^
13 0. Karl V., römischer Kaiser, König
von Spanien, beider Sicilien, Herr der
neuen Welt u. s. w. (geb. zu Gent 23. Fe-
bruar 1300, gest. im Hieronymitamrklo-
ster St. Just 21. September 1338). Enkel
des Kaisers Maximilian I., Sohn des
Erzherzogs Philipp des Schönen, Kö-
nigs von Castilien, aus der Ehe mit I o«
Hanna, Erbtochter Ferdinand's des
Katholischen von Spanien und Isäbel-
ten s von Castilien. Geschwister: Fer-
dinand I. (nachmaliger Kaiser); Eleo«
nore, erst Emanuel's, Königs von
Portugal, dann Franz I., Königs
von Frankreich, Gemalin; Isabella,
Gemalin Christ ierns, Königs von
chweden, Dänemark und Norwegen;
Maria, Gemalin Ludwig's II., letzten
Königs von Ungarn und Böhmen aus
dem Hause der Iagellonen; Katharina,
Gemalin Johann's III., Königs von
Portugal. Gemalm. Seit 10. Juni 1326
Isabella, Tochter Emanuel's, Königs
on Portugal (gest. zu Toledo am 1. Mai
1339) ls.Nr.69^. Rinder: Philipp II..
Nachfolger des Vaters in Spanien;
Maria, Gemalin Johann's, Infan«
ten von Portugal; Ferdinand und
Johann, beide in der Kindheit ver-
storben. UlalM'Nlck). Zwei Säulen (jene
es Herkules) mit der Umschrift: rius
Itra. yenwrrageltde Leömsmomenle. Der
'rühe Tod Don Juans, einzigen Sohnes
Ferdinand's des Katholischen und
Hsabellens von Spanien, und ihrer
ältern Tochter Isabella, Gemalin
Alphons VI. von Portugal, sowie die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon