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Habsöurg — Karl 339 Habsburg — Aarl
Anna (geb. zu Gratz am 16. August
1373, gest. m Polen 10. Februar 1398
s^. Nr. 27); Maria Christina (geb.
10. November 1874, gest. zu Hall in
Tirol 1612). am 3. März 1393 mit
Sigmund Bathory, Fürsten von
Siebenbürgen, verlobt, zog
sich
nach auf-
gelöster Ehe am 3. October 1607 in das
Nonnenkloster Hall in Tirol zurück, wo
sie bis an ihren Tod blieb; Katharina
Renata (geb. 4. Juni 1378, gest. als
Braut Ranuncio's V., Herzogs von
Parma, am 29. Juni 1393); Elisa-
beth (geb. 13. März 1877, gest. 19. Jan-
ner1386); Ferdinand, nachmals als
deutscher Kaiser der II. s^< Nr. 82); Karl
(geb. 13. Juli 1379, gest. 17. Mai
1382); Gregoria Mar imi l iana
(geb. 22. März 1381, gest. als Braut
König Philipp's III. von Spanien,
am 20. September 1397); Eleonore
(geb. am 23. September 1382, gest.
28. Jänner 162tt), trat am 3. October
1607 als Nonne zu Hall in Tirol ein;
Maximilian Ernst (geb. 17. Novem-
ber 1383, gest. 18. Februar 1616). Groß-
meister des deutschen Ordens, führte die
barmherzigen Brüder in Gratz ein; M a r»
garetha (geb. am 25. December 4884,
gest. 3. October 161 l) , vermalt am
18. Apnl 1399 mit König Philipp III.
von Spanien; Leopold (geb. am 9. No»
vember 1886, gest. 13.September 1632),
wurdeBischof vonStraßburg undPaffau,
bot seine Paffauer (Paffauer Volk) zu
Gunstendes von seinen böhmischen Unter-
thanen bedrängten Kaisers Rud o lp h II.
auf, resignirte spater seine geistlichen
Würden, vermalte sich mit Claudia
von Florenz und starb als Fürst von
Tirol; Constantia (geb. 24. Decem»
ber 1588. gest. am 10. Juli 1631) s^. Nr.
49^; Maria Magdalena (geb. am
7. October 1389, gest. 1631), vermalt 1608 mit Cosimo II. von Medicis,
Großherzog von Florenz; und Karl
PostHumus (geb. 20 Tage nach seines
Vaters Tode, am 1. August 1390, gest.
26. Dec. 1623), seit 1618 Bischof von
Breslau. Hervorragende Lebensmomenle. I n
seiner Jugend bereiste Erzherzog Kar l
Deutschland, Italien und Spanien. I n
der Theilung der väterlichen Erbländer,
welche früher bereits getheilt worden
warm, aber durch Kaiser Friedrich
vereint auf seinen Sohn Mar im i l i an I .
vererbt und nun neuerdings getheilt
wurden, erhielt er Steiermark, Kärnthen,
Kram und die Grasschaft Görz. Sein
ältester Bruder Max imi l ian erhielt
Böhmen und sein anderer Bruder Fer-
dinand ssche d. Nr. 86) Tirol. I m
Jahre 1364, kurz vor seines Vaters
Tode, ließ er sich in den ihm zugefallenen
Ländern huldigen. Im Jahre 1366 führte
er den Vorsitz in der Versammlung der
Stände Nngarns, welche wegen des
Türkenkrieges in Preßburg tagten. Als
die Türken Steiermark in wiederholten
Einfällen bedrohten, stellte er ihnen ener-
gischen Widerstand entgegen und ließ auch
in Kroatien am Fluffe Culpa aus diesem
Anlasse eine Festung erbauen, die nach
seinem Namen Karlstadt genannt wurde
(1570). Er gab den Steiermärkem Reli»
gionsfreiheit, und als er ihnen dieselbe
1380 wieder entziehen wollte, gab er den
ihm gemachten Vorstellungen nach, gestat«
tete dem Rathe und den Bewohnern von
Gratz freie ReligionsÜbung und bestätigte
nach Empfang einer ansehnlichen Summe
dem Lande die Privilegien der Religions-
freiheit. Außerdem erbaute er in Steier-
mark das Schloß Karlau (1571), brachte
die Jesuiten nach Grah (1573), dämpfte
den Aufstand der windischen Bauern, gab
eine neue Gerichtsordnung, führte den
Gregorianischen Kalender m Steiermark
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon