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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 395 -
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Seite - 395 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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Zabsburg — Karl Leopold 398 Habsburg — Karl Ludwig reichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8«.) Bd. I, S. 462. — Bergmann (Joseph), Medaillen auf be. rühmte und ausgezeichnete Männer des öster- reichischen Kaiserstaates vom XVI. bis zum XIX. Jahrhunderte (Wien 184? u. f.. Tendler, 4".) Bd. I I , S. 390 (Anmerkung). — Kar l von Lothringen hat seiner Familie ein interes- santes politisches Testament in Handschrift hin- terlassen. Eine Copie davon wurde heimlich für Ludwig X7V. genommen und befindet sich dieselbe in den Archiven des Ministeriums des Aeußern zu Paris. D'Haussonville hat sich ihrer zu seinem oben angeführten Geschichtswerke bedient. I n der That zeigt sich Kar l darin als ein Staatsmann von sel< tener Voraussicht, von großem Scharfblicke und einer Thatkraft, die alle seine Erfolge auf dem Schlachtfelde erklärt. Der Herzog gibt darin Winke, wie sich Oesterreich gegen Spanien, Deutschland, Ungarn, Italien und den Papst zu verhalten habe. Bemerkenswerth erscheint darin der in neuester Zeit von Kaiser Napoleon adoptirte Gedanke, den Papst auf die Stadt Rom zu beschränken. Was die Zusammen- setzung des zur nächsten Umgebung des Monar- chen bestimmten RatheS betrifft, so schreibt Kar l : „ I I n'e»t. pa5 ü y^opos H'jutroäuiry la. inoinori« üang oss äsux eours, o's«t u,n Fsni-o ä'komino5 gui u'a Hamais lait dion ö souvyi-kin 6t hui n'ftst äsLtins yu'ü Ion? lairo mal. 8i on voulait in'on oroirs, il n'^ QU.lait ^«.inn.!» 6,0 o«s gen 8 cl'N^Iiso clu da« loguol inanFovait ot oouekoi'lvit n.NouT'n; tout 11 ost pou. 8u,r cl'a.voir i^vivro pnrmi äos ssynn, siui i»rotit,ont clo taut eo l^u'^s vo^ont ^onr c^ftvinar oo tiu'on no vsut pa» ^u'il5 5»el)ont, ot gui sl^vont pi-ossor I'autre k,oxs pour <^n'ii8 n's>nt i)«.« i>u a^pi'ot'onliil' pttr Isui' ln.n.^ 8^« slacouvoi'tnZ. ^Vlnin« ii )s ^ <ls« pi-<!t,i-^ 8 <^t llo mnino.« slan« una tamNIo pin« sl'islOL du 1k v^lission n'7 «onssorvo-t-ollo, la. pn.ix 05t i>U:8 a5«ui<>o ot la «oorot pinsimp«- n<'ti'^dw." Die Art, wie Frankreich in den Besifz diosrS merkwürdiacn Actenstückes gekom' men, ist folgende. Die Kaiserin theilte das Documrnt ihn'm Vcichwatcr, Pater Kar l dr Sancta Theresia, aus dem Orden dcr unbe« schuhtrn Carmelitcr, mit; durch diesen wurde das Vorhandensein desselben an Frankreich vrr- rathon, das es durch scinr Agenten l opiren lirß. — Non Ginigen wird bestnttcn, daß Karl Leopold das oocn berührte politische Testa- ment verfaßt habe, und wird bald Cardinal Fürstenberg, bald der Abbs Cherremont ein Lothringer und Secretär des Herzogs, als dessen Verfasser bezeichnet; in letzterem Falle wäre es wohl wahrscheinlich, daß der Abbs den Gedanken seines Gebieters nur den schriftlichen Ausdruck gegeben. — Porträte, l) A. Bloem äsi., F. van d Steen 5Q. (kl. Fol.),- — 2) P. Aubry sxo. (80.); — 3) B. Moncornet ex«. (40.); — 4) C. de Crayer 9.. P. de Jode sxe. (kl. 4".). Halbfigur; — 8) R. Nauteui l tsa. 4660 (Fol.). 146. Karl Audniigi Erzherzog von Oesterreich, Statthalter in Tirol (geb. 30. Juli 4833). Sohn des Erzherzogs Franz Karl ss.d.Nr.99) und der Frau Erzherzogin Sophie. Zweiter Bruder Sr. Majestät des regierenden Kaisers Franz Joseph >^s. d. Nr. 98). Nach beendeter Erziehung — im Jahre 4833, der Erzherzog zählte damals 20 Jahre — verfügte sich der kais. Prinz nach Galizien, um in die Verwaltung^ geschäfte eines großen Kronlandes prak- tisch eingeführt zu werden. Nach zwei- jährigem Aufenthalte in der Hauptstadt des Landes verfügte sich der Prinz im September 4835 — das Beiblatt der polnischen amtlichen Zeitung in Lemberg hatte über seinen zweijährigen Aufenthalt daselbst ausführlichen Bericht erstattet — an seine Bestimmung nach Tirol, dem sprichwörtlich treuesten Lande deS öster« reichischen KaiserstaateS, in dessen Ge» schichte das Geschlecht der Habsburger seit fünf Jahrhunderten eine Hauptrolle spielt. — Im Jahre 1863 werden es gerade fünf Jahrhunderte, daß Margaretha Maultasch, als ihr mit Marga- retha von Oesterreich, der Tochter Albrecht's II. von Oesterreich, vermal« ter Sohn noch im ersten Jahre seiner Ehe 63) starb, die tirolischen Landesherren berief und mit ihrem Eimath beschloß, den drci Brüdern: Rudolph IV.,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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