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Habsburg — Karolina Augufta 398 Habstmrg — Karolma Maria
richs. 4°.); - 4) lithogr. (Leipzig. Pönicke.
gr. Fol.); — 3) Stieler p., Ehrenreich so.
(40). __ 6) Stieler i>.. Bl. Höfel so. (Fol.),
Halbfigur; — 7) B. Cappi sxo. (4».); —
8) I. Stieler x., B. Höfel so. (18t9. gr.Fol.).
Halbsigur.
t43. Karolina Augusta Elisabeth
Vincentia Johanna Iosepha, Prinzessin
von Toscana (geb. 49. November 1822,
gest. 3. October 1841). Tochter Leo-
pold's II., Großherzogs von Toscana,
auS dessen erster Ehe mit Maria Anna,
Prinzessin von Sachsen. Auch sie
starb,
wie ihre Tante (die Vorige), in der
Blüthe ihres Lebens, im Alter von
19 Jahren.
4 50. Karolina Ferdinanda, Königin
von Sachsen (geb. 8. April 1801, gest.
22. Mai 1832). Tochter Sr. Majestät
des Kaisers Franz I. aus deffen zweiter
Ehe mit Maria Theresia, kön. Prin-
zessin von Sicilien. Karol ina Ferdi'
nanda ist von dreizehn Geschwistern
die zehnte. Sie wurde am 26. Septem»
ber 1819 zu Wien durch Procuration,
am 7. October d. I . zu Dresden in
Person dem kön. Prinzen Friedrich
August, damaligem Mitregenten, nach-
herigem Könige von Sachsen, vermalt.
Sie starb jung, erst 31 Jahre alt, ohne
dem Könige einen Leibeserben hinter-
lassen zu haben. Der König, ihr Gemal,
welcher am 24. April 1833 zur zweiten
Ehe schritt, mit Maria Anna Leo pol«
dine, kon. Prinzessin und Tochter des
Königs Maximil ian Joseph's von
Bayern, überlebte seine erste Gemalin
um 22 Jahre. Am 9. August 1834 fand
Friedrich August zu Brennbühel in
Tirol durch einen Sturz aus dem Wagen
einen traurigen Tod. ist. Karolina Maria, Königin von
Neapel (geb. 13. August 1752, gest. zu
Schönbrunn bei Wien 8. September
18l4). Sie ist eine Tochter des Kaisers
Franz I. Stephan und Mar ia The<
resia'S, von 13 Kindern das dreizehnte.
Im Jahre 1768 wurde sie mit Ferdi-
nand IV., König von Neapel und Sici-
lien, vermalt. Diese durch ihre Schicksale
merkwürdige Fürstin ist von den Geschieht-
schreibern ganz einseitig aufgefaßt und
geschildert worden. Sie besaß Geist und
Anmuth, einen lebhaften Charakter und
eine Festigkeit in Verfolgung der ihr durch
die Ränke des Bändigers der französi-
schen Revolution und seiner Generale
entrissenen Rechte, welche ihr vielen
Kummer bereiteten und fte selbst zur
Flucht nöthigten. An der Seite eines
Gemals, welcher auch nicht Eine der
Eigenschaften besaß, die ein Regent, soll er ,
seine Pfiicht als solcher erfüllen, haben
muß, nahm Karolina Maria alsbald
die Zügel der Regierung in ihre Hände,
war aber schon in der ersten Maßregel,
indem sie den alten und einflußreichen
Minister Tanucci durch dm aus der
Fremde nach Neapel gekommenen Aben-
teurer Act on ersetzte, nicht eben glücklich.
Acton, von irländischer Familie, selbst
aber in Frankreich geboren, besaß weder
ein Vaterland noch den Glauben an ein
solches und wirthschaftete demgemäß in
Neapel, daß Volk und Adel dort alsbald
in hohe Erbitterung geriethen. Als die
französische Revolution ausbrach, trieb
Acton sein Unwesen immer weiter; die
allgemeine Erbitterung stieg, insbesondere
als die Steuern, unter denen das Volk
bereits seufzte, erhöht wurden, und die
Kerker sich zu füllen begannen, weil
Jeder, der diesen Zustand unerträglich
fand und gesetzliche Mittel vorschlug, ihm
abzuhelfen, des IacobiniSmus schuldig
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon