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Habsburg — Katharina 404 Zabsburg — Kunigunde
von 1607—1642 Cardinal, seit 1642
aber mit seines Bruders Victor Ama-
deus' I. Tochter Alois ia Mar ia
Christina (gest. 13.Mai 1692) vermalt;
Thomas Franz, Prinz von Carignan
(geb. 21. December 1396, gest. 22. Jän-
ner 1636), Großvater des berühmten
Eugen vonSavoyen; Margaretha
(geb. 1ö89, gest. 1633). seit 1608 Gema-
lin Franz', Herzogs von Mantua, nach
dessen Tode (l612) spanische Regentin in
Portugal, wo sie bis 1629 verblieb; und
Isabella (geb. 1391. gest. 1626). seit
1608 Gemalin Alphon 's, Herzogs von
Modena, der sie um 18 Jahre überlebte.
Katharina starb im Alter von 30 Jah-
ren, ihr Gemal überlebte sie
um 33 Jahre.
Hübn er (Ioh.), Genealogische Tabellen (Leipzig
1719, kl. Qu.Fol.) Tab. 42, 53, 293, 294, 303
UNd 307.
* . *
Katharina von Desterrcich. Unter
diesem Namen erscheint auch, aber irrig,
die Kaiserin Anna, Gemalin des Kai»
fers Mathias; siehe demnach: Anna
von Tirol M . 28 j^.
l62. Katharina Renata von Steter-
mark (geb. 4. Jänner 1376, gest. 29.
Juni 1393), Tochter des Erzherzogs
Karl von Steiermark aus dejsm Ehe
mit Maria von Bayern. Tochter des
Herzogs Albrecht V. von Bayern.
Kathar ina Renata war eine
Schwester des Kaisers Ferdinand II.
Sie war mit Rainutius Farnese,
Herzog von Parma, verlobt, starb aber
als Braut im Alter von 19 Jahren und
ist in der Gruft zu Seckau beigeseht.
H übne r (Ioh.), Genealogische Tabellen (Leipzig
1719. kl. Qu. Fol.) Tab. 126. — Der Auf-
merksame (Gratzer Unterhalt. Blatt. 4«.) 18Z6
Nr. 198: „Die Familie Karl 's I I . " 16 3. Kunigunde von Oesterreich, Her-
zogin von Bayern (geb. 16. März 1463,
gest. zu München 5. August 1820). Toch.
ter des Kaisers Friedrich IV. (III.)
. Nr. 104) aus dessen Ehe mit Eleo-
nore von Portugal s^. Nr. 30); Schwester
des ritterlichen Kaisers Maximil ianI.
Bei der Spannung, in welcher Fried-
rich, Kunigundens Vater, mit Ma-
thias Corvinus lebte, erschien ihm
Wien wenig geeignet zum Aufenthalte
Kunigunde n s. Indem er sie also nur
während der Zeit bei
sich
in Wien behielt,
als er selbst dort zubrachte, um dem Her-
zoge Georg von Bayern das Lehen
und die Regalien von Niederbayern zu
verleihen, schickte er sie noch im näm-
lichen Jahre (1480) nach Grah auf das
feste Schloß, wo sie so lange blieb, bis
die Unruhen in Wien beseitiget waren.
In Gratz jedoch wäre
sie
bald durch Ver»
rath den Ungarn in die Hände gespielt
worden. Glücklicherweise entdeckte aber
der Schloßhauptmcmn Ulrich vom
Graben das ruchlose Complot, ließ
die zwei Verräther, Graßel und H i m-
melfeind, festnehmen und den Händen
der Gerechtigkeit überliefern. Als Fried-
rich später selbst genöthiget worden,
seinen Aufenthalt in Wien mit Gratz zu
vertauschen, schickte er Kunigunden
mit 24 Frauen ihres Gefolges unter
Aufsicht Caspars von Aschba ch nach
Innsbruck; dort kam er mit ihr noch ein-
mal zusammen und vertraute sie dann
der Obhut des Erzherzogs Sigmund
an. Um Kunigunde hatten indessen
schon mehrere Fürsten geworben. Ihr
Vater selbst trug
sich mit der eigenthüm-
lichen Idee, sie dem Sieger Constan-
tinopels, Mahmud II., zu vermalen,
indem er dadurch den Sultan nebst seinem
Volke dem
christlichen
Glauben zu gewin»
nen glaubte. Die Sache selbst schien
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon