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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 137 -
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Habsburg — Nudolph 137 Habsburg — Nudolph Schwester, vermalte; die Anderen für RudolphIII. von Oesterreich. Hein« rich's Wahl erfolgte auch alsbald und Albrecht I. machte auf dem Reichstage zu Nürnberg die zwischen seinem Vater Rudolph und Ottocar und dann später zwischen WenzelIII. und IV. geschlossene Erbeinigung geltend, bewies daß Heinrich von Kärnthen sich als König eingeschlichen habe und erklärte ihn in die Reichsacht. Mit zwei Kriegs» Heeren zogen Vater und Sohn und zwar Albrecht durch Thüringen und Ru» dolph III. durch Mähren gegen Hein« ri ch von Kärnthen, der zu schwach, um Widerstand zu leisten, mit seiner Gemalin zu dem <hm befreundeten Herzoge von Bayern floh und auf einem Umwege in sein Erbland zurückkehrte. Albrecht und sein Sohn Rudolph III . hielten nunmehr ihren Einzug in Prag, und letzterer wurde nach der von den Land- standen vorgenommenen Wahl vom Churfürsten von Mainz zum Könige gekrönt. Nun vermalte er sich auch, da seine erste Gemalin Blanca (1308) zu Wien gestorben war, mit Elisabeth (auch Richsa genannt), König Wen» zel's Witwe, um durch dieses neue Vand mit der von den Böhmen geliebten Fürstin alle Gemüther zu gewinnen. Nur Einige vom Adel wollten sich ihm nicht unterwerfen und Rudolph stellte sich ihnen im Kampfe entgegen. Einen der Rebellen belagerte er im Städtchen Horasdiz; während er eben mit den Vorbereitungen zu einem energischen Angriffe beschäftigt war, erkrankte er, nach Einigen von zu reichlichem Genusse von Sommerfrückten, im Lager und starb, erst 23 Jahre alt; andere Chronisten vermuthen und nicht ohne Grund, er wäre vergiftet worden. RudolphIII. wurde feierlich in Prag in der Schloß- kirche beigesetzt. Seine Gemalin Elisa< beth, die Witwe zweier Könige, flüchtete sich nun in Alb recht's, ihres Schwiegen Vaters Schutz, ihm die Schlöffer und Städte übergebend, welche ihr Witthum bildeten. Elisabeth überlebte ihren zweiten Gemal um 28 Jahre. Fu gger ( I . I.). Spiegel der Ehren des ErzHauses Oesterreich (Nürnberg 1668, kl.'Fol.) S. 22l, 224, 231—233. — HaLsaiuH, Okronicou Voomiks, p. 492. — Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1730. Thom. Fritschens Erben, Fol.) Bd. IV, S. 128. — Karajan (Th. G. von), Kleinere Quellen zm Geschichte Oester» reichs (Wien 1839, Gerolo's Sohn, 8".) S. 3: I'ratriZ ^.mdrosii äs sauota Oi-uos: „vs Vortrat. In Fugger's Ehrenspiegel S. 234 (vermuthlich von Philipp Kilian gestochen). 2 7 8. Nudolph IV. der Stifter, der erste Erzherzog (geb. I.November 1339, gest. 26. Juli 4368). Sohn Albre cp's II . des Weisen Md. VI, Nr. 8) aus dessen Ehe mit Johanna, Gräfin von Pfyrt. Gemalin: Katharina von Böhmen (geb. 1342, gest. 1373), Tochter Karl's. Königs von Böhmen, als deutscher Kai» ser Karl IV., ihm 1360 vermalt. Aus dieser Ehe stammen keine Kinder. U)ahl» spruch. Um einen Fuchs die Devise: „^Q8i^>5eu.8 LaFisutia,", welches Fugger übersetzt: Die arge List Mit Weisheit ist. hervorragende Alimsmomeule'. Mit seinen Brüdern Albrecht II I . und 3 e o» pold III. übernahm Rudolph IV. gemeinschaftlich die Regierung der Erb- lande, doch war ihm, so lange er lebte, die eigentliche Zeitung derselben über« laffen. Eine der glücklichstenUnternehmun. gen-seiner Regierung war die Erwerbung Tirols. Heinrich, Herzog von Kärn« then, der letzte Graf von Tirol, war 1320 gestorben; Kärnthen, als erledigtes Reichslehen, siel an die Herzoge von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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