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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 140 -
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Zabsburg — Audolph von Görz, geschlossenen Vertrages, er« warb er den Theil von Kram und der windischen Mark, welchen dieser früher besessen und . mit dem Hause Luxemburg, welches in Böhmen herrschte, hatte er eine Erbverbrüderung geschlossen. Auch war es Rudolph, welcher den Wappenschild mit den fünf Adlern, von Anderen als die Lerchen der zehnten römischen Legion: 1^310 Älanäarum gedeutet, einführte. Im Jahre 1363 begab sich Rudolph nach Mailand, um die Braut seines Bruders Leopold, Vir id is aus dem Hause Barnabo Visconti , heimzuführen. Dort aber erkrankte er an einem hitzigen Fieber, welches ihn in dem schönen Alter von 26 Jahren am 26., nach Anderen am 27. Juli nach 7jahriger ruhmvoller Regierung dahinraffte. Mit vollem Rechte verlieh ihm, der so vieles Gute gestiftet, die Geschichte den Beinamen des Stifters sk'uiiäator). Die Trauer über seinen Tod im Lande war allgemein. Seine Leiche wurde nach Wien gebracht und in der von ihm 4363 bei St. Stephan geftif. teten Fürstengruft beigesetzt; diese Gruft gerieth schon vor 4370 an, da mehrere der nachfolgenden Regenten als Könige von Böhmen in Prag bestattet wurden, in Vergessenheit und wurde 1645 durch einen Zufall wieder entdeckt. Jedoch erst 1739 wurde sie vollständig eröffnet, 1754 auf Befehl Mar ia Theresia's die fürstlichen Leichen erst in eichene, dann in kupferne Sarge übertragen; von der Zeit an aber nur die Eingeweide der ver< storbenen Regenten und Prinzen daselbst beigesetzt. An der dem Churhause gegen» über besindlichen Eingangshalle sieht man noch heut das herrliche OenotÄpKiuin Rudolph's mit den steinernen Bild- faulen, welche ihn und seine Gemalin Katharina von Böhmen vorstellen. Habsburg —Nudolph Rudolph war cs endlich, der den Bau der beiden hohen Thürme am Dome von St. Stephan begonnen hatte, und war dieser bei seinem unvorgesehenen Tode bis zur Hälfte seiner nachherigen Höhe gediehen. Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsqucllen (Wien, Staatsdruckerei. 8<>.) Bd.VlH, S.323.» „Ueber den Grafen Ulrich von Schaunberg, den angeblichen Erzieher des Herzogs Ru< dolph IV. von Oesterreich". ^Hormayr. dck ihn übrigens Schaum bürg nennt, charakteri« sirt den Grafen folgendermaßen: „Ein Mann von ungemeinem Geiste und Kraft. So irrig auch seine Begriffe über die höchste Ursache, über die menschliche Seele und ihre Freiheit waren, so ist es doch schon außerordentlich genug, wahr« zunehmen, wie in denselbigen Zeiten der Roh« heit und Unwissenheit ein Ritter alle Kräfte seines Verstandes dem Nachdenken über solche Gegen» stände gcweihet habe. Die Seele des Menschen hielt er: „für eine einzelne Fulguration des unendlichen Lichtes, ein Wirken in einer körper« lichcn Hülle, für die Zeit der Prüfung, der Läute« rung ewigen Kampfes der Sinne gegen den Geist. Werde der Körper ein zu ungleichartiger und unwürdiger Gefährte der Seele, so reiße sich der ewige unzerstörbare Funke los, senke sich zurück in das unendliche Licht und lasse den todten Körper in seincr vollen Nichtigkeit". Er war der bitterste Feind jener Geistlichen, deren eben dazumal verfallene Kirchrnzucht ihm manche Ulöße darbot. Leider war Graf Ulrich nicht ebenso der Beste seiner Zeit, wie er der Klügste war. Man weiß, daß er oft nach fremdem Gute lüstern und eben nicht ängstlich in der Wahl der Mittel gewesen, dazu zu gelangen; also daß die Vermuthung nicht ungegründet ist, er habe sich vom Glauben der Vätcr vornehmlich darum entfernt, weil ihm dieser in manchen Stücken unbequem schien."^ — Kurz (Fr.), Oesterreich unter Rudolph IV. (Linz t82l. 8°.). — Fugger (Ioh. Iac.), Spiegel der Ehren des ' Erzhauscs Oesterreich (Nürnberg l66«, kl. Fol.) S. 327, 338, 342, 343,346. — Lichnowsty (E. M. Fürst), Geschichte der Söhne Herzog Alb rech t's des Zweiten (Wien !8<ti), Schaum« bürg u. Comp.. 8"., mit 3K. K.), auch unter dem Titel: Geschichte des Hauses Habsburg (ebd.) 4. Theil, S. 3—98. — Hormayr's Plutarch, Vd. I I I , S. 5—16 sin der Bio» graphic Leopold's des Biedcrben^. — Ge« schichts» und Er innerungs'Kalender,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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