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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 156 -
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Habsburg — Wilhelm 1843 in den deutschen Orden, dessen Coadjutor er ist, ward am 29. April 1847, dem Tage, bevor sein großer Vater dahinschied, General.Major. Im Jahre 1848 war der Erzherzog als Volontär, zugleich mit dem Erzherzoge Franz Joseph, d. i. mit Sr. Majestät dem Kaiser, in Oberitalien und 1849 vor Venedig. Alsdann begab er sich von des deutschen Bundes wegen als Armee-In- spector nach Berlin und München. Am 10. September 1834 wurde er Inhaber des 6. Artillerie-Regiments, am 1. März 1837 Chef des k. k. Armee-Obercom. mando's, am 7.März d.I. Feldmarschall- Lieutenant, im Mai 1889 Feld-Artillerie- director bei der ersten Armee in Italien und übernahm nach der Rückkehr aus dem Felde wieder daS Armee-Obercommando im Juli. am 20. October 1860 wurde er Feld'Artilleriedirector in Italien. Der Erzherzog vollführte auch in Begleitung seines Obersthofmeisters Freiherrn von Sallaba zwei Missionen nach St. Pe- tersburg, nämlich nach der Thronbestei» gung Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph, und im Jahre 1833 nach dem Ableben des Kaisers Nikolaus, um das Beileid zu bezeugen. Der Wahl» spruch des Erzherzogs ist: „^eutonioa üäe 6t virwts". Porträte, i) Gez. und lithogr. von K rieh über (Wien, Neumann, Fol.); — 2) von Demsel« ben (Wien, Spinn, Fol.). Wilhelmine Amalie von Kraun- schweig-Kmeöurg i siehe: Amalie Wil- helmine von Braunschweig - M Kaiserin j^Bd. VI, Nr. Dackel, Anton (Liedercomposi» teur, geb. in Wien 11. April 1799, gest. 1. Juli 1846). Sohn des Doctors der Arzneikunde Johann Christoph Hackel H. >5 d. Folgenden). Verlor, 13 Jahre alt, seinen Vater, und den ursprünglichen Plan, sich der Medicin zu widmen, mußte er, seiner Familienverhältnifse wegen, aufgeben. Nach vollendeten Humanitäts« claffen trat er bei der Hof.Baudirection ein, wo er 1829 Rechnungsführers. Adjunct, 1844 Hof-Bauamts-Concipist wurde. Schon in früher Jugend zeigte er Talent für die Musik, welches sein Vater, selbst ein gründlicher Musiker, ausbilden ließ. Franz Freystädter M . IV) S. 333) und Emanuel Alois Förster sBd. IV, S. 273) waren seine Lehrer; überdieß lebte Hackel in einer Periode, da Beethoven, Schubert, AbböStadler, Seyfried undWeigl die kräftigen Vertreter deutschen Sanges in Wien waren. Nach gründlicher Aus« bildung trat er mit kleineren Compo- sitionen versuchsweise auf; als diese Bei« fall fanden, schrieb er Größeres. Allge» mein bekannt wurde er, als sein Ton» gemälde, „Nie nächtliche Heerschau" von Zedlitz, die Runde durch Deutschland und Frankreich machte. Im Jahre 1824 übernahm er die Leitung des Musikfaches im „lithographischen Institute" zu Wien, dessen Eigenthümer Graf Ferdinand Palffy war; betheiligte sich auch mit einem Capitalsbetrage daran, kam aber zu Schaden, den er lange nicht verschmer» zen konnte. Im Jahre 1839 wurde er von einer schmerzlichen Krankheit ergrif» fen, erholte sich., aber wieder, ohne' jedoch ganz genesen zu können. So die letzten Jahre leidend, erlag er nach lan« ^ Krankheit im schönen Mannesalter Ion 47 Jahren. In diesem Leiden blieb 'eine geistige Thätigkeit ungelähmt. Er war ein fruchtbarer Compositeur. 1822 schrieb er ein Requiem und eine Land« meffe, dann einige- Vocal-Quartetten, als: „Nie dm Sterne", „Nn5 Stimdchen"
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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