Seite - 166 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
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166 Hadik
erschienen sind; —
^ r i l i i 1784) 8".)-, — „Nntangsgrnnde
der MllthlmaM" (Preßburg 1791, 8«.); —
tt^sssos H)«?-<2s". 2 Thle.
( n . 1798), wovon 7 neue Auflagen
erschienen; —
1803, 80.); —
1820, 8".). - H. starb im
hohen Greisenalter von 91 Jahren.
Ilierseianas Nesias literaiia, (Luäas 1833,
^^iL Ns3. Universitatis, 4".) p. 132 ot 447.
— Poggendorff ( I . C.), Biographisch-lite.
rarisches Handwörterbuch zur Geschichte der
eracten Wissenschaften (Leipzig 1839, I . A.
Barth. gr. 8«.) Sp. 986. — Oesterreichische
National-Encyklopädie, herausg. von
Gräffer und Czi kann (Wien 1833. 8«.) Bd.
I I , S. 468. — ^«97, ^/va?l^) ÄHF^aroi-L^a^
ink^Hl, d. i. Die Familien Ungarns mit Wap<
pen und Stammtafeln (Pesth 1859, Mor. Räth,
3°.) Bd. V, S. 6.
ßlldlk von Flltak, Andreas Graf
(Feld marsch al l und Großkreuz deS
Maria TherefieN'Ordens, geb. auf der
Insel Schütt 16. October1710, gest.
in Wien 12. März 1790). Entstammt
einem alten ungarischen Adelsgeschlechte.
I n besonderer Vorliebe für den geistli-
chen Stand wollte er in den Orden der
Jesuiten treten, um sich mit voller Muße
den Wissenschaften hingeben zu können.
Jedoch gab er den Bitten seines Vaters
Michael, der als Huszaren-Rittmeister
schwerer Wunden halber den Dienst ver-
lassen hatte, endlich nach und ward ver»
möcht, sich dem Waffendienste zu widmen,
in welchem mehrere seiner Vorfahren auf
dem Felde der Ehre gefallen. Im Jahre
1732 trat H. in das alte Deffewff'sche Huszaren-Regiment als Cornet ein. Unter
Prinz Eugen focht er am Rhein und
bewies 1734 viele Geschicklichkeit in
Anführung kleinerer, auf Streifung und
Recognoscirung detachirter Truppen.
Vor der Schlacht von Krotzka führte er
eine ihm aufgetragene wichtige Rcco-
gnoscirung aus und that in der Schlacht
selbst durch besondere Tapferkeit sich her-
vor. I n den folgenden Kriegen gegen
Frankreich am Rhein, in den Nieder«
landen und gegen Preußen stieg er schnell
von Stufe zu Stufe. Bereits Oberst-
lieutenant stand H. im Jahre 1742 län-
gere Zeit zu Odrau in Schlesien auf
Postirung, und wohnte imHchlofse des
Fürsten Lichnowski. Durch ein vor
des Fürsten Augen geführtes glückliches
Gefecht, welches Schloß und Güter des
reichen Fürsten vor den Feinden schützte,
erwarb er sich dessen Achtung und Liebe
in so hohem Grade, daß dieser dem ihm
sonst unbekannten, zwar adeligen, aber
armen Huszarenofficier seine einzige Toch-
ter zur Ehe gab, deren Zuneigung er
übrigens in kurzer Zeit gewonnen hatte.
1744 wurde H. Oberst, 1748 zeichnete
er sich bei Erbstatt (19. Juli) aus. Im
Jahre 1747 war er zum General vor-
gerückt und that sich 1748 bei Bergen
op Zoom (13. März), wo er ein großes
feindlich.es Convoi aufhob und zerstreute,
hervor. Seit!756 Feldmarschall.Iieute-
nant, führte H. im zweiten Feldzuge des
7jährigen Krieges den berühmten Zug
nach Berlin aus. Am 13. October, am
Namenstage der großen Kaiserin, bemäch<
tigte er sich mit 3000 Huszaren plötzlich
der Stadt Berlin und schrieb eine Kontri-
bution von 300.000 Thalern aus, die
er unter seine Trupp.en vertheilte; die
Stadt selbst schonend, nahm er sechs
preußische Fahnen und zwei Dutzend mit
dem Stadtwappen gezierte Damenhand»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon