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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 167 -
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167 schuhe mit, welche er der Kaiserin zuschickte. Nach 24stündigem Besitze der Stadt zog er wieder, die strengste Mannszncht hal- tend, ab; dennMoriz. Fürst von'Des sau, war nur noch einen Tagemarsch von Berlin entfernt. Für diese ritterliche That und in Anerkennung der dabei bewiesenen Uneigennützigkeit beschenkte ihn die Kaiserin mit 3000 Stück Ducaten und verlieh ihm in der ersten Promotion des am 27. Juni 1737 gestifteten Maria Theresien-Ordens, welche am 7. März 1738 stattfand, das Großkreuz desselben. Hadik war das vierte Großkreuz. Am ö. März 1738 zum General der Caval« lerie ernannt, führte er im Feldzuge des Jahres 1739 dem Reichsheere Verstär- kungen zu. Die Niederlage bei Guben machte er, als er nach Abberufung Ser- belloni's das Commando der Reichs- armee übernommen hatte, durch die Schlacht bei Freiberg (13. October 1762) wieder gut, in der er einen berühm« ten Gegner, den Prinzen Heinrich von Preußen, geschlagen hatte. Nach dem Frieden (1763) wurde H. Gouverneur der Festung Ofen. Im Jahre 1764 zum geheimen Rathe ernannt, ging er als königlicher Commiffär zur Leitung des Militär- und Civil-Gouvernements nach Siebenbürgen,' im Jahre 1769 zum Präsidenten des Karlowitzer Congreffes ernannt, beendete er ganz nach Wunsch dieses Geschäft und erhielt zur Belohnung seiner Verdienste die Herrsch asten Futak und Czernowitz in Ungarn. Im Jahre 1772. nach der Theilung Polens, erhielt H. den Auftrag, die neu erworbenen, zum Königreiche Galizien und Lodo« merien erhobenen Ländergebiete in Besitz zu nehmen, und als Militär» und Civil« Gouverneur zu verwalten. Er löste diese Aufgabe für seinen Fürsten und die Nation so befriedigend, daß ihn der Erstere 1774 zum Feld marsch all erhob, Letztere dem Scheidenden ein Monument zur Erinnerung an sein mildes und umsichtiges Walten errichtete. Zugleich wurde er an Lascy's Stelle zum Hof» kriegsrarhs - Präsidenten ernannt. Im Jahre 1776 wurde er Obergespan des Bacser Comitates, und im Jahre 1777 sammt seinen ehelichen Ieibeserben in den Reichsgrafenstand mit Sitz und Stimme auf der schwabischen Ritter- bank erhoben. Bei Ausbruch des Krie- ges mit Preußen, 1778, wurde H. mit Beibehaltung seiner Anstellung dem Feldmarschall Prinzen Albrecht von Sachsen > Teschen, der ein bedeutendes Armeekorps befehligte, aä. latuy beige- geben, erhielt aber, als der Kaiser die Armee verließ, das Commando der Hauptarmee. Nach dem Teschener Frie- den trat er in seine frühere Stellung als Hofkriegsraths-Präsident zurück. Im zweiten Feldzuge des 1788 ausgebro- chenen Krieges gegen die Türken (1789) übertrug ihm Kaiser Joseph I I . das Commando der Hauptarmee, welche die Belagerung und Einnahme von Belgrad auszuführen hatte. Während der Vor» bereitungen dazu erkrankte er aber in besorgnißerregender Weise. Der Kaiser rief nun den würdigen Greis unter den schmeichelhaftesten Ausdrücken und auS Sorgfalt für dessen Gesundheit von der Armee ab und wieder an die Spitze des Hofkriegsrathes. Als aber Loudon den Feldmarschall.Lieutenant K lebe t mit der Nachricht von dem Falle Belgrads nach Wien geschickt hatte, trat dieser im versammelten Hofkriegsrathe vor Hadik, im Namen 3 oudon 's ihm den Dank abstattend für den mit aller Umsicht entworfenen Plan, welcher vorzugsweise den schnellen Fall der Festung ermöglicht hatte. Die schwere Krankheit seines
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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