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4888 datirtes) Schreiben stellt von dieser
wissenschaftlichen Reise ein reiches Ergebniß
interessanter Forschungen im Gebiete der
Geographie und Archäologie in Aussicht.
Almanach der kais. Akademie der Wissenschaf'
ten. Neunter Jahrg. 1859 (Wien. Staats-
druckerei, kl. 8".) Abtheilung: „Die feierliche
Sitzung am 30. Mai 1859", im „Berichte des
General-Secretars Di-. Anton Schrötter
über die Leistungen der Akademie seit 5l. Mai
1838". S. 54.
Hahn, Karl August (Sprachfor«
scher. geb. zu Heidelberg 14. Juli
4807, gest. zu W i en 20. Februar 1837).
Studierte in seiner Vaterstadt und nach
beendeten philologischen Studien ging
er nach St. Aubin in die Schweiz, wo er
eine Erzieherstelle annahm. Da er seine
Zöglinge auch in der deutschen Sprache
unterrichten mußte, machte er sich mit
den damals bekanntesten Sprachlehren
von Heinsius und Heyse bekannt und
griff, als ihm diese nicht genügten, nach
Grimm's Grammatik. Nun betrieb H.
das Studium der deutschen Sprache mit
allem Gifer und schon seine ersten Arbeiten
in diesem Gebiete beurkundeten Gründ-
lichkeit und Forschungsgeist. I m Jahre
1838 begab sich H. nach Wien, wo er
an der Universitätsbibliothek arbeitete
und zugleich mit dem'ihm geistverwand<
ten Sprachforscher v. Karajan in
freundschaftliche Beziehungen trat. 1839
trat er als Docent in Heidelberg aus
und sehte seine Veröffentlichungen, alles
Studien über deutsche Sprachdenkmäler,
unausgesetzt fort. Im Jahre 1847 wurde
er außerordentlicher Professor in Heidel-
berg, folgte im nächsten Jahre einem
Rufe nach Prag und 1832 einem an die
Hochschule in Wien, wo er auch Mit«
glied der Gymnafial-Prüfungscommission
wurde. Seine Werke sind: „Gtte mit dem
Narte nun Knonrad van Vürzlmrg" (Quedlin-
burg 1838, Basse, 8".) stildet den. 13. Band der im genannten Verlage
herausg. „Bibliothek der gesammten
deutschen National > Literatur von der
ältesten bis auf die neuere Zeit"^; —
„Kleinere Gedichte uon dem «Stricker" (1839)
^13. Band derselben Sammlung^; —
„Gedichte des iü. nnd XIII. Jahrhunderts"
(1340) s20.Bd. ders. Samml.); — „Ner
jüngere Gitnrel" (l842) P4. Bd. ders.
Samml.^; — „Mittelhochdeutsche Grammatik.
H. Abtheilung: Vant-und Fleiionsl ehre" sFrankf.
a.M. 1843, 80.), „3. Abtheilung: TVoMl-
düng" (ebd. 1847, 8o<); — „Uebungen ;ur
mittelhochdeutschen Grammatik. Mit Mmerkun-
gen nnd Glossarium" (ebd. 1843, neue verm.
Ausgabe 1847); — „Ms alte Passional"
(Frankfurt 1843, 3er.8".); — „Ulrich non
Satzikhllten. Kanzelet. Giue Erzählung" (Franks.
1843, gr. 8".);—„Neuhochdeutsche gramumtik.
Nie lehre von den buchstaben und endungen als
urrsnch" (Frankfurt a. M. 1847, 8".); —
„Auswahl aus Niklas gothischer bibelubersetzung.
Mit einem Wörterbuch und mit einem grundriss
zur gothischen buchstalieu- nnd üeiinnslehre."
(Heidelberg 1849); — „Althochdeutsche
grammatck mit einigen Icsestnckm und glossen"
(Prag 1832, Salve); — „Nie echten Aic-
der nun den Nielielungrn; nach Fachmanns
Nritik" (Prag 1851, Calve); — „Gchte
Weder uon Ondrun; nach Müllenhats Kritik"
(Wien 1833, Braumüller, 8<>.); — „Aus-
mahl ans Gottlrids uon Straszbnrg Ori5tan"
(Wien 1835, Braumüller, 8".).. Auch in
H aup t's „Zeitschrift für deutsches Alter«
thum" sind mehrere werthvolle Beitrage
zur älteren deutschen Sprachkunde von
Hahn enthalten. Eben mit einer Unter«
suchung über die deutsche Recht schrei«
bung beschäftigt, um gestützt auf histo-
rische Belege und mit Beobachtung der
jetzigen Aussprache eine Regelung in
diesem Wirrwar durchzuführen, entriß ihn
der Tod im Alter von 50 Jahren seiner
Familie und der Wissenschaft, in welcher
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon