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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 203 -
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Haibel 203 Haid mittleren Zinne flattert wie im Herzschilde ein, rothe Fahne. Aus der Krone des linken Helmes erhebt sich ein geharnischter Mann mit einem von schwarzen Straußfedern besteckten Helm kämme, mit geöffnetem Visir, welcher in der Rechten ein blankes Schwert am goldenen Gefäße zum Streiche schwingt und den linken Arm in die Seite stemmt. l, Jacob (Sänger und Com ponist, geb. zu Grah 4761, gest.?). Widmete sich der Bühne und kam 1789 als Schauspieler und Sänger zur Schika> neder'schen Gesellschaft nach Wien. Bei derselben blieb er viele Jahre und wirkte auch als Componist. Mehrere Operetten, die zwar keinen Kunftwerth besitzen, aber . durch einen gefälligen volksthümlichen Styl sich beliebt gemacht, stammen aus jener Periode, u. z. der am meisten ver- breitete „GirlllerÄ5ü5tel" (1796), der hinter- einander viele Vorstellungen erlebte, im nämlichen Jahre (bei Artaria in Wien) und 1802 (bei Hilscher in Dresden) im Drucke erschien, dann dessen Fortsetzung: „NerMnd- 5tnrm", — ferner „Nas medirinische Ollim- lnini", — „Pllpagri nnd Gang aber die riZal- piimäM Arrrncken", — „Ner Oinzng in tms Friedey5qnmtirr", — „Gsching! Osching! GZching!" — „Zllle Neun nnd dll5 Centrum", — „ZlZtarllth", — „NerVcrtührer", — dann mehrere Balletmusiken, u. A. „2^6 no^ss Hs^^öa^", woraus ein Menuett, zu jener Zeit ein Lieblingsstück, zum Oefteren variirt wurde. Mit dem Jahre 1804 verschwand er und viele Jahre lang war von ihm nichts zu hören, bis es ver- lautete, daß er tief unten in Croatien, in Djakovar als Kirchen«Capellmeister des Bischofs von Bosnien — diesen Titel führt der Bischof von Djakovar — ange» stellt sei. ^Ob er wohl einem solchen Posten gewachsen sein konnte? diese auf- fallige Frage stellt G aßner^. Wann er gestorben, ist nickt bekannt. Seine hin- terlassene Witwe. Mozart 's dritte und jüngste Schwägerin, lebte in Satzburg bei ihrer Schwester der doppelt verwit- weten Constanze Mozart-Nissen, und starb 1846. Gerber (ErnstLudwig), Neues historisch-bio» graphisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813. A. Kühnel. gr. 8°.) Bd. I I , Sp. 483. — Gaßner (F. S. vi-.), Universal-Iexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849. Frz. Köhler, 4".) S. 394. — Unioersal-Lerikon der Ton- kunst. Angefangen von Dr. Julius Sch lade» bach, fortgesetzt von Eduard Bernsdorf (Dresden 1833. R. Schäfer, gr. 80.) Bd. I I , S.306. — Castelli ( I . Fr. Dr.), Memoiren meines Lebens. Gefundenes und Empfun- denes (Wien und Prag 1861, Kober und Marggraf, 8".) S. 237. — Leipziger musikalische Zeitung, IV.Iahrg. S.233. Haid, Johann Gottfried (Kupfer- siecher, geb.zu Augsburg 1710, gest. zu Wien 3. September 1776). Gehört einer in der Kunstgeschichte wohlbekannten Künstlerfamilie Augsburgs an. Bei seinem Bruder Johann Lorenz, Maler und Kupferstecher, erlernte er die Anfangs« gründe seiner Kunst; dann begab er sich nach London, wo er für den Verlag des berühmten Kupferstechers und Kunst» Verlegers Boydel l arbeitete. Im Jahre 1739 kam er nach Wien, machte sich da seßhaft und lieferte mehrere von Kennern sehr geschätzte Arbeiten. H. arbeitete vor» nehmlich in schwarzer Manier, theils historische, mythologische Genre« und Heiligenbilder, besonders aber Porträte. Erstere sind: „Achilles", nach Rem« brandt (gr. Fol.); — „Merkur und zmri Amoretten mit einer Oairl", nach I . B. P i t ton i ; — „Mrginm", nach N.Dance. H.'s Hauptblatt (H. 18" 8'", Br. 22" ); — „Nie Anhe in ÄügMen", ^ H I . 3. Daisinger (geäzt); — „MSnllln's Tnwmrrtlmg", nach F. Bol. Boydel l ; — „Nie heil. Mutter mit dem Kinde in der Wiege", nach G. I ahn ; — „Na3 Gpker
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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