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laiden 208 Haider
kirchlich-archäologischen und historischen
Inhaltes, sind in chronologischer Folge:
1736,
(sdä. 1738, 4«.)', — „Ds
so^ä.1739,
1760, 8".);
« sodä. 1761, 80.); —
(edä. 4761, 8".). Seit 1770 war H.
auch Beischer des Konsistoriums und
Director der Studim im bischöflichen
Seminar zu Königgrätz. Wann er gestor«
ben, ist nicht bekannt; nach Meusel,
der ihn in seinem Lexikon der „bis 1800"
verstorbenen Schriftsteller aufnimmt, muß
er vor 1800 gestorben sein.
Abhandlungen einer Privatgesellschaft in
Böhmen zur' Aufnahme der Mathematik, dcr
vaterländischen Geschichte und dcr Naturge«
schichte. Zum Druck befördert von Ignatz
Edlen von Vorn (Pragl7?t>, Gcrlische Buch,
Handlung, 8°.) Bd. I I , S. 283. Hn Leop.
Ioh. Scherschnik'ö Abhandlung: „Ueber
den Ursprung und die Aufnahme der Biblio»
thek am Clementinischen Collegium zu Prag.^
— Pelz el (Franz Martin). Böhmische, mäh«
rische und fchlesische Gelehrte und Schriftsteller
aus dem Orden der Jesuiten (Prag N86. 8°.)
S. 231. — Meusel (Johann Georg), Lexi-
kon der vom Jahre 1730 ois 1800 verstorbenen
teutschen Schriftsteller (Leipzig 1803, G.
Fleischer, 8".) Bd. V, S, 77. — (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien
1776. Ghelen'sche Schriften). Ersten Bandes
erstes Stück, S. 166. — Ersch und Grub er.
Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften
und Künste (Leipzig, 4".) li.Section, 1. Theil.
S. 197.
Peter und Pankraz (Tiroler
Landesvertheidiger, Peter, geb. zuAig.
ling im Telfser Bezirke Tirols 7.Februar
4763, gest. 19. August 1834; Pankraz,
geb. ebenda 9. Mai 1763, lebte noch
1847). Diese beiden Männer sind sowohl
durch ihren Heldenmuth, als die unsäg-
lichen Leiden, die sie erduldet, denkwürdig.
Seit dem Jahre 1793 hatten sie sich
auf dem Kolsaßberge angesiedelt. Im
Jahre 1797 zogen beide Brüder in der
Compagnie des Hauptmannes Anton
Reinisch gegen die Franzosen. Im
Gefechte vom 2. April verloren sie sich
im Gewirre des Kampfes aus den Augen.
Peter hatte bereits mit seiner Büchse
sechs Franzosen erlegt, als er sich plötzlich
fünf Franzosen allein gegenüber sah;
er schoß zwei seiner Gegner nieder, einen
mit der Büchse, den andern mit der
Pistole, den dritten hieb er mit dem Säbel
zusammen; in diesem Moment trifft ihn.
ein Schuß und zerschmettert ihm das rechte
Bein. Er stürzt, die zwei noch unvorwun»
deten Feinde fallen über ihn und ver-
sehen ihm fünf Säbelhiebe auf den Kopf
und in's Genick, und ließen ihn für todt
liegen. Nach geraumer Zeit, als er sich
sicher wähnte, erhob er sich ungeachtet
seiner Wunden und suchte Hilfe. Auf dem
Wege begegnete er seinem Bruder, der
drei Schußwunden im Unterleibe und
zwei Bajonnetstiche im rechten Schenkel
hatte. I n diesem Zustande schleppten sie
sich in der von Feinden wimmelnden
Gegend vom 2. bis 4. April von Versteck
zu Versteck. Erst am 3. gelang es ihnen,
einen Wundarzt zu erreichen. Ihre Wun»
den wurden nothdürftig verbunden, aber
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon