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Haidinger 209 Haidinger
„Freunde der Naturwissenschaften". Er
leitete eine Subskription ein und besorgte
die Herausgabe ihrer Schriften, welche
unter den Titeln: „Naturwissenschaftliche
Abhandlungen", 4 Bde. (Wien 1847—
4830, Braumüller, 4«.) und „Berichte
ĂĽber die Mittheilungen von Freunden
der Naturwissenschaften in Wien", 7Bde,
(ebd. 1847—1850, 8«.) erschienen sind.
H. befand sich auch unter der Zahl der
ersten am 14. Mai 4847 ernannten wirk-
lichen Mitglieder der kais. Akademie der
Wissenschaften. Unter seiner Leitung war
ferner die geognostische Uebersichtskarte der
österreichischen Monarchie am k. k. mon-
tanistischen Museum und durch das k. k.
militärisch «geographische Institut 1847
in Farbendruck vollendet worden. Im
November 1849 wurde die k. k. geologische
Reichsanstalt gegrĂĽndet und Haidin-
g er zum ersten Director derselben ernannt.
Seit dieser Zeit widmet H. seine ganze
Thätigkeit der Förderung und Vervoll»
kommnung dieses Institutes, welches auf
Grundlage der Bedeutenheit, die es in
der wissenschaftlichen und praktischen Welt
errungen, in der denkwĂĽrdigen Sitzung
des verstärkten Reichsrathes am 14. Sep-
tember 1869 vom Untergange durch die
Stimmen der Vertreter des Landes ge»
rettet wurde, nachdem es ein Feind des
wahren geistigen Fortschrittes'unter dem
Vorwande von Ersparung durch angeb»
liche Vereinigung mit der kais. Akademie
der Wissenschaften der Zerstörung ge-
weiht hatte ^siehe unten die Quellen:
H. Zur Geschichte der geologischen Reichs«
anstatt^. AuĂźer den bereits angefĂĽhrten
Druckwerken sind von H.noch selbstständig
erschienen: „Anfangsgriinde der Mineralogie"
(Leipzig 1329, Barth, 8».); — „Bericht über
die WncrĂĽlienllllmmlnng der K. K. HMammer in
Mnnl-und NergmrZen" (Wien 1843, Gerold,
4".); — „Tkberäicht der Nrsnltnte nnneralll-
v. W urz b ach, biogr. Lexikon. VII. yischer Forschungen iA Jahre 18A>I" (Erlangen
1843, 8».). Eine große Anzahl krystal-
lographischer, mineralogischer, physikali«
scher, geologischer und anderer natur»
wissenschaftlicher Abhandlungen und Be>
richte H.'s sind in verschiedenen Sammel-
werken gelehrter Akademien enthalten.
Betreffs derselben wird auf den „ Almanach
der kais. Akademie der Wissenschaften fĂĽr
das Jahr 183 l" und die späteren Re-
gister der Sitzungsberichte der kais. Aka-
demie der Wissenschaften, des Jahrbuches
der k. k. geologischen^ Reichsanstalt und
der Mittheilungen der k. k. geographischen
Gesellschaft verwiesen, hier aber werden
entweder die wichtigsten oder jene aufge«
führt, welche auf den Kaiserstaat zunächst
sich beziehen und eine genauere KenntniĂź
seiner geologischen Verhältnisse vermit-
teln; diese sind in den Nsmoi rs o5
ok
, 1822—1823: „
",- — in den
) 1823—1827: „
0)2 07-66
",' — im
, 1824:
ol äeienos, 1824—1827:
0/ M'ns-
7-a/s", fünf Nummern, und Anderes; —
in den Abhandlungen der k. böh»
mischen Gesellschaft der Wissen-
schaften, 1832—1840: „wber den Ja-
hannit", — „Vllrkllmmen nun^Üllnzenresten im
nordwestlichen Böhmen", — „Neue Pseudu-
marphusen", — „MndllluZit uan NruMrn und
nun Schemnitz". — „Nie PZenilllMllr-
nnd ihre anogene und Katogene Vildnng",
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon