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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 217 -
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Seite - 217 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7

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Haimerl 217 Haimerl, zumDeputirten des constituirenden Reichs« tages in Wien für den deutschen Bezirk Vlbogen in Böhmen an. Wahrend des Reichstages fungirte er stets als Präses in verschiedenen Abtheilungen und zuletzt in Kremsier als Präses des Schul» a u s sch u sse s. Nach Auflösung des Reichs- tages kehrte er wieder zu seiner Zehrkanze nach Prag zurück, wurde dort Mitglied des deutschen Vereines. 4830 Präses des Theiner Nächstenliebevereines, Mitglied desWahlcomitö's, das nach einemfestgesetz- ten Programme für Landtags- und Reichs- tagswahlen wirken sollte; Directions Mitglied oder Präses-Stellvertreter eines eigenen Vereines für ein Constitutions denkmal, der mit Aufhebung der Con- stitution sich von selbst auflöste und feine Barschaft dem Radetzky'Denkmale abtrat. Früher noch aber (Allerh. Entschließg. vom 25. Juni 4846) war er bei dem Prager Handels» und Wechselgerichte als Beisitzer und Votant eingetreten, um die Anwen- dung der neuen Wechselordnung selbst betrachten zu können, wurde Mitglied der judiciellen Staatsprüfungscommis- sion, lehnte dagegen, der öechischen Sprache nicht machtig, das Decanat bei dem juridischen Profefformcollegi'um ab, wodurch er jedem Parteiconsiicte von vornherein die Spitze abbrach. Im Jahre 1332 folgte H. dem Rufe als ordent» licher öffentlicher Profeffor des civilgericht- lichen Verfahrens und des Lehenrechtes nach Wien, berechtigt zugleich zu Vor- tragen über Handels« und Wechselrecht; auch wurde er zum Mitgliede der judi» ciellen, sowie zum Präses der rechts« historischen Staatsprüfungscommission ernannt, im Jahre 1833 und 1861 zum Director deS rechts- und staatswiffen- schaftlichen ProfefforencollegiumS und jüngst (1860) zu dem Comite gewählt, welches im k. k. Justizministerium den Entwurf einer auf Oeffentlichkeit und Mündlichkeit basirten Civilproceßordnung berathen soll, nachdem er bereits wieder- holt in seinen rechtswissenschaftlichen Arbeiten für die Nothwendigkeit einer solchen Reform sich ausgesprochen hatte ^vergleiche seinen Aufsatz darüber im „Magazin" über die Aufgabe der Civilpro- ceßgesetzgebung in Oesterreich im13.Bde.^. Was H.'s literarische Beschäftigung neben dem Lehramte betrifft, so versah er schon während seiner Studien und Vorbereitun« gen für die Rigorosen unter Wagner's Zeitung die Redactionsarbeiten bei dessen „Zeitschrift für österr. Rechtsgelehrsamkeit u. s. w.", und schrieb selbst verschiedene kleinere literarische Anzeigen für dieselbe. Wagner's Tod drohte auch seiner Zeit« schrift den Untergang. H. führte sie nun durch drei Monate unter eigener Haf» rung fort, bis sich Dol l in er und Kud« ler herbeiließen, den Namen dafür zu leihen, unter der genehmigten Bedingung, daß er die Redactionsarbeit nach wie vor versehe. Dieß geschah auch bis zu H.'s Nebersiedlung nach Prag im Früh« jahre1836, worauf die Redaction anKud« ler's damaligen Supplenten,Di-. Toma« schek überging. Außer einer Reihe von Abhandlungen und Kritiken, die sich in dieser Zeitschrift bis 1849 finden s^ie sind alle aufgezählt in Stuben rauch's idliotlieoH Mriclioa, NULtriHog.", Nr. 1558—1383^, arbeitete er auch mit an anderen periodischen Blattern des In- und Auslandes, namentlich ander „deut- schen Zeitung für Böhmen", an T. Kind's in Leipzig erscheinenden ^IummariinQ^'u.- riäiouin", an Richter's und Schnei« d er'S in Leipzig ausgegebenen „kritischen Jahrbüchern für deutsche Rechtsgelehr- samkeit", am „Archiv für civilist.Praxis" in Heidelberg u. A. m. Im Jahre 1830 begründete H. in Prag das „Magazin für
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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