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Haiszler 222 Sahinger
dem Orden der Jesuiten (Prag 1786). S. 267.
— Poggendorff ( I . C.), Biographisch-
literarisches Handwörterbuch zur Geschichte
der eracten Wissenschaften (Leipzig 1839, I .
Amdr. Barch. gr. 8°.) Bd. I, Sp. 999. —
Meusel (Ioh. Geor«), Lenkon der vom
Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig 18U5, Gerh. Fleischer).
Bd. V, S. 79.
tzaiszler, Georg (Arzt, geb. zu
Csepreg iin Oedenburger Comitate im
Jahre 1761, gest. 1841). Die niederen
Schulen besuchte er zu Oedenburg, die
Philosophie und Theologie hörte er zu
Raab. Später gab er seinen Vorsatz,
Theologie zu studieren, auf und ging
nach Wien. wo er das Studium der
Medicin begann. Nach Beendigung des'
selben wurde er zum Physikus des Oeden«
burger ComitateS ernannt, und wurde
dann Hausarzt des Bischofs von Stein-
amanger, Johann Szi ly, in welcher
Stellung er bis 18l)0 verblieb, worauf er
nach Veszprim überfiedelte und dort seine
Praxis ausübte. Von H. sind folgende
medicinische Werke erschienen:
K Nt65?6?-56F6S Hin^öses?") d. i. Kurze
Abhandlung, ob das natürliche oder
künstliche Blattern besser sei? (Preßburg
1791); — „Aattss^?- <3Hsö>F7/ o?'Vosl
nncnkä/a", d. i. Medicinische Werke des
Georg Haiszler. 3 Bände (Veszprim
180! - 1803); — n^süssss a o/i^s-
a^?-i5?", d. i. Abhandlung über die Cho«
lera. Ungarisch und deutsch (Veszprim
1831).
/l l'e i t'X: ^6^se/, d. i. Ungarische Schriftsteller.
Sammlung uon Lebensbeschreibungen. Zweiter,
den ersten ergänzender Theil. Herausa, von
Ios. Danielik(Pesth 1858). S. 100.
Haizmger, Amalie (k. k. Hofschau-
spielerin. geb.zu Karlsruhe 6. Mai
1800). Tochter des badischen Kammer- fouriers Morstadt, ist sie von vier
Geschwistern die dritte; ihre beiden Brü-
der sind als Professoren und Schriftsteller
rühmlich bekannt. 10 Jahre alt, betrat
Amalie am 2'^. März 1840 zum ersten
Male die Bühne ihrer Vaterstadt in
Wranitzky's Oper: „Oberon, König
der Elfen". Sie spielte den Oberon,
und der glanzende Erfolg dieses ersten
Auftretens entschied die Zukunft des Kin«
des. Ihre Neigung für die Bühne behielt
gegen die Vorstellungen der Eltern den
Sieg. Sie wurde an der Karlsruher Hof»
bühne engagirt und heirathete 1816 den
an derselben Bühne angestellten Schau»
spieler Neu mann. I m Jahre 1818
unternahm sie die erste Kunstreise und
irat in Mannheim, dann in München, an
beiden Orten mit glänzendem Erfolge, auf.
Nicht minder glänzend fiel ihr Gastspiel
in Wien 1819 und in Berlin 4821 und
4822 aus. I m September 1823 verlor
sie ihren Gemal, aus dessen Ehe ihr drei
Kinder geblieben sind. I n das Jahr
1824 fällt ihre persönliche Bekanntschaft
mit Goethe, der früher schon über
sie geschrieben: „Man sehe die Darstel-
lungen der Frau Neu mann; sie thun
sich so zierlich und liebenswürdig hervor,
als die Schauspielerin selbst". Ihr Gast«
spiel in Leipzig 1826 gab ihren Verehrern
Veranlassung zur Stiftung eines Rosen»
ordens, zu dessen Großmeister Frau Neu»
mann ernannt wurde. Als im Jahre
1827 der Sänger Anton Haizinger
aus Wien ^s. diesen S.22H an der Karls-
ruher Hofbühne gastirte, gewann das
Hoftheater den Künstler und Amalie
einen zweiten Gatten (3. Jänner 1827),
den sie 1829 und 1830 auf seinen Kunst-
reisen nach Paris, 1832 nach London
begleitete. In Paris trat sie auch in
einigen deutschen Stücken und mit solchem
Erfolge auf, daß, wie ihr Gemal die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon