Seite - 251 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
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Hall« 281
von Steicrmark, mit Phi l ipp I I I . , König
uon Spanien, vermalt wurde, folgte er der
Fürstin als Beichtvater nach Spanien, wo er
nach Stoeger mit der bischöflichen und
Cardinalwürde bekleidet, und seine Leiche auf
des Königs Befehl in der königlichen Gruft
beigesetzt worden sein soll. Im Drucke sind
von ihm erschienen: „vs mnnäo st e^n8
6lSN6U,ti5 oosio, 13N6, 2,<2lS, ayua.)
tOrraäisxntktio" (In3ol2taä. 1580, 4«.);
„(3oniiii6iita.tiunou1a. äs oonti'i-
tionig 3.ot1du8 oroliro <3lioisil.<1i3,
vario iäiomats iu oinns xroxs Nn-
roxa ot inaFua luäias V^i'ts tru-
otnoso äi52Sininata." (InFol8taä. 1380,
40.). <^3toe^6^ i^o
gws a.ä nasti-a, usyuo tGruxora (Vionnas et
NatiLdonao 1836, Fr. 8".) 8. 119, nach diesem
geb. 1340. — Poggendorff ( I . C.),
Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur
Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig
1839, Ambr. Barth, Lex. 8«.) Sp. 1003. —
Wi l l (G. A.), Nürnbcrgisches GelehrtcN'Zexi«
kon (Nürnberg und Altdorf 1736, Lorcnz
Bchüvfel, kl. 4«.) Bd. I I , S. 21, und das«
selbe, fortges. von Christian Conrad Nopitsch,
VI. (2. Supplement-) Bd. S. 18, nach diesem
geb. 1330, auch ist in diesem Lerikon über
andere Mitglieder der Nürnberger Familie der
Haller Auskunft zu finden. — ^s^e^e?-,
I I , pal?. 33.) — 13. Nupert (gest. 1300),
nach den Chroniken wäre Rupert der erste
H aller gewesen, der nach Ungarn gekommen
und sich in Ofen niedergelassen habe. Vorher
war er Oberster über die Miliz und sogenannter
Losungsherr in Nürnberg. I n Ofen habe er
sich mit der Münzerin— so nennt
sie
Soterius
in seinen geschichtlichen Aufzeichnungen über
die Familie Haller — uerheirathet, aus
welcher Ehe Erasmus und Peter (siehe
diesen unter Nr. 10) entstammen. ^Blätter
für Geist, Gemüth und Vaterlandskunde (Krön«
stadt. 4".) 1857, Nr. 18.) — 14. Samuel
(gest. 1643), war ein Sohn Georg's (gest.
1633) und der Varbara Nyary. Samuel
selbst war Capitän des Schlosses Di6s-Györ
und ein berühmter Kriegsheld, der 1643 in der
Schlacht bei Erlau gegen die Türken seinen
Tod fand. Bei Lehotzky heißt es über ihn:
„NIsmoriHO 8. ao lil. D. 8am,usU2 Hai isr
eto. Hui xo3tgU2.iQ 10 2NQ13 Ikuäabilitoi'
33,6^6 viotoriHg rsVorta526t, 3»» ootodris IQ 30". Aus seiner
Ehe mit Eva Karolyi hinterließ er zwei
Söhne: Samuel und Georg, von denen
Letzterer eine der noch heute blühenden Linien
der Hal le r in Siebenbürgen begründete.
^s5ot2^, ätsNmata I I , 167.) — 13. Ste-
phan (I.) (gest. 1657), war ein Sohn des
1608 verstorbenen Gabriel Haller und ist
der Stifter der einen siebenbürgisch«ungarischen
Hauptlinie; er war Obergespan der Kuchel«
burger Gespanschaft, unter vier siebenbürgischen
Fürsten geheimer Rath und zu vielen Gesandt»
schaften an Kaiser, Könige und an den Groß«
vezier verwendet. Mikola in seiner genealog.
Geschichte Siebenbürgens faßt seine Verdienste
mit folgenden Worten zusammen: „Na^uH
rsrum sxperisntia. ao Ziiuu! xruäentia <>xi-
mius, uon inulto2 8ibi otiani opibus
kaduit, c^ui simui 0oNitaw3
5UVI-LMU8 si-at Praeksctu3^ gui st Oa
Stephan (I.) war zweimal vermalt, zuerst
mit Judith Kend y und zum andern Male mit
Anna Barkoczy. Seine Kinder waren:
Paul (gest. 1685), KuchelburgerObergespan;
Gabriel (siehe denselben oben Nr. 4) und
J o h a n n , der berühmte siebenbürgische
Thesaurarius und Zustandebringer des nach
ihm benannten Haller'schcn Vertrages (siehe
denselben oben Nr. 6). »fHo/a, HiLtoria
(3<3N6ü,loF. 1i>aii37iv., p. 23. — ^cl^^7v«?l,^,
klaFyaroräsäF Osalliäai (p68tk 1839), IjÄ.V,
x. 32.^ — 16. Stephan (II.) (gest. 1710), ein
Enkel Stephan's (I.) (siehe den Vorigen)
und Sohn des berühmten siebenbürgischen
Thesaurarius Johann (I.) (siehe denselben
Nr. 6); Stephan (II.) war Rath des k.
Guberniums und nach Georg Ba n fi's Tode
(1708) Präses desselben. Nagy in seinem
„KIk37ai-or22llF <Ü8kIääai", Bd. V, S. 28.
Stammtafel I I , nennt ihn Graf, was aber nicht
richtig ist, denn 'der Grafenstand kam erst drei
Jahre nach seinem Tode, am 8. Juli 1713, und
zwar durch seine Söhne: Gabriel, Johann
und LadiSlaus, in die Halle r'sche Familie.
Stephan (II.) war viermal verheirathet
^fiehe das Nähere in der Genealogie^.
III. Wappen dcr Saller. Das Haller'sche Wap°
pen war erstlich ein weißer Sporn mit einem
schwarzen" Spiegel auf einem rothen Schilde,-
auf dem Schilde ein Aolerflügel mit dem weißen
Sporn. Auf dem Helme erhob sich das Brust«
bild einer rochgekleideten Mohrin mit weißer
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon