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fliegender Binde um den Kopf und in jedem
Ohrläppchen ein goldenes Ringlein. Als Kaiser
Sigismund am h. Pfingsttage l433 zu Rom
auf der Tiberbrücke den Eberhard und Pau-
lus Haller zu Rittern schlug, erlaubte er
ihnen auch im Wappen auf Schild und Helm
eine goldene Krone zu führen. Zu Worms am
1. April 1331 gestattete Kaiser Karl V. dem
Wolf und Vartholomäus Haller, daß
sie die drei Helmkleinodien, Adlerfiügel, Mohrin
und .Büffelhörner mit zwei Turnierhelmen, den
Schild und auch eine goldene Krone tragen
können. — Die ungarischen Haller bedie-
nen
sich nach: Na<7^ UaF^aroi-LsäF Osalääln,
Lä. V, 8. 34, folgenden Wappens.- 1 und 4.-
in Roth ein aus dcr rechten obern Ecke des
Schildes bis zur linken untern Ecke gezogener
silberner Ständer, welcher mit einem schwarzen
belegt ist; 2 und 3.- von Roth und Silber quer«
getheilt, oben in Noth eine goldene gestürzte
Spitze; unten in Silber ein doppeltgeschweifter
leopardirter schwarzer Löwe (dieses letztere das
Wappen der ausgestorbenen Familie Halter»
stein). Auf dem Schilde erheben sich zwei
Helme, der rechtsstehende trägt eine Krone, aus
welcher sich zwischen zwei Büffelhörnern die
Mohrin mit dcr weißen Binde erhebt. Die
Spitze des linken Büffelhorns trägt eine Mütze
mit einer Pfauenfeder. Aus dem linken Helme,
der keine Krone trägt, erhebt sich links ein mit
den Spitzen nach innen gekehrter Adlerflügel,
rechts ein Geweih mit neun aus laufenden
Spitzen. Das Wappen dcr Haller, wie es
Kneschke beschreibt und in einer Abbildung
im I. Bande seiner „Grafen»Häuser" (S. 309)
darstellt, ist ein quadrirter Schild; 1 und 4 in
Roth ein rundes silbernes Becken; 2 und 3 in
Gold zwei der Länge nach neben einander gestellte,
oben mit den Spitzen auswärts gekrümmte
schwarze Steinbockhörner. Auf der Grafenkrone,
die auf dem Schildesrande liegt, erheben sich
zwei gekrönte Helme; auf dem rechten steht das
silberne Becken des 1. und 4. Feldes; auf dem
linken zwischen den Steinbockhörnern von 2 und
3 eine silberne gekrönte Säule, welche mit drei
Straußfedern roth, schwarz und gold besteckt ist.
ßaller von Hallerkeö, Franz Graf
(General d. Cav., Mitglied auf Lebens-
dauer des Herrenhauses des Reichsrathes,
geb. zu Kerelö'St. Päl im Kuchelburger
Comitate Siebenbürgens 24. März 1796).
Sohn des Grafen Joseph aus dessen
EhemitThereseGrafinKohary. Nach j beendeten Rechtsftudien betrat er die mili«
tärischeLaufbahn und wurde nach derVöl.
kerscklacht bei Leipzig auf dem Schlachtfelde
zum Officier ernannt. Mehrere Jahre ver>
sah er die Dienste eines Kämmerers bei Sr.
kais. Hoheit, Erzherzog Palatin Joseph,
wurde dann Oberst eines Huszaren-Regi»
ments und später Oberlieutenant bei der
kön. ungarischen Leibgarde. Die Garde
verließ er, als er im Jahre 1844 an des
Baron Vlasics' Stelle zum Banus von
Dalmatim, Croatien und Slawonien
ernannt wurde. Die jungen Gardisten, die
ihm sehr zugethan waren, verehrten ihm
beim Abschiede zum Andenken einen Ehren«
säbel. Mit seiner Ernennung zum Banus
erfolgte zugleich jene zum General-Major,
wirklichen Geheimrathe und Inhaber
zweier Grenz«Negimmter. Am 17. Octo»
ber 1842 hielt er seinen glänzenden Ein-
zug in Agram, wurde am folgenden Tage
zum Banus installirt, und alsdann von
den Ständen, ihren Privilegien gemäß,
zum Obercapitän des Unna« und Kulpa»
grenzdistrictes gewählt. Graf Franz H al-
ler war der erste Ban von Croatien,
der auf dem Neichstage 1843 ungarisch
sprach; 1844 wurde er Obergespan des
Agramer Comitates und 1843, um Ruhe
und Ordnung wirksamer auftecht erhalten
zu können, kön. Commiffär des Comitates
und der Stadt Agram. Ende Juli d. I .
leitete er die Restauration und präsidirte
in den Monaten September und October
im Provinzial'Landtage. Am 30. October
1843 wurde er über eigenes Ansuchen seines
Postens alsBanundObergespan enthoben.
In den Jahren 1848 und 1849 nahm
er Theil am italienischen Feldzuge und
rückte zum Feldmarschall«Lieutenant vor;
nach Beendigung des Krieges erhielt er
dasCommando derFestungPeschiera und
wurde Inhaber des 12. (Palatinal-) Husza-
reU'Regiments. Später in den Ruhestand
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon