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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 252 -
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Seite - 252 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7

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232 Saller fliegender Binde um den Kopf und in jedem Ohrläppchen ein goldenes Ringlein. Als Kaiser Sigismund am h. Pfingsttage l433 zu Rom auf der Tiberbrücke den Eberhard und Pau- lus Haller zu Rittern schlug, erlaubte er ihnen auch im Wappen auf Schild und Helm eine goldene Krone zu führen. Zu Worms am 1. April 1331 gestattete Kaiser Karl V. dem Wolf und Vartholomäus Haller, daß sie die drei Helmkleinodien, Adlerfiügel, Mohrin und .Büffelhörner mit zwei Turnierhelmen, den Schild und auch eine goldene Krone tragen können. — Die ungarischen Haller bedie- nen sich nach: Na<7^ UaF^aroi-LsäF Osalääln, Lä. V, 8. 34, folgenden Wappens.- 1 und 4.- in Roth ein aus dcr rechten obern Ecke des Schildes bis zur linken untern Ecke gezogener silberner Ständer, welcher mit einem schwarzen belegt ist; 2 und 3.- von Roth und Silber quer« getheilt, oben in Noth eine goldene gestürzte Spitze; unten in Silber ein doppeltgeschweifter leopardirter schwarzer Löwe (dieses letztere das Wappen der ausgestorbenen Familie Halter» stein). Auf dem Schilde erheben sich zwei Helme, der rechtsstehende trägt eine Krone, aus welcher sich zwischen zwei Büffelhörnern die Mohrin mit dcr weißen Binde erhebt. Die Spitze des linken Büffelhorns trägt eine Mütze mit einer Pfauenfeder. Aus dem linken Helme, der keine Krone trägt, erhebt sich links ein mit den Spitzen nach innen gekehrter Adlerflügel, rechts ein Geweih mit neun aus laufenden Spitzen. Das Wappen dcr Haller, wie es Kneschke beschreibt und in einer Abbildung im I. Bande seiner „Grafen»Häuser" (S. 309) darstellt, ist ein quadrirter Schild; 1 und 4 in Roth ein rundes silbernes Becken; 2 und 3 in Gold zwei der Länge nach neben einander gestellte, oben mit den Spitzen auswärts gekrümmte schwarze Steinbockhörner. Auf der Grafenkrone, die auf dem Schildesrande liegt, erheben sich zwei gekrönte Helme; auf dem rechten steht das silberne Becken des 1. und 4. Feldes; auf dem linken zwischen den Steinbockhörnern von 2 und 3 eine silberne gekrönte Säule, welche mit drei Straußfedern roth, schwarz und gold besteckt ist. ßaller von Hallerkeö, Franz Graf (General d. Cav., Mitglied auf Lebens- dauer des Herrenhauses des Reichsrathes, geb. zu Kerelö'St. Päl im Kuchelburger Comitate Siebenbürgens 24. März 1796). Sohn des Grafen Joseph aus dessen EhemitThereseGrafinKohary. Nach j beendeten Rechtsftudien betrat er die mili« tärischeLaufbahn und wurde nach derVöl. kerscklacht bei Leipzig auf dem Schlachtfelde zum Officier ernannt. Mehrere Jahre ver> sah er die Dienste eines Kämmerers bei Sr. kais. Hoheit, Erzherzog Palatin Joseph, wurde dann Oberst eines Huszaren-Regi» ments und später Oberlieutenant bei der kön. ungarischen Leibgarde. Die Garde verließ er, als er im Jahre 1844 an des Baron Vlasics' Stelle zum Banus von Dalmatim, Croatien und Slawonien ernannt wurde. Die jungen Gardisten, die ihm sehr zugethan waren, verehrten ihm beim Abschiede zum Andenken einen Ehren« säbel. Mit seiner Ernennung zum Banus erfolgte zugleich jene zum General-Major, wirklichen Geheimrathe und Inhaber zweier Grenz«Negimmter. Am 17. Octo» ber 1842 hielt er seinen glänzenden Ein- zug in Agram, wurde am folgenden Tage zum Banus installirt, und alsdann von den Ständen, ihren Privilegien gemäß, zum Obercapitän des Unna« und Kulpa» grenzdistrictes gewählt. Graf Franz H al- ler war der erste Ban von Croatien, der auf dem Neichstage 1843 ungarisch sprach; 1844 wurde er Obergespan des Agramer Comitates und 1843, um Ruhe und Ordnung wirksamer auftecht erhalten zu können, kön. Commiffär des Comitates und der Stadt Agram. Ende Juli d. I . leitete er die Restauration und präsidirte in den Monaten September und October im Provinzial'Landtage. Am 30. October 1843 wurde er über eigenes Ansuchen seines Postens alsBanundObergespan enthoben. In den Jahren 1848 und 1849 nahm er Theil am italienischen Feldzuge und rückte zum Feldmarschall«Lieutenant vor; nach Beendigung des Krieges erhielt er dasCommando derFestungPeschiera und wurde Inhaber des 12. (Palatinal-) Husza- reU'Regiments. Später in den Ruhestand
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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