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264 Hamerlnrg
aber schon nach Jahresfrist in seine
Heimat zurück, wo er
sich
bleibend nieder-
ließ und als Arzt eine segensvolle Thätig«
keit entwickelte. Das Saroßer Comitat
verlieh ihm das Physikat, welches er durch
40 Jahre, bis an seinen Tod, versah.
Er wurde oft in das benachbarte Polen
berufen und vom Könige August I I .
zum Leibarzte ernannt. Insbesondere
aber, als zu Anfang des 18. Iahrhun-
derts und dann in den Jahren 1739
und 1740 das Saroher, Zempliner,
Beregher und Ungvarer Comitat von
tödtlichen Seuchen heimgesucht wurden,
war es Hambach, welcher sich gleich«
sam vervielfältigend, überall Hilfe, Trost,
Genesung brachte und die bestürzten
Gemüther aufrichtete. Als Fackschrift-
steller war H. wohl auch wirksam, aber
im Drucke erschien nur seine Dissertation:
4".). Der Druck zweier anderer Werke
wurde durch mißliche Zwischenfälle ver»
eitelt, das eine führt den Titel: „
Dieses Werk sollte
auf Befehl des Grafen Franz Barkoczi
zu Tyrnau gedruckt werden; aber der
plötzliche Tod des Grafen vereitelte die
Ausführung"). Ebenso ist ein drittes
Werk: „^o?nw/ns ^s^ivivns", welches
in 3 Bänden seine ganze ärztliche Praxis
in Darstellung wichtiger Krankheitsfälle,
seiner Beobachtungen und Heilungen eni>
*) Eine Literatur über die Mineralwässer Ungarns
siehe.- ^ss^^e^l, 8<ieeiuc:ta lnsälooruni Nun-
Fai-ias st i'i-anLilVÄ.uias LioFrapdia. Oon-
turia. 2it6i-a. I>«.i-8 ^rioi-, x. 78—82 in der
Anmerkung — und West er mann's illustr.
deutsche Monatshefte, Vd. X, S. 198. hält, und über welches sich der berühmte
Van Swieten in einem vom 22. April
1738 datirten Schreiben sehr vortheil-
hast äußerte, Handschrift geblieben. —
Samuel (geb. zu Eperies 1720) sein
Sohn, widmete sich
gleich deni Vater dem
ärztlichen Stande, bildete sich auf deut-
schen Hochschulen in seiner Wissenschaft
aus und erwarb am 9. Mai 1742 zu
Halle die medicinische Doctorwürde.
Dann kehrte er in seine Heimat zurück,
wurde Physikus im Gömörer Comitate
und versah diesen Posten mehrere Jahre
hindurch, bis er einem Rufe nach Polen
folgte und dort selbst dann noch verblieb,
als ihn 1771 das Saroßer Comitat als
Physikus in's Land berief. Im Drucke
erschien von ihm: „
) 40.); —
ein zweites Werk:
ist Handschrift geblieben.
Ueber Johann Hambach vergleiche.-
'i'ÄULilva.nill.e HioFi'Hpliia. <Ü6Qtnria
Hitsra.. ?ä,i'L xrlai' CWiLniiao (üie) 1778,
i'lattQLi-Q, 80.) 8x. 76. — Ueber Samuel
H. vergleiche: ^e^^e/ttl ^s^/i«?l^ wie oben,
p. 80. — Ho^anz/l'^/l/ea:.^, Nomoria, Nuu-
^aroruin st I?i-oviiic:iä1iuirl Lori^ptiL säitiL
notoi'Ulli (Vi6Qua,e 1776, I^oo^vL, 8°.) I'oin. I I ,
p. 73 Gunter dein Namen Sainuel Ham<
b ach er).
Hauibacher, Samuel, siehe: ßambach,
Johann (im Texte).
Hamerling, Robert (Poet). Zeit-
gmoß. Ein Schüler des von dem Grafen
Leo Thun, als dieser Unterrichtsminister
war, in's Leben gerufenen historisch«
philologischen Seminars, bekleidet gegen-
wärtig die Stelle eines Professors der
classischen Philologie zu Trieft. Hamer-
ling hat sich als lyrischer Dichter seit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon