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Hammer 267 Hammer-Purg stall
Klöster in Steiermark; 1783 wurde ihm
die Einführung des Robot-Abolitions-
systems auf allen Cameral-, Bancal»,
Religionsfonds- und Stiftungsgütern als
Hofcommiffär übertragen; 1783 wurde
er mit dem Grafen von Geis ruck
als Hofcornmi'ffär des Steuerregulirungs-
geschäftes, dann mit Hofdecret vom
14. Jänner 1786 zum wirklichen Gubev
nialrath ernannt; 1789 trat er in den
bleibenden Ruhestand und erhielt 1790
in Anerkennung seiner Verdienste um den
Staat den erbländischen Adel. Diese seine
Verdienste bestehen aber in Regulirung
des Verwaltungs- und Dienstpersonales,
in der inftructionsmäßigen Verzeichnung
der Dienstesobliegenheiten, der Vorschrif»
ten im Rechnungswesen, Kanzlei- und
Registraturfache und in wesentlicher Ver«
befserung des Schulwesens und der Justiz«
pflege. Von seinen fünf Söhnen erwarb
sich Joseph i nachmaliger Freiherr von
Hammer« Purgstall, europäischen
Ruf s^. d. Folgenden^. Ein zweiter, Iranz
(geb. zu Gratz 6. November 1781), trat
in den österreichischen Militärdienst, rückte
bis zum Major vor und trat nach 43jäh-
riger Dienstzeit am 1. November 1840
mit Oberstlieutenants'Charakter in den
Ruhestand. Er starb zu Prag am 11. Fe»
bruar 1838 ftergl. über ihn die „Bohe«.
mia" 1838, S. 323 und 338^. Ein dritter,
Doctor der Rechte und Hof- und Gerichts-
advocar in Gratz, war im Jahre 1838
noch am Leben. — Der Hof« und
Ministerialrath Anton von Hammer,
Hofdolmetsch für orientalische Sprachen
(welchen der in Nr. 134, Jahrg. 1833
des „Oesterreichischen Archivs für Ge«
schichte :c." abgedruckte Aufsatz: „Ianir»
scharen-Vampyre" zum Verfasser hat),
ist mit dieser Familie gar nicht verwandt
ftergl. über diesen: Gallerte denkwür-
diger Persönlichkeiten der Gegenwart nach Originalzeichnungm, Gemälden, Statuen
und Medaillen (Leipzig o. I . ^886^,
I . I . Weber, Fol.) Sp. 173. Taf. 186
und
Schmutz (Carl), Historisch-topographisches Lexi-
kon von Steiermark (Gratz 1822, Kienreich,
80.) Bd. I I , S. 15. — Steiermärkische
Zeitschrift. Redigirt von Dr. G. F.
Schreiner, Dr. Albert v. Muchar, C. G.
Ritter v. Leitner und A. Schröter (Gratz
1840, 8°.) Neue Folge, sechster Jahrg. 2. Heft,
S. 28. — Archiv für Geschichte, Statistik,
Literatur und Kunst (Wien 1824, 4<>.) XV.
Jahrg. Nr. 118, S. 539. — Ne'u-Wien
(Wiener polit. Blatt) 18s8, Nr. 26. —
Schmidl (Ad.), Oesterreich. Blätter für Lite»
ratur und Kunst (Wien, 4".) I I . Jahrgang
(1845), S. 893, im Artikel: „Berühmte
Männer von Gratz in Steiermark". — Adel.
stands-Diplom vom 8. Februar 179l. —
Wappen. Ein blau und schwarz quergetheilter
Schild; aus dem untern Rande oeS obern
blauen Feldes wächst ein geharnischter Mann
mit offenem Visire hervor, in der Linken einen
runden Schild, in der entblößten Rechten einen
zum Schlage gerichteten Hammer haltend. Das
untere schwarze Feld ist mit einem breiten gol»
denen Pfahl belegt. Auf dem Schilde ruht ein
rechtsgestellter gekrönter Helm mit offenem
Rost. Aus der Krone des Helmes erheben sich
zwei, oben gold und unten schwarz, in der
Mitte quergetheilte Büffelhörner.
Hammer-Purgstall, Joseph Freiherr
von (Orientalist, geb. zu Gratz
9. Juni 1774, gest. zu W i en 23. Novem-
ber 1336 um 6^4 Uhr AbmdS). Sohn des
Gubernialrathes Joseph von Hammer
. d. Vorigen^. Besuchte die unteren
Schulen und die ersten Gymnasialclassen
in Gratz, kam 1787 nach Wien, wo er im
Barbarastifte die Studien fortsetzte und
zugleich den Präparandencurs in der
k. k. orientalischen Akademie besuchte,
welcher damals noch bestand, weil jeder
Zögling vor seiner Aufnahme in die
Akademie vorerst Beweise hinlänglichen
Sprachentalentes ablegen mußte. Nach
einjähriger Probe wurde H. als Stiftling
n die Akademie aufgenommen und ver«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon