Seite - 284 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
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Dammer-Purgstall 284 Hammer-Purg stall
mit dem Orient gegeben, beschränkt sich keines«
wegs auf den weiteren literarischen Kreis, an
welchen uns Goethe'S Divan erinnerte. Auch
die Wissenschaft ist ihm dafür zu unmittelbarem
Danke verpflichtet. Er erleichterte derselben den
vorläufigen, wenn auch flüchtigen Ueberblick
über den ungeheuren zu bewältigenden Stoss.
In dieser Beziehung kann man ihn wirklich mit
einem orientalischen Eroberer vergleichen. Mit
einer wahren Leidenschaft griff er immer weiter
und weiter, und schaute, während er den einen
massenhaften Stoss kaum zu erfassen angefangen
hatte, schon nach einem neuen aus. Nicht nur
seine Arbeitskraft und unverwüstliche Zähigkeit,
sondern auch seine Betriebsamkeit und sein
Unternehmungsgeist sind dabei staunenswerth.
Er war die Seele des durch seines Freundes
Rzewuski Mittel ermöglichten „schwunghaf.
ten Betriebes" der Fundgruben . . . . Alle seine
weitläufigen Verbindungen wußte er wissen-
schaftlichen Zwecken dienstbar zu machen, auch
die Anlage mancher seiner Arbeiten ist dem
Grundgedanken nach großartig..." Und indem
Schlottmann an vielen Stellen seiner
Broschüre die Schattenseite in Hammer's
persönlichemCharakterherausgekehrt hat, schreibt
er S. 67: „So finden wir bei dem seligen
Hammer, trotz seinen großen und offenbaren
Schwächen, so manche schöne und edle Züge
seines Wesens. Wir haben immer aus der
warmen persönlichen Anhänglichkeit, die manche
von uns hochgeehrte Männer für ihn hegten,
geschlossen, daß er außerhalb des literarischen
Treibens ein Anderer sei als da, wo ihn sein
verkehrter (!) Bildungsgang nun einmal mit
einer solchen Selbftgewißheit und krankhaften
Reizbarkeit zugleich behaftet sein ließ. Wir haben
dieß gern abermals durch die Züge aus seinem
inneren, häuslichen und Freundes Leben, welche
Nm breit in andeutenden Umrissen mitgetheilt
hat, bestätigt gefunden. Es soll uns freuen,
wenn die zu erwartende Selbstbiographie gerade
von dieser Seite ihn uns noch mehr schätzen
lehrt." — Nou.vo1iG L io3
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Hoslsr (l?ari5 4830 st LSh., gr. so.) Loins
XXIII, x. 259—267. sDieser mit großer
Pietät verfaßte biographische Abriß stammt aus
der Feder des Herrn E. Beauvois. Zur Ent«
träftung der herben Angriffe S ch lo ttm ann's
auf Hammer lassen wir aus dieser Skizze
einige Stellen folgen: „0^ visut — schreibt
Beauvois — ä'suouosi' lyg ä gni ont sts artieuis^ oontro äs
i>2r NAl. äs Diss, l^ amalcsr,
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IQ2.QN. Ds HkNIIQSr QS rS8tl>. P23 32Q3
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st Isur littsraturs. I^'iäss Fsus^ Hlg
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lui a r6uäU8." So der Franzose über den
deutschen Gelehrten; wie herbe, wie rücksichts»
los der Deutsche über seinen Landsmann! Aber
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon