Seite - 288 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
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Hammer-Purgftall 288 Hllmmer-Purgftllü
Richard Joseph (geb. 26. Juli 1830),
Isabella Mar ia (geb. 2. August 1831) und
Heinrich (geb. 8. September 1852). Ham-
mer's zweiter Sohn, Mar , starb nach been-
deten Rechtsstudien, 22 Jahre alt, in Meran.
Seine älteste Tochter, Isabel la (geb. 18. Fe-
bruar 1819), ist seit 18. November 1838 mit
Heinrich Theodor Freiherrn Trenk von Tonder(geb.
23. November 1812) vermalt. Hammer's
zweite Tochter. Eveline (geb. 14. Jänner
1824), ist seit 18. November 1848 mit Adolph
Ma.r von Vernd (geb. 6. September 1319), k. k.
Rittmeister in Pension, vermalt. Deren Kinder
sind: Alexander Joseph (geb. 27. August
1830) und Ludwig Karl Heinrich Adolph
(geb. 22. November 183l).
III. Wappen. Dasselbe hat mehrere Verän«
derungen, oder richtiger, Vermehrungen
erfahren. Das ursprüngliche Wappen, ver«
liehen mit dem Adelstands-Diplom vom 8. Fe-
bruar 1791, ist schon bei Hammer's Vater,
Joseph Edlen von Hammer, S. 267,
beschrieben worden. Die erste Vermehrung
fand Statt mit der Verleihung des Ritter«
stand'Diploms vom 14. Februar 1823; die
zweite mit jener des Freiherrnstand-Divloms
vom 8. December 1835. Weil das Ritter»
Wappen der Hammer nur einen Theil
des freiherrlichen der H ammer<Purgstall
bildet, so wird nur dieses letztere, um Wieder»
holungen zu vermeiden, hier beschrieben.
Wappen der Freiherren Sammer-Purgstall..
Ein in die Länge getheilter Schild, dessen rechte
Hälfte nochmals in die Quere getheilt, die
linke aber geviertet und mit einem Herzschilde
versehen ist. Das obere Feld der rechten
Schild es Hälfte zeigt in Blau den gehar»
nischten Mann. Die Rüstung ist mit goldenen
Spangen geschmückt, der Helm aufgeschlagen
und mit goldenem Visir. Der Mann schwingt
in der mit dem Blechhandschuhe versehenen
rechten Hand den eisernen Hammer am hol«
zernen Stiele, wie zum Schlage bereit, und
trägt am linken, in die Hüfte gestemmten Arme
einen silbernen länglich runden Schild. Das
untere schwarze Feld der rechten Schildeshälfte
ist von einem goldenen Pfahle durchzogen.
Auf diesem ist eine schräglinks gestellte rothe
Schlange mit gegen rechts gekehrtem Kopfe,
die Mitte ihres Körpers ringförmig überwer»
fend, ihren'Schweif abwärts windend, und
mit ausgeschlagener rother Zunge. Auf ihrem
Haupte erscheint in Gestalt einer Krone das
der doppelten römischen Zahl V ähnliche ara»
bische Schriftzeichen in rother Farbe. Den Pfahl begleitet zur rechten Seite ein silberner
Mond, den ein gleichfalls silberner Stern über-
steigt; dann zur linken eine weiße Gartenlilic,
aus deren grünem Schafte zur Rechten Zwei,
zur Linken drei Blätter hervorwachsen (dieß ist
das Hammer'sche Ri t t er Wappen gewesen).
Dazu kam bei feiner Erhebung in den Freiherrn-
stand die linke Schildeshälfte mit dem Herz»
schilde. Der Herzschild der linken Schildes»
Hälfte zeigt in Blau einen abgehauenen Manns»
köpf mit langen grauen gescheitelten Haaren,
breitem Barte, das Angesichtoorwarts, den Hals
gegen die linke Seite zugekehrt. Von den vier
Feldern der linken Schildeshälfte sind
1 und 4: in Silber ein aus dem Fußrande des
Feldes aufsteigender dreihügeliger grüner Berg,
aus deren mittlerem Hügel ein rother Ochs mit
goldenen Hörnern und goldenem Maulringe,
in 1 links, in 4 rechts gekehrt, hervorwächst.
2 und 3: von Gold und Schwarz quer getheilt;
aus dem untern schwarzen Felde erheben sich
drei grüne Hügel, auf deren mittleren je eine
silberne ungarische Doppelhacke, deren zwei
Schneiden auswärts gekehrt und deren jede
mit einem rothen, bis an den Fußrand des
obern goldenen Feldes reichenden Stiele ver«
sehen ist, sich erhebt. Im obern goldenen Felde -
verlängert sich der rothe Stiel der Hacke, wel-
cher dann in jedem Felde mit einem schwarzen
Reiherbusche besteckt ist. Den Schild bedeckt
die Freiherrnkrone, auf welcher drei gekrönte
Helme, die äußersten einwärts schauend, der
mittlere inS Visir gestellt, sich erheben; aus dem
mittleren Helme erhebt sich der geharnischte
Mann des obern blauen Feldes der rechten
Schildeshälfte; aus der Krone des rechten
Helmes die drei grünen Hügel mit dem rothen
Stiele der Doppclhacke und dem Reiherbusche
der Felder 2 und 3 der linken Schildeshälfte;
aus der Krone des linken Helmes die drei
grünen Hügel mit dem nach innen gekehrten
Ochsen der Felder 1 und 4 der linken Schildes.
Hälfte. Schild halt er. Rechts ein goldener
aufrechtstehender Löwe mit rechtsgewendetem
Kopfe, aufgeschlagenem Schweife und aus«
geschlagener rother Zunge, hinter dessen Nucken
eine goldene strahlende Sonne emporsteigt;
links ein aufrechtstehender brauner Stier mit
ausgebreiteten schwarzen Flügeln, schwarz
besicdertcr Brust, mit einem menschlichen,
etwas links gewendeten Angesichte, dessen zu
beiden Seiten der gold» und rothgestreiften
Hörner abhängende Ohren jenen eines Stieres
gleichen und mit auS bunten Edelsteinen und
Perlen tropfenartig geformten Ohrringen ver<
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon