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Saner 299 Haner
1691); —
. 1692); —
^ ^ 9.
(edä. 1692); —
.." (edä. 1692, 4«.);
6t
1694) ^ölsiriä^ 12".). H. erzählt darin
von dem Heidenthume der alten Gothen,
ihrer Bekehrung zum Arianismus, der
Läuterung dieser Lehre unter Geisa und
Stephan, von den Religionsveran«
derungen des 16. Jahrhunderts und den
Schicksalen der Kirche bis 1682. Erheb-
licheres hat er in Handschrift hinterlassen,
darunter eine Fortsetzung der vorerwähn-
ten Kirchengeschichte Siebenbürgens, dann
(1717); — eine „
^^z'F2^s"/ dann mehrere polemische
Schriften in Kirchensachen, z.B. über den
damals herrschenden Pietismus, über den
Katechismus des Horbius, dann über
die Lehre Dieterich's, von der Wieder«
bringung aller Dinge, welche seiner Zeit
großes Aufsehen erregte und vieles Aerger«
niß gab, und welche ihr Urheber Diet«
rich, Pastor zu Bolgätsch, zuletzt selbst
zu widerrufen für gut fand. Noch rühm-
licher als Georg wirkte aber sein Sohn Georg Ieremias (s. d. Fol-
g enden).
Seivert (Johann), Nachrichten von Sieben-
bürgischen Gelehrten und ihren Schriften
(Preßburg 1785, Weber und Korabmsky, 8<>.)
S. 130. — Erschund Gruber. Allgemeine
Encyklopädie der Wissenschaften und Künste
I I . Section, 2. Theil, S. 139. — ^oT-cknz,!
l"Ä?6V!«^, Hlemoi'ia. HunKarorum ot pro-
vineialwlli sorixtis eäitis uotoruni (Vionnas
1776, ^.ud. Loo^S, 80.) liä. I I , 8. 73. —
Nonv6li6 V i o Fr ai> Iiis ßsusrais... MdU6o
I>Kr NN. I'irmin viäot tröi-yz sous 1a. äl-
rootion ää 2l. Is Dr. Hooler (Paris 1830,
3l. 5».) Vä. XXIII, 8^>. 291.
ßaner, Georg Ieremias (Super-
intendent der sächsischen Kirchen in
Siebenbürgen und Geschichtschreiber,
geb. in Siebenbürgen 17. April
1707, gest. 9. März 1777). Sohn des
Georg Haner ss. d. Vorigen^, wählte
die Laufbahn seines Vaters und vollendete
gleich diesem seine Bildung auf anslän-
dischen Universitäten. Nach seiner Rückkehr
in die Heimat 1730 verrichtete er Dienste
bei der Schule und Kirche zu Med wisch,
wurde 1733 Pfarrer zu Kleinschelk,
1740 Staotpfarrer zu Med wisch, 1739
Generalsyndicus und zuletzt Superinten»
dent. Die letzteren zwei Amtsführungen
sichern Haner's Namen eine ehrenvolle
Stelle in der Geschichte der siebenbür«
gischen Kirche. Als im Jahre 1772 die
große Maria Theresia der sächsischen
Nation gestattete, ihre Anliegen vor den
Thron zu bringen, wurde H. von Seite
der geistlichen Universität zum Abgeord»
neten zugleich mit dem Dechant des Her»
mannftädter Capitels, Johann Müller,
erwählt. Im Mai 1772 traten sie ihre
Neise nach Wien an. und kehrten erst im
August 1773 nach Siebenbürgen zurück,
voll Bewunderung über die huldvolle
Aufnahme, welche ihnen von Seite der
Kaiserin geworden, von deren Lob und
Preis Haner's Lippen seit dieser Zeit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon