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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 320 -
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Hannamann 320 Hannekart die Herausgabe eines böhmischen Gesang buches mit Beigabe trefflich gewählter, schöner Kirchenlieder veranstaltete. Seine Predigten, durch die er, ein übrigens trefflicher, mit einer tiefen wohlklingen» den Stimme begabter Redner, als Sonn» und Feiertagsprediger in Prag sich einen besonderen Ruf erworben, liegen als Manuscriptzum Drucke bereit, ebenso eine umfassende, größtentheils auf Original- urkunden beruhende Geschichte des Bis- thumes Königgrätz mit Rücksichtnahme auf die bischöfliche Residenz Chrast und die gleichnamige Stadt. Im Jahre 1860 wurde das von ihm gegründete Knaben- seminar „Boromäum" zu Königgrätz, größtentheils für arme Studirende, eröff« net und werden gegenwärtig darin über 70 Studirende verpflegt. Hanl zählt zu den aufgeklärtesten Kirchenfürsten der Gegenwart, seine Hirtenbriefe und Pre- digten sind der Ausdruck echter Priester» licher Weisheit, verbunden mit schonungs- losem Freimurh gegen alles Ungehörige. 56».) 26. I, s. 574. - Handschriftliche Mit- theilungen der Doctoren Ludwig Aug. F ran kl und Dr. meä. S ch m öge r. Hllnnamanll, Octavian August (Ma- gistratsrath und Rechtsgelehrter, geb. zu Wien 4762, gest. ebenda 1808). Beendete die juridischen Studien in Wien und trat dann bei dem Magistrate der Stadt Wien in Dienste. Daselbst wurde er Magistratsrath, welches Amt er bis an seinen Tod bekleidete. I n jungen Jahren versuchte er sich als Dichter und veröffentlichte ein paar dramatische Arbei» ten, als: „Nie HanZehre, Schauspiel in 5 Hutzligen" (Wien 1804, WalliShauffer, 8".); — „Nie drei Körbchen. Vustspie! in 5 ZlMgen" (ebd. 4802). Mit dem Ernst seines Berufes rückte ihm das ideale Reich der Phantasie immer ferner und H. ver- legte sich auf das wissenschaftliche Gebiet; hier war es das Strafrecht, das er bear- beitete. I n einem „Sendschreiben über die Stimmenmehrheit bei Oriimnnlnrthrilrn" (Wim 1802, 8o.) trat H. gegen die Ansichten des berühmten Sonnenfels offen auf und rief durch dasselbe die Gegenschrift Franz Griesinger's: „Berichtigung der Zweifel des Herrn Magistratsrathes von Hanna mann über die Schrift des Herrn Hofrathes von Sonnen fels über Stimmenmehrheit bei Criminal' urtheilen" (Wien 1802), hervor. Außer- dem gab H. noch heraus: „Nebn dir <örenz- linir zwischen Verbrechen und Vergehen" (Wien 1803), und das größere Werk: „Nas recht- liche Verfahren derGriminnlgerichte nbrr Verbrechen 1 dem GeZetzbnche Franz I. in vollständig llNMllrbriteten Beispielen dargestellt". 2 Thle. (Wien 1806). Seit Jahren schwer lei- dend, doch bis an sein Lebensende geistig thätig, starb er, erst 46 Jahre alt. I n seinem Nachlasse fand sich ein größeres Werk über die Strafrechtsvftege vor, welches jedoch unvollendet war. Oesterreichische Nationa l« Enl, ykloftadie, herausg. von Graffer und Czikann (Wien 1335, 8«.) Bd. I I , S. «00. - Neue Anna« len der Literatur des österreichischen Kaiser- thumes (Wien. Doll. 4«.) I I . Jahrg. (1808). Intelligenzblatt Sp. l2. — Oesterreichs Pantheon (Wien 1830. (Hhr. Adolph, ilo.) Bd. I, S.94. — Vaterländische Blätter, herauög. von I. M. Armbruster (Wien). Jahrg. 1808. S. 32. HllNllekart, Franz Sylvius Ritter von Feldmarschall-Lieutenant, Char> tograph. geb. 1787, gest. zu Baden bei Wien 19. August 1833). Stammt aus einem altadeligen Geschlechte, welches von Kaiser K ar l VI. wegen der im Militär-und und Civil'Staatsdienste erworbenen Ver» dienste den 2. Jänner 1731 in den ReichS- Ritterstand erhoben wurde, und ist der Sohn des am 23. Juni 1804 verstor-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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