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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 331 -
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Hansen 331 Hansen überredet, in Wien zu bleiben, und der Vermittelung Förster's gelang es, die Betheiligung Hansen's am Bau des Arsenales, an welchem Förster thätig war, zu erwirken. Es wurde beiden nach dem von ihnen gemeinschaftlich eingereichten Concursprojecte für das ganze Etablissement, der Bau des Waf- fenmuseumS, der großen Gewehrfabrik und der Schießstatte übertragen und Hansen baute mit Förster gemeinsam die Gewehrfabrik und die Schießstätte bis zu deren Vollendung, und das Waffenmuseum bis zum ersten Stock- werke. Zugleich wurde ihnen der Ent» wurf von Plänen für die Kanonenwerk' statte übertragen. Wahrend Förster nun in den Jahren 1830 und 1851 Reisen in Belgien, Frankreich und England machte, um die bestehenden Kanonenwerkstätten zu studiren, führte H. den Bau im Arsenale und auch dann noch allein fort, nachdem Förster von seiner Reise zurückgekehrt war. Von Hansen's anderen Bauten in Wien sind anzuführen: Der im byzantinischen Geschmacke und gelungen ausgeführte Umbau des Pfarr» und Schulgebäudes der nicht unirtm Griechen in Wien auf dem alten Fleischmarkte, welches zugleich den Eingang zur Kirche bildet (1838); die neue Fronte des Baron Sina'schen Hauses auf dem Hohemnarkte; die evan« gelische Schule (neben dem polytechnischen Institute), zu welcher H. auch den Plan entworfen hat; der evangelische Friedhof und die Capelle auf demselben im byzan» tinischen Style; die Umstaltung des Schlosses Hörnstein für Seine kaiserliche Hoheit den Erzherzog Leopold; auch hat H. im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers 1834 die Pläne für das königl. Invalidenhaus ausgeführt, welches in Lemberg erbaut werden soll. Ferner hat Baron Sina dem Architekten H< den Bau der griechischen Akademie der Wis> senschaften in Athen, welcher auf Sina 's Kostennach Hansen's Plane ausgeführt wird, übertragen und zu diesem Zwecke unternahm H. in letzter Zeit eine Reise nach Griechenland, von welcher er im April 1861 nach Paris zurückkehrte, wo sich damals eben Baron Sina befand. H. erkrankte in Paris an der egyptischen Augenkrankheit und die laut gewordene Besorgniß, daß er mit dem Verluste des Augenlichtes bedroht sei, wurde erst in letzter Zeit, in welcher tröstlichere Nachrichten über seinen Zustand einliefen, gehoben. Nach seiner Genesung kehrte H. wieder nach Wien zurück. Faust. Poligrafisch - illustrirte Zeitschrift für Kunst. Wissenschaft u. s. w. (Wien, M. Auer, gr. 4<>.) I I I . Jahrg. (1836), Nr. 4, S. 38. — Vi scher (Friedrich Theodor Dr.), Kritische Gänge. Neue Folge. (Stuttgart 1860, I . G. Cotta. 8«.) .heft 1, S. 11t. Wenn Herr V i s ch e r seinen Paneygyrii.'us auf unseren Künstler mit den Worten einleitet: „Ich traf bei Nahl (in Wien) noch Jemand, der mich an die Tage in Achen erinnerte.- Christian H an« sen, den Architekten, der mit N 0 ß und S ch au- bert das, berühmte Werk über die Nkropoliö von Athen herausgegeben hat. Jetzt wird er unö nicht die Propyläen hinaufführen zum rei. zmdcn schlanken Niketempel, zum Erechtheon, zmn Pantheon, wir werden nicht ausschauen nach dem Pentclikon, Lykobettus, Hymctuö, auf den Oelwald, auf Küsten und Meer, wie sie im purpurnen Nbendroth schimmern, nichtseine eigenen Werke an der classischen Stätte, nicht die Räume kann er uns zeigen, wofür eben jene Fresken bestimmt sind", so verwechselt er hier unsern H an sen. welcher The 0 phil heißt, mit seinem Bruder Christian, welcher in Athen lebt und uon dem das eben Gesagte gilt,' alle weiteren Hansen's künstlerische Thätig« kett anerkennenden AuLlassung'en Vischer's beziehen sich aber auf unsern Hansen) Deutsches Kunstblatt 1855, Nr. 48. — Die Künstler aller Zeiten und Völker, begonnen uon Professor Fr. Mül ler , fortges. uon Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1836. Ebner und Selcbert, gr. 5".) Bd. I I , S. 42. —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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