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Hanjv
VinäsUo. 1727) ^c>1.); 333
?o!.), dieß ist sein Hauptwerk, zu dessen
Grundlage ihm die vorzüglichsten gedruck-
ten und ungedruckten Urkunden dienten,
worin er die Zeitrechnung verbesserte;
die Fehler seiner Vorganger prüfte und
freimüthig entdeckte, und sich bei der
Erzählung der katholischen Legenden und
Wunder mehr der Wahrheit näherte, als
es eine Partei, die diesen Firlefanz der
Historie nicht antasten lassen will und die
Genossen des Glaubens, zu dem er sich
bekannte, gestatten wollte. Er wurde durch
dieses Werk in manche gelehrte Streitig«
keiten verwickelt, worauf sich die weiter
folgenden Werke beziehen:
4734, 4".); —
Antwort auf ,4".);
wider den 3. Theil der
richtete Gegenschriften;
s^ s" (edä. 1765,4".), — und
3, 4^.). Nach seinem Tode erschienen,
aber noch von ihm selbst zum Drucke
befördert: „
1782, 8".); dieser erste Theil wurde
dann in Verbindung mit dem zweiten
*) Nicht I»6ki i , wie er bei S to e ger genannt
wird. nochmals gedruckt (Nürnberg 1793, 8".).
I n Westenrieder's „Beitragen zur
vaterländischen Historie" erschien nach
seinem Tode gedruckt: 3>/as
« (Lä. II) 8. 30). Auch ist er
der Verfasser der unter dem Pseudonym
Modestus Taub eng al l herausge»
gebenen Schrift:
1722, 8".). In seinem handschriftlichen
Nachlasse, der sich nach Stoeger in
13 Foliobanden in der Wiener Hof-
bibliothek aufbewahrt befinden soll, sind
Bearbeitungen mehrerer anderer Bis»
thürner als Fortsetzung seiner Hs!,'M2.li!a.
saoi-k enthalten und zwar der Bisthümer
Trier, Neustadt, ferner Collectaneen zu
den Bisthümern Gratz, Gurk, Wien;
Supplemente zu jenen von Passau, Salz«
bürg, Regensburg. Urkunden und Nach-
richten über das Cifterzienserkloster der
h. Dreifaltigkeit zu Neustadt in Oester»
reich u. dgl. m. Als Geschichtschreiber
vereiniget H. in sich die wesentlichsten
Eigenschaften eines solchen, er besitzt
Forschungsgeist und die Gabe, klar
und fesselnd zu erzählen: er verbin-
det mit gesunder Kritik Wahrheitsliebe
und gediegene Kenntniß der Geschichte
und Culturzustande der Vergangenheit.
Stol le in seinen Anmerkungen zu H 0 u-
manns: OouLPtzotuL Reiprcki. 1itt6rZ.i-.
. 673, bemerkt nur: „daß H. parteiisch
sei wird man sich nicht wundern. Sonst
schreibt er gelehrt und zierlich, weiset auch
großen Fleiß."
Carinthia (Klagenfurter Unterhalt. Blatt),
herausg. von Simon Martin May er, Jahrg.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon