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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 374 -
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Seite - 374 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7

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374 Zarrach 2 Väo. (La Va7o i?20, 12»., auch t?3ä, 12«.). — Arneth (Alfred), Prinz Eugen von Savoyen. Nach den handschriftlichen Quellen der kaiserlichen Archive (Wien 1838. Zamarski, gr. 8«.) Bd. I , S. 2«1, 202, 293, 343. — Ersch und Grub er, Allgemeine Encyklopä- die der Wissenschaften und Künste (Leipzig, Brockhaus). I I . Section. 2. Bd. S. 352. — Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1730. Thom. Fritschens Erben. Fol.) Bd. I I , S. 736. — Ncmvslis VioFraxkis Fsnvi-aie. .. xu.- bliöe 20U21a ÄirsQtion 6o ^1. 1s Dr. Ho L tor (?ai-i8 18S0, 8«,) ILä. XXIII, 8^.443. — Wiß- grill (Franz Karl), am bez. Orte, IV, 165.) — 7. Ferdinand Vonaventura (II.) Graf lsiche den besond. Artikrl S. 377). — 8. Fer- dinand Johann Nepomuk Graf ss. d. bes. Art. S. 378). — 9. Ferdinand Joseph Graf (geb. 17. März 1763. gest. 5. December 1841), der Vater der Gräsin Auguste, nach' mallgen Fürstin von Liegnitz und Gräfin von Hohenzollern lsiehe: Auguste, S. 372, Nr.3). 80N3 lg. äirsotiou. äs 21. Is Dr. 2osker (?ari3, Diäot, 8".) lom. XXIII, p. 444.^ — 10. Franz Albrecht, Staatsmann (gest. zu Wien 14. Mai 1666). Der jüngste Sohn des Grafen Karl (I.) aus dessen Ehe mit Maria Elisabeth Freiin von Schrat' tenbach und Bruder des Cardinals und Erz« bischofs Ernst Albre cht ss. d. S. 372, Nr. 5). Er bekleidete mehrere diplomatische Posten, so unterhandelte er 1643 am bayerischen Hofe. daß ChurfürstM ax im il i a nHilfstruppen gegen die Schweden in die kais. Erblande absende; 1663 ging er als außerordentlicher Botschafter nach Frankreich und 1665 nach Spanien, wo er die Verhandlungen wegen Vermälung der Infantin Margaretha Theresia mit Kaiser Leo- pold I. führte. Bei dieser Gelegenheit erhielt er auch den Orden des goldenen Vließes. Franz Albrecht war mit Anna Vagbalena Freiin von Iörger vermalt, starb aber ohne Nachkommen hinterlassen zu haben. — 11. Franz Anton Graf (Erzbischof von Salz- burg, geb. 4. October 1663, gest. 18. Juli 1727), ein Sproß der jüngeren Linie und zweiter Sohn des Grafen Ferdinand Bona- oentura (I.) h'. d. Nr. 6) auö dessen Ehe mit Johanna Theresia Grasin von Lamberg. Trat in den geistlichen Stand, studirte in Rom Theologie und Kirchenrecht, wurde 1673, rrst 18 Jahre alt, Domizcllar und bald darauf Domherr zu Passau und Salzburg. Mö sein älterer Vruder Karl in den Laufgräben vor Ofen den Tod der Ehre fand, wollte der Vater, daß Franz Anton den geistlichen Stand verlasse und in das ihm zugefallene Recht der Erstgeburt eintrete. Franz Anton beharrte jedoch auf seiner ursprünglichen Wahl. 1691 wurde er Domherr zu Passau. 1702 ernannte ihn Kaiser Leopold I. zum Bischof von Wien; 1703 erwählte ihn das salzburgische Domcapitel zum erzbischöflichen Coadjutor und 1709 folgte er seinem Vorgänger Johann Ernst Grafen von Thun als wirklicher Erz- bischof, regierender Fürst von Salzburg und Primas von Deutschland. 18 Jahre regierte er das Land, geliebt von seinem Volke, dem er ein guter Regent und ein Vater der Armen war. Der Aufrechthaltung einer unparteiischen und regelmäßigen Iustizpflege widmete er seine ganze Sorgfalt, gegen die Protestanten bewies er eine echt evangelische Duldsamkeit. In die Zeit seiner Regentschaft fällt aber ein Ereigniß, wodurch das Ansehen des Erzbisthumes Salz- burg eine gewaltige Schmälerung erlitt. Kaiser K a r l V I . verlangte (1720) von Papst Clemens IX., daß das Wiener Bisthum in ein Erzbisthum verwandelt werde, was am 6. März 1721 auch erfolgte, worauf noch die Unterordnung des Bisthumes Wiener Neu» stadt unter das neugeschaffene Erzbisthum stattfand. Gegen diese dem salzburgischen Erzbisthume widerfahrene Entziehung zweier Suffragan-Bisthümer that zwar F r a n z Anton ernste Einsprache, aber es half nichts, es blieb bri der Anordnung, und Macht und Ansehen des SalZburger Erzbisihumes wurden dadurch wesentlich geschmälert. F ranzAnton starb, nachdem er 48 Jahre regiert, im Alter von 62 Jahren. Der ihm gemachte Vorwurf von außerordentlicher Prachtliebe entbehrt allen Grundes, da während seiner 48jährigen Regie- rung außer den üblichen Steuern kcine anderen ausgeschrieben wurden, was sich bei der angc« schuldigten außerordentlichen Pracht wohl anders verhielte. ^Neue Chronik von Salz« bürg. Von Dr. Judas Thaddäus Zaun er, fortgesetzt von Corbinian Gärtner (Salz» bürg 1818, Mayr'sche Buchhandlung). Theil 3, S. 324-620. — Mayr(Coelestin), Wunsch des Gerechten,, in einer Trauerrede zu Ehren des Erzbischofö von Salzburg F. A. v. H ar» räch (Salzburg 1827, Fol.). — Nealiö, Curiositäten- und Memvrabilien-Lerikon von Wien. Herausg. von Anton Kohler (Wien 1«46. gr. 8«.) Bd. I I , S. 3.^ — 12. Franz Aaver Graf s^iehe den besonderen Artikel 3. 379^. — 13. Friedrich August Gervas
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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