Seite - 406 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
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bildete, das Referat desselben. Ein
unvergängliches Andenken erwarb er sich
aber mit dem durch seine Idee und den
Beitritt mehrerer Patrioten zur Erinne-
rung an die glorreichen Jahre 1813
und 1814 in's Leben gerufenen wohl-
thätigen Verein zur Unterstützung ösierr.
kais. Invaliden, der in kurzer Zeit über
ein Stiftungscapital von mehr als
1 Million und 300.000 Gulden zu
verfügen hatte. Solche Verdienste blieben
nicht ungewürdigt. Schon 1803 ernann»
ten ihn der Kaiser zum Regierungsrathe,
die Stände von Steiermark und Kärnlhen
zum Landstande beider Herzogthümer,
und als Kaiser Franz im Jahre 1809
den Leopold-Orden stiftete, verlieh er ihm
aus Höchsteigenem Antriebe das Ritter-
kreuz des Ordens und 1813 den Titel
eines kais. Hofrathes.
Dcr Wanderer (Wiener Blatt. 4«.) 1822.
Nr. 20?: „Nekrolog", von Ebersberg. —
Ebcrsberg ( I . S.), Erzählungen für meine
Töhne (Wien 1833. kl. ti«.) Bdchn. VI , S. 57.
— Derselbe, Ter Studierende auf gutem Wege
zum Ziel (Wien 1833. Ghelen'sche Erben,
kl. 8«.) S. 183. — Majestatsgesuch der
Bürger Wiens vom 24. November 17!)8. —
Adelstands« Dip lom vom 11. Jänner
1799. — Wappen. Mn aufrcchtstchendcr
Tchild. Das rothe Feld desselben ist ganz mit
einem silbernen, in den vier Winkeln von natür-
lichen in's Visir gestellten Luchsenköpfen beglei-
teten Kreuze belegt. Auf dem Tchilde ruht ein
rechtsgekchrtcr gekrönter Turnierhclm, aus dessen
Krone ein natürlicher rechtsgekehrter vorwärts
sehender Luchs sich erhebt, der in dcr vorgehal»
tenen rechten Pranke ein entblößtes Schwert
mit goldenem Gefäße zum Hiebe ausholt.
Hartlllien, Conrad Adolph (Ver-
lagsbuchhändler, geb. zu Mainz
26. August 1778). Der jüngere Sohn
des Franz Joseph H. und Bruder
des Theodor Conrad H. s^iehe über
Beide Näheres in den Quellens. C o n»
rad Adolph trat 1793, 13 Jahre alt,
in das
churmainzische Regiment als Cadet ein und wohnte der fast ein Jahr dauernden
Blockade und allen Kriegsereigniffen des
Jahres 1793 bei. 1794 trat er aus chur»
mainzischen Diensten, begab sich 1793
mit seinem Vater nach Wien, wo er sich
den Studien widmete und 1797, als das
allgemeine Aufgebot berufen wurde, diesel-
ben wieder verließ, um in die Universitäts«
Brigade einzutreten, in welcher er von
dem Marschall, Prinzen vonWürttemberg,
zum Ofsicier befördert wurde. Schon im
folgenden Jahre bestimmten ihn Familien-
verhältniffe, den Kriegsdienst wieder zu
verlassen und sich mit literarischen Unter»
nehmungen zu beschäftigen. 1801 begann
er die Herausgabe der „Malerischen Mr-
Ztcllnngen aus OeZterreich", das erste Werk
dieser Art, das viele ähnliche Unterneh.
mungen zur Folge hatte. Im Jahre
1302 erkaufte H< die Buchhandlung des
Sigmund von Ivanics in Ofen und
am 1A December 1803 erhielt er die
Bewilligung zur Errichtung einer Buch-
Handlung in Pesth, welche er im folgen-
den Jahre eröffnete. Nun begründete H.
alsbald ein Verlagsgeschäft, welches durch
die Gediegenheit der Werke, ihre Menge
und Schönheit der Ausstattung, sich zu
einer Bedeutenheit aufschwang, die ihm
eine Stelle in der Reihe der ersten und
solidesten deutschen Verlagsbuchhänd«
ler in der Gegenwart einräumt und in
Oesterreich seinen Namen der an den
Fingern abzuzählenden kleinen Zahl der-
jenigen anreiht, welche die Ehre des
deutschen Buchhandels im Kaiserstaate
aufrecht zu erhalten geholfen haben. H.
begründete auch eine Verlags.Erpedition
in Leipzig und zeichnet seine Werke mit
der Firma: „C. A. Hartleben's Verlags-
Expedition in Pesth, Wien und Leipzig".
Was H.'s Verlag betrifft, kann hier in
Anbetracht der Stärke desselben nur
einiger besonders durch die Schönheit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon