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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 168 -
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Hebbel 468 Wochen am Hofe des kunstsinnigen Mäcens des Großherzogs Kar l Alexan- der von Sachsen-Weimar-Eisenach auf, der dem Dichter die durch Prel ler 's Tod erledigte Stelle eines Ober-Hof- bibliothekars an der großherzoglichen Bibliothek in Weimar und seiner Frau eine Stelle an der dortigen Hofbühne anbot. Hebbet, der sich längere Bedenk« zeit erbat, entschloß sich zuletzt, in Wien zu bleiben, da das Gesuch seiner Frau um Entlassung aus dem Verbände des Wiener Burgtheaters abschlagig be- schieden, hingegen der Künstlerin ihre bisherigen Bezüge in angemessener Weise erhöht wurden. Ueber seinen letzten Be- such in Berlin (November 1861) berichtet Näheres noch die „Weser-Zeitung", die Wiener „Presse" (Nr. 321 im Abend« blatte). Hebbel's letzte That ist sein Gedicht: „An Seine MchZtiit König Wilhelm I. nun Prrnssen" bei Gelegenheit seiner Krö- nung in Königsberg, welches die (Leipziger) „Illustrirte Zeitung" 4861, Nr. 933, mit» theilte. Die öffentliche Meinung über dieses Poem hat sich verschieden, ein Theil mit Entrüstung, dagegen ausgesprochen. Gin zu wenig gekannter österreichischer Poet, Dr. Moriz Rappaport , ausübender Arzt in Lemberg, hatHebbelin würdiger Weise geantwortet und ihm namentlich den Ausdruck „Bedimtenvölker" , den Hebbel unberechtigt auf die Böhmen und die von ihm selbst früher gefeierten Polen angewendet, vorgehalten. Rappaport 's Gedicht brachten die „Oesterreichische Zeitung" 4861, Nr. 283. unter der Rubrik „Eingesendet" (!!!) und nach dieser die „Wiener Mittheilungen" von Dr. Letteris 1861, Nr. 22. Ueber Hebbel's äußere Erscheinung, über seine Stellung in der deutschen Literatur ver» gleiche das Nähere unten, wo auch eine chronologische Aufzählung semer Schuf» ten mitgetheilt wird. Der König von Bayern hat den Dichter mit dem Maxi» milian ° Orden , der Großherzog von Weimar mit dem vom weißen Falken ausgezeichnet. l. Sebdel's Werke in chranawgischer Folge. Judith. Eine Tragödie in fünf Acten (Ham- burg 1841, Hoffmann u. Campe, 8«.). Mergl. Grenzboten 1847. Bd. I I , S. 505; — Bör> senhalle. Deutsches Literaturblatt (in Ham- burg) 4841. Nr. 40 u. 41.) — Gedichte (Hamburg 1842, Hoffmann und Campe, 8".). lVeral. Allgem. Theater-Zeitung «846, Nr. 83: „Hebbel als Lyriker". Skizze von Sigmund Engländer; — Telegraph für Deutschland, 1842. Nr. 139; — Literaturblatt. Beilage zu den Sonntagsblättern 1843, Nr. 3. Von Ferd. Kürnberger.) — Mein Wort über das Drama! Eine Erwiderung an Professor Heiberg in Copenhagen (Hamburg 1843, Hoff- mann und Campe, gr. 8".). — Genoveva. Tragödie in fünf Actm (Hamburg 1843, Hossmann und Campe, 8".). sVergl. Grenz« boten 1847, Bd. I I , S. 504 u. 506; — Tele, graph für Deutschland 1842, Nr. 203 u. 204; — Wiener allgemeine Theater.Zeitung 1834, Nr. 19—21. Wahrend sich alle Stimmen gegen diese Dichtung Hebbel's entschieden ausspra- chen, stieß der alte Faun Saphi r in die Lärmtrompete, nannte sie vollendet und tadelte die tadellose Darstellung.) — Mar ia Mag ' dalene. Ein bürgerliches Trauerspiel in drei Acten. Nebst einem Vorwort, betreffend das Verhältniß der dramatischen Kunst zur Zeit und verwandte Puncte (Hamburg 1844, Hoffmann und Campe, 8«.). ^Vergl. Blätter für literar. Unterhaltung 1843, S> 11N; — Grenzboten 1847, Bd. I I , S. 505; — Hamburger litera- rische und kritische Blätter 1847. Nr. 71; — Frankl'S Sonntagsblätter 1848, S. 337. Von Kürnberger.) — Der Diamant. Eine Komödie in fünf Acten (Hamburg 1847, Hossmann und Campe, 13".). ^Vergl. Blätter für literar. Unterhaltung 1838, S. 908; — Grenzboten 1847. Bd. I I , S. 309; — Ham- burger literarische und kritische Blätter 1847, Nr. 60, 61, 63.) — Neue Gedichte (Leipzig 1848, Weber, mit H.'s Portr. in Stahlst.. 8».). — Schnock. Gin niederländisches Gemälde (Leipzig 1850, Weber. Mit eingedruckten Holz- schnitten, 16«.). Mrg l . Blätter für literarische Unterhaltung 1850, S. 447; — Europa, von Gust. Kühne 1850, Nr. 10.) — Herodes
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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