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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 170 -
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Hebbel Hebbel Dieselben 1843, Literaturblatt, Nr. 3.- „Fried- rich Hebbel als Lyriker", von Ferdinand Kürnb erger. — Gallerie denkwürdiger Persönlichkeiten der Gegenwart. Nach Origi- nalzeichnungen , Gemälden, Statuen und Medaillen (Leipzig. I . I . Weber. Fol.) Sp. 5l und Tafel l.V sein Porträt. — (Leipziger) Illustrirte Zeitung (Fol.) l848. in einer der Märznummern, Biographie mit Hebbel's Porträt, trefflich aber wenig ähn> lich in Holz geschnitten von A. Kcehschmar. — Illustrirtes Haus» und Familienbuch (Wien, 3. C. Zamarski und C. Dittmarsch. 4".) Redig, von Braun von Braunthal, 1861. Heft 9, S.97: „Friedrich Hebbel. Eine Studie". ^Das im Holzschnitte ausgeführte Porträt Hebbe l's, welches an der Spitze dieser Studie steht, ist mehr der Kopf eines Proletariers aus Moabit in Berlin, als der schöne geistvolle unseres Dichters; der Einreihung meines Namens unter Heb« bel's Gegner widerspreche ich; ich bin nicht Hebbel's, sondern seiner ästhetischen Verir- rungen Gegner; auch befremdet es. unter der Cohorte der Ghibellinen, wie der Autor Heb» bel's Freunde nennt, die Namen Derjenigen zu finden, die eben gegen Hebbel's Verirrun- gen entschieden aufgetreten, wie Hettner, Henneberger, Rüge u. in. A. Der unge- nannte Verfasser dieser mit aller Pietät für H. geschriebenen Studie ist Adolph Foglär.) — Meyer (I.). Das große Converfations'Lexi- kon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, bibliogr. Institut, gr. 8«.) Bd. XV, S. l35 skleiner Artikel nüt der irrigen Angabe, daß sich H. mit der Jenny Lutzer verheirathet habe); I I I . Suppl. Bd. S. 1239 Ausführ- licher biographisch^ kritischer Original-Artikels — MännerderZeit . Biographisches Leri< kon der Gegenwart (Leipzig 1860, Carl B. Lorck. 4«.) Erste Serie, Sp. 434 snach diesem geb. 18. März 1613). — Westermann's Jahrbuch der illustrirten deutschen Monatshefte (Braunschweig 1860. Lex. 8".) Bd. V I I I , S. 312—321. ^Auf S. 314Hebbel'ö Porträt im Holzschnitt; das beste und ähnlichste, was von Hebbel bisher vorhanden ist; nach dieser Lebensskizze ist H. am 18. März 1815 geboren. Was aber die Biographie betrifft, so dürfte gegen eine Stelle in derselben von allen Dichtern und Schriftstellern Wiens entschieden Protest erhoben werden. Diese Stelle lautet: „Nur Wenige, und zwar bloß die mit dem neuesten Gange der Li teratur innig Vertrauten, wußten damals in Wien, wasHebbel sei und bedeute; ja wäre es den meisten Wiener Poeten, den „vaterläno ischen Dichtern", wie man an der Donau gern sagt, gleich be> kanntgewesen, welch' einVogeldort zu bauen anfange, sie würden densel- ben dann wahrscheinlich schon im Zusammentragen der Halme und Flocken so sehr gestört haben, wie sie später seinen Gesang durch ihr Ge» räusch zu übertäuben sich bestrebten." Diese Worte eines anonymen literarischen Strolches werden am besten durch die Thatsache widerlegt, daß Hebb el's unbedingte Lobhudler meistens in Wien ansäßig gewesen oder doch längere Zeit dort gelebt, wir nennen nur Bruyck, Saphir :c.. währmd jene Kritiker Heb bel's, welche seinen Genius anerkann- ten, aber für seine ästhetischen Irrthümer sich nicht zu begeistern verstanden, und ihn also mit Entschiedenheit tadelten, wie Gervinus, Rosenkranz, Hettner, Henneberger, Rüge. Minckwitz, Julian Schmidt u. v. A., dem heiligen römischen Reiche ange- hören. Ferner wie wenig sich H. durch das Geräusch dieser „vaterländischen Dichter" stören lassen, beweist die Reihe von Dichtungen, welche er in dieser Periode (1846—1861) eben in Wien oder doch in Oesterreich geschaffen — und was soll's denn mit diesem, vielleicht ein Schimpf sein sollenden „uaterländischen Dich« ter"? Gehören nicht Grillparzer, Halm, Lenau, Grün, Zedlitz, Seidl, Frankl, Paoli dazu?) lll. Sebbel's Porträte, Handschrift und äußere Erscheinung. Außer den bereits angeführten Holzschnitten in der Illustrirten Zeitung und inWesterma nn's Illustrirten Monatsheften: l) Stahlstich von C. Geyer (Leipzig, Baum- gartner, 4<>.) ^nüt Facsimile der Unterschrift, gar nicht ähnlich^. — 2) Gemalt von Karl Rahl, geschabt von Christian Mayer in Wien (Beilage zu M. Auer's Zeitschrift „Faust", 40.. Wien) l"ach dem Bilde in Westermann' S Illustrirten Monatsheften das ähnlichste). — 3) Gest. von Sichl ina (Leipzig, I . I . Weber. 8".). — 4) Stahlstich von Rahl (Würzburg, Stahel'sche Buchhand- lung, 16".). — Die Europa, redig, von Gustav Kühne (Leipzig, schm. 4«.) 1353. S. 696, enthält ein Caricaturporträt H.'s von Herbert K(önig). N der „Gallerie der Zeit- genossen" Nr. 13. Hebbel sitzt in einem aus Menschenknochen zusammengefügten Lehnstuhl, die Linke an die Stirn gelegt, die Rechte auf einem großen Blatte Papier schreibend, worauf die Worte stehen: irasoVäia inkoi-ualis. Neben
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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