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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 172 -
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Seite - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8

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Hekbel 172 Heöbel ganze Aufsatz war auch in dem zu Lodi heraus« gegebenen Journal: „1^'H.t>äua.no" 1833, Nr. 24, 25, 26, und 1856, Nr. 30, 32, 83, 35, 36, 37, 39. 40, 4l, 42, 46 abgedruckt.) — Frank' furter Konuersationäblatt 1848, Nr. 243—245: „Friedrich Hebbel. Eine kritische Perspective von Karl Ohly". — Gottschall (Nudolph), Die deutsche Nationallitcratur in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Literarhistorisch und kritisch dargestellt (Breslau 1833, Tcewendt. gr.8".) Bd. I I , S. 332,348— 364 und 436. — Magazin für die Literatur des Auslandes, herausg. von I . Lehm ann (Berlin, kl. Fol.) 1847, Nr. 131, S. 522: „Friedrich Hebbel und die französische Kritik". ^Uebersrtzung eines Urtheiles über Hebbel aus der „Re^us luä^suäsuts".^ — Minck- Witz (Johannes), Der illustrirte neuhoch« deutsche Parnaß (Leipzig 1860, Arnold, 8".) S. 3l>8. — Der Salon. Wochenschrift, red. von Ioh. Nordmann (Wien. gr.8<>.) I I . Jahrg. (1854), Bd. 3, S. 26 u. 61: „Grillparzer, Grabbe, Hebbel", von Alex. Gigl. — Grenz» boten (Leipzig. Herbig, Lex. 8".) 184?, Bd. I I , S.301—513: „Friedrich Hebbel", von I(ulian) S(ch mid t). ^Der bekannte literaturhistorische Frrund und Gönner Gust. Freitag's schreibt, indem er Hebb el's Judith, Genouefa, Maria Magdalena und Diamant einer eingehenden Besprechung unterzieht, und die Bedeutung, welche die Kritik dem Dichter Hebbel Zuge« steht, anerkennt: „nie Kritik hat darin jetzt ihre Schuldigkeit gethan; die Bedeutung Hebbel's, seine groß gedachte Charakteristik im Gegensatz gegen die markloscn Phantasie« gestalten seiner meisten Nebenbuhler ist hin- reichend gewürdigt, und ich darf es jetzt uor meinem Gewissen verantworten, wenn ich dem Dichter zurufe.- Du bist auf einem Abwege, von dem man noch nicht gewiß weiß, wohin er führen kann . . . . Hebbel steht, wie es scheint, auf dem Scheidewege in einer höchst gefähr- lichen Stellung. Wenn er den bösen Dämon in seinem Innern, diese dunkle Macht, die ihn selber treibt, wie seine Helden, überwindet, so wird er aus der Hand des Volkes den Kranz empfangen, den jetzt sein überreiztes Gefühl vergebens an sich zu reißen sucht. Nur die gemäßigte gesetzlich gebändigte Kraft bleibt Kraft. Der zügellose Ungestüm führt zur Ohn« macht. Z inols ruit L iäoni Schmidt (Julian), Geschichte der deutschen Literatur im neunzehnten Jahrhundert (Leipzig. London, Paris 1855, Herbig, 8".) Zweite durchaus umgearbeitete vermehrte Auflage, Bd. I I I , S. 170—212. — Wiener Zeitung 1858, Nr. 77—79; — und 1861, Nr. 86 und 87: „Hedbel über Friedrich Bodenstedt's „Shakespeare und seine Zeitgenossen". ^Dieser ausführlichen Besprechung aus Hebbel's Feder geschieht hier vornehmlich deßhalb Erwäh- nung, weil der zweite Artikel wesentlich pole» mischer Natur ist und darin der Münchener Professor in ganz entschiedener Manier abgefer- tigt wird. Die Kritikm Hebbel's bilden einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Charakteristik und zum Verständniß seines Ich's. Er liebt die Kraftausdrücke in fast Angst und Schrecken erregender Weise; so sagt er einmal bei Besprechung des Holtei 'schen Romans: „Die Vagabunden": „Der ganze Bettel der söge» nannten socialen Novellistik wird von diesem Holtei'schen Werke ausgewogen". Es möge mit dieser kritischen, von Hebbel über die deutsche Romantik verhängten Verurtheilung uor der Hand genug sein, obwohl es dem Heraus- geber an mehreren dergleichen AuSsprüchen des Dichters der „Magellona" nicht fehlt.) IV. b) Urtheile und Charakteristiken Heliliel's. Wenn man die Urtheile eines Julian Schmidt, Arnold Rüge, K. Rosenkranz, H ettner. Henncberger u. A. über Hebbel liest, so möchte man verleitet sein, an die wic uerab» redete kritische Verfolgung des Dichters zu glauben; aber die angeführten Namen bürgen uns dafür, daß dem nicht so ist. I n diesen Urtheilen liegt keine Gehässigkeit, wie beispiels« weise die „Kölnische Zeitung" solche offenbarte, als sie anläßlich einer Mittheilung, daß in Grcch eine Gesellschaft von Dilettanten sich gebildet, welche Schauspiele im Irrenhause uor Narren aufführt, die malitiöse Bemerkung beifügte: „daß sie die Stücke von Hebbel dieser Vühne besonders zur Aufführung empfehle". In den Urtheilen der obm genannten Männer, welche mit aller ihrer kritischen Subjektivität doch zu den besten des deutschen Volkes zahlen, in allrn diesen Urtheilen, wie verschieden sie lauten, klingt ein und dieselbe Klage über die Verirrung eines großen dichterischen Genius. Der Herausgeber dieses Lerikons hat nach gegentheiligen Ansichten gesucht, aber — wollte er nicht die Uebertreibungen E. Kuh's her« setzen — keine gefunden. Zum richtigen Ver- ständniß des Hebbel'schm Genius erscheint es also nothwendig, die wichtigsten Aussprüche
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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