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Heber l 83 Hechenöerger
den, auch über die Geschichte der alten
Geschlechter, deren Eigenthum sie gewesen,
Nachricht gegeben. Das Werk behauptet
seinen Werth noch in der Gegenwart
und wird ihn behaupten, wenn auch das
durch seine Ausführung ausgezeichnete
Werk: „Alterthümer und Denkwürdig-
keiten Böhmens, mit Zeichnungen von
Joseph Hell ich und Wilhelm Kand-
le r , beschrieben von Ferdinand B.
Mikowec" (Prag 1860. Kober und
Marggraf, gr. 4".), wovon der erste
Band in einer deutschen und öechischen
Ausgabe fertig vorliegt und der zweite
im Erscheinen begriffen ist, vollendet sein
wird. Dieses Letztere beschreibt nur neben-
bei die Schlösser, und richtet sein Haupt-
augenmerk auf Kirchen und archäologische
Merkwürdigkeiten.
KitteT-Höe?'?, Kaxosui Liovuiöok (?raF 1850,
i2<>.) 8.«l7. — Meyer (I.). Das große Con.
versationö-Lexikon für die gebildeten Stände
(Hildburghcmscn, Bibliugr. Institut, gr. 8".)
Suppl. Vd. I I I , S. 1342.
Heberger, (Maler, geb. zu
Dorenz bei Imst in Tirol, lebte im
18. Jahrhundert und starb zu Ende des»
selben in Wien). Er war ein Schüler
hes berühmten Paul Zei ler aus Neute,
der mehrere schöne Arbeiten in seinem
Vaterlande hinterlassen hatte. Später
begab sich H. nach Rom, wo er sich weiter
für seine Kunst ausbildete, und von da
nach Wien, wo er in eine tiefe Melan«
cholie verfiel und daselbst in den besten
Jahren im allgemeinen Krankenhause
starb. Was sich von seinen Arbeiten,
denen Lipowsky einen hohen Styl und
starkes meisterhaftes Colorit nachrühmt,
erhalten hat, ist nicht bekannt. ImZei»
ler'schen Hause in Reute befanden sich
noch vor einigen Jahren zwei Oelbilder
H.'s, ein „Porträt", und ein „H. ZnlaninZ
van Plldnll".
Tirolisches Künstler-Lexikon (Innsbruck l830, Felician Nauch, 8°.) S. 8tt. —
Nag ler (G. K.), Neues allgemeines Künst-
ler-Lexikon (München. E. A. Fleischmann,
gr. 80.) Bd. VI, S. 25 »nnt ihn irrthümlich
Heberberg er^.
Heberstein, Johann. Unter diesem
Namen führt I . G. Meusel in seinem
„Lexikon der vom Jahre 1730 bis 1800
verstorbenen teutschen Schriftsteller",
Bd. V, S. 381, irrthi'lmlich den Jesuiten
Johann aus dem Hause der Grafen von
Herberstein auf; stehe diesen: „Her«
vorragende Glieder des Grafengeschlech.
tes Herberstein". Nr. 28.
Hechmberger, Wolfgang (Vota.
niker und Dechant zu Straßwalchen,
geb. zu Iochberg im Salzburgischm
8. Februar 1770, Todesjahr unbekannt).
Studirte die Theologie und wurde nach
beendeten Studien Caplan des Fürst-
bischofs von Chiemsee. Neben seinem
Berufe betrieb er steißig das Studium
der Botanik und machte oft Ausflüge in
Salzburgs Umgebungen. Auf denselben
sammelte er alle heimischen Giftpflanzen,
legte sie kunstmäßig ein und veranstaltete
die Herausgabe eines instruktiven Herbars
salzburgischer Giftpflanzen zum Behufe der
Schullehrer bei dem Unterrichte der Jugend
in der Erkenntniß giftiger Gewächse. Dieses
gemeinnützige Werk erschien unter dem
Titel: „Znlzbnrgiüche GittpüanM Ml Gebrauch
üu Irhnlen nnb znr Nelchrnng tnr Jedermann;
nntnrlich getrocknete Ptlcm;rn in Dr. Huupe'ö
Manier" (mit beigedr. Text, 4 Hefte, a
6 getrockn. Exempl.) (Salzburg 1804—
1806, Fol.). Der Tert in deutscher Sprache
enthält Beschreibung der Gewächse zu
ihrer leichteren Erkenntniß, Angabe ihrer
Blüthezeit, Standorte, schädlichen Wir-
kungen u. s. w. Auch machte sich H. als
gründlicher Kenner der Salices bekannt.
Sonst erschien von ihm nur noch eine
Gelegenheitsrede im Drucke, betitelt:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon