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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 186 -
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Seite - 186 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8

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Deckel 186 vor Allem aber durch die Genauigkeit in der Beschreibung. die Aufmerksamkeit der Ichthyologen auf sich lenkte. 1833 wurde H. zweiter Aufseher, Conservator und Präparator am Hof-Naturaliencabi- nete und erhielt die Aufsicht der seit 1817 von Fitzinger besorgten ichthyologischen Sammlung. Im Jahre 1836 wurde er zum ersten Aufseher befördert und im folgenden Jahre trat er mit seinem ersten größeren Werke: „Die Fische aus Kaschmir" auf, womit er seinen Ruf als Systematiker begründete; spater, wie dieß bei seinen Werken naher berichtet wird. arbeitete er es um. Im Anhange der ersten Ausgabe gibt H. auch die Beschreibung und Abbildung zweier von ihm höchst sinnreich construirter Instru- mente zur Messung und genauen Bestim- mung des Fischprofils, sowie der Lage und verhältnißmäßigen Größe aller Außen- theile der Fische, durch welche Vorrich» tung ein ganz ungeübter Zeichner im Stande ist, naturgetreue Abbildungen von Fischen auszuführen. Seine Beobach- tungen und Erfahrungen in der Präpa- ration der Fische zum Zwecke ihrer Auf- stellung in Sammlungen veröffentlichte er in einer besonderen Anweisung, welche sich als höchst nützlich erwies, da er nun aus fernen Gegenden wohlpraparirte und gut verpackte Exemplare für die kais. Sammlung erhielt. Im Jahre 1840 unternahm er mit Dr. Rudolph Kner, der unter H.'s Zeitung sich in der Ichthyologie ausgebildet, eine Reise nach Dalrnatien, um die kais. Sammlung der Meeres» und Süßwasserfische, wie auch der Vögel zu ergänzen. Nach seiner Rück. kehr bearbeitete er die von Rußegger und Kotschy von ihrer Reise in Afrika und Westasien mitgebrachten Fische, bei welcher Gelegenheit er eine neue Classi- sication und Charakteristik der Cyprinen, denen H. in seinen wissenschaftlichen For- schungen mit besonderer Liebe sich zuwen- dete, ausführte; diese, wie auch seine Be- schreibung der Fische Syriens, befinden sich bei Rußegger's Reisewerke; durch Auffindung mehrerer bisher unberücksich» tigt gebliebener Merkmale erweckte sie die Aufmerksamkeit der Ichthyologen. Durch diese Arbeiten trat H. in Verbindung mit den Koryphäen seines Faches und mit Mannern, wie Prinz Charles Bona« parte, Johannes Mül ler , Valen- ciennes n. A., welche in zweifelhaften Fällen nicht selten den von ihm ausgespro- chenen Ansichten beitraten. Nun richtete H. sein Augenmerk auf die bisher steißig gesammelten aber wenig gewürdigten fossilen Fische, und schon 1844 trat er mit seiner Abhandlung über die fossilen Fische des Libanon auf, welcher, einige Jahre später, 1830, jene über die fossilen Fische Oesterreichs folgte, in welch' beiden sich der Meister des Faches beurkundete. Im Sommer 1830 unternahm er eine wissen« schaftliche Reise nach Oberösterreich. Salz- burg, München, wo er die dortige Petre- factensammlung studirte, dann nach Tirol, Oberitalien, und zwar über Verona, wo er die berühmte Lagerstätte vorweltlicher Fische, den Monte Bolca, durchforschte, nach Venedig und Trieft, und das Ergeb- niß seiner Reise veröffentlichte er theils in einem besonderen Reiseberichte, theils in mehreren Abhandlungen, welche den Sitzungsberichten der math. naturw. Classe der kais. Akademie als Anhänge s^iehe weiter unten Heckel 's Werkes beigegeben sind. Bei der 1831 vorgenommenen Reorganisirung der k. k. Hof-Naturalien- cabinete wurde H. zweiter Custos-Adjunct und erhielt nebst der ichthyologischen auch noch die ornythologische Sammlung in seine Oberaufsicht. Im Jahre 1832 hielt H. am Naturaliencabinete außerordent«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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