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Seckhel 490 Zedwig
hörte daselbst die Philosophie. Nun lehrt,
er zu Laibach drei Jahre in den Gram
matikal. und zu Zeoben ein Jahr in dei
Humanitatsclaffen. Zu Gratz beendet,
er alsdann die theologischen Studien
worauf er sich dem Predigtamte widmet»
und zu Klagenfurt (1737), dann in Wien
an der Universirätskirche, im Profeß»
hause und in der St. Stephanskirche
(1762—17681 als Sonn» und Feiertags
Prediger fungirte. Später kam er nach
Gratz als Katechet und Bibliothekar
Im Drucke erschienen von ihm: „Trauerrede
ant den schmerzlichen Hiniritt Franjisci des
Ersten, weiland römischen Amscrs, uargrtragen
in der St. stephanZkirche" (Wien 1763, Fol.);
— „Einige Wahrheiten ans den Grundsätzen
der wahren Vernunlt nbgeleitct" (Gratz 4768,
12l>.); — „Predigten ant ülle Zunntage des
Jahres", 2 Bde. (Augsburg, zweite ver«
besserte Auflage 1796, I . A. Rieger, 8°.).
H., der sich als Prediger eines ausgezeich-
neten Rufes erfreute, starb bereits im
Alter von 43 Jahren.
Allgemeiner literarischer Anzeiger 1800, S.
1408, mitgetheilt von Alter. — Iiae^e?'
cae ZOdstatis ^Läu, (Vionuas et liktisdouao
1856, I.6X. 8«.) p. 127 snach diesem geb.
am 12.September 1725). — Meusel ( I . G.),
Lexikon der vom Jahre 1730 bis 1800 ver<
storbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 1803,
Fleischer Hun.) Bd. V, S. 274.
Hedri, Anton (Priester der Gesell,
schaft Jesu, geb. zu Hamberk im Sa-
roßer Comitate Ungarns 28. Jänner
1702, gest. zu Udvarhely 19. April
1763). Trat, 13 Jahre alt. 1720 in den
Orden der Gesellschaft Jesu, versah meh.
rere Jahre in verschiedenen Städten
Ungarns das Predigtamt und zu Tyrnau
das Lehramt. Im Drucke gab er heraus:
( p l i 1728, 8".), wel-
ches elegische Gedicht Fejsr in dem in den Quellen bezeichneten Werke irrig als
^olitioa inontium
anführt; — ^^oT-^n^
6 5-s^^'" (6dä. 1729) 8.).
H. starb im Alter von 63 Jahren.
F's^ 'e?' ^Oeo^MlL^, Historik ^.ckäsini^e 8oi6u-
8. 60. —
sooistatis
187)6,
127.
Hedluig, Johann (Naturforscher,
geb. zu Kronstadt in Siebenbürgen
8. December 1730, gest. zu Leipzig
18. Februar 1799). Sein Vater bekleidete
in Kronstadt eine obrigkeitliche Stelle,
der Sohn studirte zuerst in seiner Vater«
stadt, kam dann auf die Schule nach
Preßburg, später nach Zittau und begab
sich 1732 nach Leipzig, um an der dor»
tigen Hochschule die Medicin zu studiren.
Früh schon zeigte sich bei ihm die Vorliebe
zur Botanik; da es ihm an Mitteln fehlte,
seinen Unterhalt zu bestreiten, schrieb er
für die Pflanzen des botanischen Gartens
der Leipziger Universität die Etiketten
und verfertigte mehrere kleinere anato«
mische Präparate. Nach beendeten Stu«
dien kehrte er nach Kronstadt zurück; als
er daselbst die ärztliche Praxis ausüben
wollte, stellte ihm der Magistrat Hinder»
nifse entgegen, da dieß nach dem Gesetze
nur Jenem gestattet war, der die Doctor-
würde an der Wiener Hochschule erwor-
ben hatte. Er kehrte nun nach Leipzig
zurück, wo er seine Abhandlung über
Anwendung von Brechmitteln bei acuten
Fiebern herausgab. Auf den R'ath eines
'einer Freunde, eines Kaufmannes zu
Chemnitz in Sachsen, ließ er sich in dieser
Stadt als Arzt nieder. Daselbst beschäf-
igte er sich neben seiner wenig ergiebigen
Praxis mit der Untersuchung krypto«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon