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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 191 -
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Mwig 191 Oedwig gamischer Gewächse, besonders der Laub' moose, wobei ihn Schreber, mit dem er in Briefwechsel getreten war. freundlich unterstützte. Die Ergebnisse seiner Foi> schungen veröffentlichte er 1779 in dem Werke über die eigentlichen Befruch- tungswerkzeuge der Moose. Da ihm bei seinen Studien das Zeichnen sich als unentbehrlich erwies, begann er, bereits 40 Jahre alt, sich darin zu üben und brachte es im Abbilden der Moose zu einer solchen Vollendung, daß seine Arbeiten über diesen Gegenstand noch heut' als das Beste, was darüber besteht, angeschen werden. Um seine mißlichen Verhältnisse zu verbessern, begab er sich auf den Rath seiner Frau 1781 nach Leipzig, wo es ihm endlich gelang, eine Stelle im Stadt» Hospital zu erhalten, bis er dann 1786 Professor der Medicin und 1789 Professor der Botanik und Inspector des bota- nischen Gartens wurde. Zu diesem Glücks» Wechsel hatte vornehmlich seine in lateini» scher Sprache geschriebene Naturgeschichte der Laubmoose beigetragen, welche in den Jahren 1782 und 1783 erschienen war und seinen Ruf in der Wissenschaft begründete; wie auch seine zwei Jahre später herausgegebene Abhandlung über die Befruchtungstheorie der kryptogamen Pflanzen, welche den vowder Petersburger kais. Akademie ausgesetzten Preis erhalten hatte. Hedwig arbeitete nun auf dem Gebiete, welches ihm für seine Zeit wesent» liche Entdeckungen verdankt, unermüdet fort. Ueber seinen Rath ließ der Churfürst von Sachsen den reichen botanischen Gar- ten zu Pillnitz anlegen. Hedwig, der mit einem vortrefflichen Gedächtniß eine sel» tme Arbeitskraft und Ausdauer verband, bediente sich bei seinen botanischen Unter- suchungen des Mikroscops, das er mit ungewöhnlicherGeschicklichkeit handhabte. Seine im Drucke erschienenen Schriften sind: /s" (1^8.1733, nsHz' «2 /sö?v'ö5ls ani/Zs" (obä. 1739, 4<>.); — „Neber t>ie rigeiitlichen Nekrllchtnngä- mrrkzenge der Mann" (1779); den Titel des Werkes gibt kein Büchercatalog, sondern Sprengel in der in Ersch und Gru» ber's „Encyklopädie "abgedruckten Lebms- skizze an; fast scheint es niit der weiter unten angeführten „^Iisorla. Fsukratio n is . . . " identisch zu sein; — „ 1782/83, mit20K. K.,gr.4<>.) ^Ebert, Bibliogr. 3er., Nr. 9338^; es gibt auch Exemplare mit illuminirten Kupfern; — mit 37 K. K., auch Leipzig 1798, mit 42 ill. K. K., 4«.), von der kais. Akademie der Wissenschaften in S^. Petersburg mit dem Preise gekrönt sEbert, I. 0., Nr. 9356^; — „Abblldnngrn nener nnb Weilelhakter Krl;ptllgllmi5ihrr Oelliächse nrlist ihrer llillllljtiZchrn GeZchichte", 4 Bde. (Leipzig 1787—1797, jeder Band 40 K. K., gr. Fol.); auch mit dem lateinischen Titel: (ekä. 1783 6t ^01.) M e r t , I. 0., Nr. 936^; 1789) 8".); — „Nelrhrung. die PAnzeu zu trocknen untl zu ordnen, sie irisch nach dem nntennchen nnd ein System
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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