Seite - 212 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
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Heidler 212 Heilmann
Sr. Majestät dem Kaiser im Jahre 1838
in den erbländischen Adelstand mit dem
Prädicate Edler von Hei lborn erhoben.
Abendblatt der Wiener Zeitung 1837, Nr. <«6
^daselbst heißt es: „Dr. Heidler ist nach dem
medizinischen Columbus von Marienbad, nach
Nchr, der zweite Vater dieses Bades. In
ledem hier nur anwendbaren Lichte der Na-
turwissenschaften hat er Marienbad gründlich
untersucht und Goethe's hier angestellte
geologische Forschungen danken Vieles seiner
Unterstützung. — Kayser's Büchcr>Lerikon
(Leipzig 1835 u. f.. F. Schumann, gr. 4".)
Bd. I I I , S. 81; Bd. VII , S. 4«?; Bd. IX,
S. 396; Bd. XI, S. 438. — Adelstands-
Diplom vom 12. Februar 1858. — Denk-
mal. (An solches wurde dem um die leidende
Menschheit hochverdienten Arzte im Curorte
Marienbad im Jahre 1837 von Seite seiner
zahlreichen ärztlichen Clientschaft unter den
Polen für die ärztliche Theilnahme und Sorg«
fält, welche er ihrer Landsmannschaft wäh-
rend einer langen Reihe von Jahren bei ihren
Brunnenkuren in Marienbad gewidmet hat,
aufgestellt. Das Denkmal hat die Formen
eines Obelisken und ist aus weißem Sand-
stein. — Wappen. Ein in Silber über Blau
quergetheilter Schild. Das obere Feld durch'
zieht ein schrägrechter rother Balken, welcher
mit der goldenen Schale der Hygiea, um die
eine rücklingsgekehrte trinkende grüne Schlange
zweimal gewunden, belegt und von zwei
blauen Sternen begleitet ist. Im untern
Felde ragt eine runde goldene Kuppel mit
einem über zwei Staffeln und einem Knopfe
aufgesetzten Patriarchenkreuze (Erinnerung an
den Maricnbader Kreuzbrunnen) hervor, welche
zwei goldene Sterne begleiten. Auf dem
Schilde ruht ein gekrönter Turnierhclm. Die
Helmkrone füllt ein grüner Hügel aus, auf
welchem ein natürlicher, zurücksehender, zum
Fluge sich anstellender Vdclfalke steht.
Heidlier, Johann Nepomuk. Unter
diesem Namen wird in Or. Adolph
Schmidt's „Oesterreichischen Blättern
für Literatur und Kunst", 1847, S. 196,
ein Pfarrer und Wohlthäter derArmen
(gest. 21. November 1846) aufgeführt,
und dabei bemerkt, daß auf seinen Vor-
schlag und seine Verwendung die „erste
Kinderbewahranstalt" in Wien in's Leben gerufen wurde, welcher Umstand ihm
wohl eine Stelle in diesem Lexikon ein«
räumen würde. Nun aber leidet diese
Notiz an zwei erheblichen Irrthümern,
vorerst heißt der dabei gemeinte Pfarrer
nicht Heidner, sondern Lindner, und
dann war Lindner durchaus nicht Be-
gründer der ersten Kinderbewahranstalt
in Wien, sondern nahm an deren Begrün«
düng nur mittelbaren Antheil, wie solches
aus der Schrift: „Rückblicke. Zur Ein«
weihung des neuen Hauses der israeliti-
schen Kinderbewahranstalt in Wien. Von
Joseph Wertheimer. 4838" (Wien,
Sommer, 8<>.) in ausführlicher Darstel-
lung entnommen werden kann.
Schmidt (A. Dr.), Oesterreichische Blätter für
Literatur und Kunst (Wien, 4«.) Jahrg. IV
(1847), S. l96.
HeilllllllM, Joseph (Iugendschrift-
stell er, geb. zu Wien 3. Juli 1803,
gest. ebenda 19. März 1834). Der
Sohn eines Schneiders, Zeigte schon
als Knabe große Freude am Lernen
und eine ausgeprägte Begabung zum
Lehren und Unterrichtertheilen, daher er
ungeachtet der sehr beschrankten Verhält»
nifse seiner Eltern in das Gymnasium
eintreten konnte, weil er durch Ertheilung
von Privatunterricht an noch jüngere
Knaben sich so viel erwarb, als er
brauchte, um die Kosten des Gymnasial-
studiums zu decken; ja nicht selten konnte
er ein Uebriges seines Verdienstes seinen
armen Eltern zuwenden. Unter solch an-
strengender Thätigkeit vollendete er die
Gymnasialclassen und die philosophischen
Facultätsstudien an der Wiener Universi-
tät, hatte auch unter Director Ios. Pei t l
den pädagogischen Lehrcurs für Volks«
schulpräparanden gehört. Seiner lang ge>
nährten Neigung, sich gänzlich dem Lehr»
amte zu widmen, folgend, trat er in der
Leopoldstädter Vorstadtschule zu St. Io-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon