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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 388 -
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Hermann 388 Hermann zweiter, am 1. October 4832 erster Ritt- meister und am 46. März 1838 Major, zuletzt Oberst und Commandant des letztgenannten Gestütes. Während seiner Dienstleistung in den kaiserlichen Mili- tärgeftüten machte er sich als Hippo^ log um die Hebung der Pferdezucht und der Landescultur in der Buko« wina um so mehr verdient, als er mit großen Hindernissen zu kämpfen, aber die« selben durch Ausdauer zu besiegen ver> standen hatte. Durch kluge Wirthschafts, gebarung und eine geschickte innere Organisation der ihm anvertrauten An» stalten hatte er den kostspieligen Ankauf der Remonten im Auslande entbehrlich gemacht. I n den Jahren 4843 u. 4849 erhielt er in dem umfangreichen und wichtigen Radautzer Bezirke gegenüber der feindlichen Umsturzpartei die Ruhe und Ordnung aufrecht und leitete mit großer Umficht die Verproviantirung der in Siebenbürgen operirenden Armee. Indem ihm für das Emporblühen der Pferdezucht in der Bukowina viele Dank» sagungsadreffen des dortigen Adels wur» den, verlieh ihm Seine Majestät der Kaiser am 9. April 1849 das Ritterkreuz des Leopold'Ordens, welchem mit Diplom vom 28. März 4830 die Erhebung in den erblichen Ritterstand folgte. Nach 57jähri. ger und darunter 20jähriger Dienstzeit als Stabsofsicier, starb er im Alter von 69 Jahren. Mil i tär . Zeitung (Fortsetzung des Oesterrei. chischen Soldatenfreundes) (Wien, 4".) l857, Nr. 58. S. 464: „Nekrolog". — Hirten« feld (I.). Oesterreichischer Militär.Kalender für das Jahr 1838 (Wien. kl. 8".) Jahrg. IX, S. 230. — Ritterstands.Diplom vom 28. März 4839. — Wappen. Im blauen Schilde der goldene Kopf nebst Hals eines Steinbockes. Auf dem Schilde ruhen zwei gegeneinander gekehrte gekrönte Turnierhelme. Aus den Kro< nen jedes derselben ragen drei Straußfedern, eine blaue zwischen zwei goldenen, empor. Hermann, Michael Cajetan (Consi. storialrath und theologischer Schrift, steller, geb. zu Michelsdorf im Saazerkreise Böhmens 27. September 1736, Todesjahr unbekannt, lebte noch 1833). Studirte die Philosophie und Theologie in Prag. Ein Augenleiden erregte in ihm die Besorgniß, vom Prie- sterstande aus geschloffen zu werden, und er begann das Studium der Rechte; als aber sein Uebel gehoben worden, kehrte er zur Theologie zurück, trat in den Orden der Dominikaner, legte zu Leitmeritz daS Ordensgelübde ab und beendete in Prag seine theologischen Studien und zwar in dem von Kaiser Joseph I I . einige Jahre zuvor errich. teten Generalsemwarium. 1783 erhielt er die Priesterweihe und trat, nachdem er aus dem Verbände seines Ordens getreten war, in die Seelsorge. Er be» gann dieselbe zu Ockenau, einem zur Herrschaft Klösterle gehörigen Dorfe, kam nach neun Jahren, 1797, als Pfarrer nach Knöschitz und 1802 als solcher nach Dehlau, wurde zuletzt De« chant und Leitmeritzer bischöflicher Con« sistorialrath. Die Muße, welche ihm sein Seelsorgeramt übrig ließ, widmete er literarischen Arbeiten und seine Andachts» und pädagogischen Schriften gehören zu den besten ihrer Art, wie es die zahlreichen Auflagen von vielen dersel» ben beweisen. Indem hier nur die Titel der erheblicheren Druckschriften mitge« theilt werden, wird betreffs der übrigen auf das in den Quellen angeführte Kayser'sche „Bücher-Lerikon" hinge- wiesen. Hermann gab heraus: „Nntrr- hllltnnyln eims Ohristen mit Glltt nnd Leinen Heiligen" (Prag 1802, Widtmann, Achte Aufl. 1820), ins Böhmische über- setzt von Canonicus Parizek; — „Fest- nnd GrlrgenheitSfrediyten". 3 Jahrgänge
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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