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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 391 -
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Seite - 391 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8

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Hermann 39t Hermann S. 36. Nr. 436; — 183« : S. 26. Nr. 329, 330.333; S. 27, Nr. 373 und 184ft: S. 13. Nr. 191, 492.) — 9. Johann Gottlieb, Herrmann, genannt Eichhorn! (geb. nach seiner Angabe zu Czschedechowitz in Mähren am 16. Mai 1742, Todesjahr un» bekannt), ein Abentheurer, der sich Pal< l in i , Pa i l la f in i , Pannich und Frei- herr von Mortcz inni , auch Morte» zini nannte; sein wahrer Geschlechtsname war aber Johann Gottlieb Herr mann. Er selbst gab sich für einen verfolgten Hussiten aus, gab vor. Güter in Mähren zu besitzen, und verübte allerhand Gaunereien, war aber in der That nur ein chursächsischrr Deserteur, der durch seltene Dreistigkeit alle Welt zu täuschen und mit den oben angegebenen an< genommenen Namen sich an verschiedenen Orten durchzuschwindeln verstanden hat. Der Umstand, daß er sich als in Mahren geboren angab, veranlaßt den Herausgeber dieses Le- xikons, ihn kurzwcg zu erwähnen, im Nebri- gen abor auf die zahlreichen Quellen hinzu« weisen, welche Meuscl anführt, der ihm überdieß eine ausführliche Schilderung wid, met und allc seine unter dem Namen eines Freiherm von Mortczini herausgegebenen Schriften aufzählt. Mensel (Ioh. Georg), Lerikon der vom Jahre 1730 bis 1800 ver- storbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig, Gerh. Fleischer. 8».) Bd. IX, S. 269—273. unter dem Namen Mortczinni.^j —10. Johann Heinrich Hermann (lebte und starb im 18. Icchrhun« derte, um 1763), war kaiserl. Neichshofraths» Agent in Wien und gab im Drucke heraus: „Bestimmung des wahren Ursprungs des kaiserlichen Reichshofraths, durch die Geschichte des höchsten Reichsgerichtes unter den frän- kischen Königen und deren Vergleichung mit den mittleren und neueren Zeiten" (Leipzig 1760, 8".); — „Schreiben von dem teutschen Iustizwesen und dem Charakter der Teutschen" (Wien 1763, 8".). Weusel ( I . G.). 3eri< ton der vom Jahre 1750 bis 1800 verstor» benen teutschen Schriftsteller (Leipzig, Flei' scher, 8°.) Bd. V, S. 404.) — 1l. Joseph Hermann (geb. zu Ovur in Ungarn, gest. 1775), war Stadtpfarrer, früher zu Alten« bürg später zu Raab, wo er auch Domherr wurde. Er war ein ausgezeichneter Kirchen» reoner. Mehrere seiner Predigten in ungarischer Sprache sind einzeln im Drucke erschienen. I . Daniel ik in seinem Werke «^la^ar irök" zählt dieselben auf. 372.? irölc. äs eisöt kiyFy52itö kötst, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschrei- bungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil (Pesth 1838, Gyurian. 8°.) S. 110. - /kiT'cknz« <^?s2ttiH^, Nlsmoria runi Ot ?rovwoi2iium soriMs notorum (Viouuas 1776, H.nt. I^ae^s, 80.) i?om. I I , x. 105.^ — 12. Leonhard Hermann (Naturforscher, geb. zu Reiches' dorf im Mediascher Stuhle Siebenbürgens 1570, gest. zu Hamersdorf bei Hermannstadt 3. November 1602). Sein Vater war zuletzt Pfarrer zu Prätei, wo er 1392 starb. Leon» hard widmete sich gleich ihm dem geistlichen Stande, studirte an der Universität zu Frank» fürt an der Oder und kehrte 1396 in seine Heimat zurück, wo er 1398 Rector zu Her- mannstadt, 1899 Pfarrer zu Hamersdorf war, als welcher er im Jahre 1602 ein Opfer der Pestseuche wurde. Er hatte sich mit Philosophie und Naturwisseuschaft beschäftigt und unter Andern herausgegeben die Differta« tion „1)6 astksi'oa muncii rsFiouo otstslla- runi äiKsi'sntia" und n^listotslis^ .QkiMoi VOätLrioi'SL, vsoaäs Disputationum mstko- äioe coinpi'ykynüi a.o Vloxv8iti" (I'rau- eol. aä. 0ä. 1396, 4«.). in Welch' letzterer sich unter den zehn Nespondenten fünf Sie» benbürgerbefinden, ^//o^anz^l'^^siv.^^NIsino- ria IIu,NFI.rorum. st I>roviQLiaiiuin sorixtis säiti8 notoriiln (Vionuas 1776, I^oo^Q, 8<>.) T'om. I I , 5. 1UL. — Crsch und Grub er, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, I I . Scction. 6. Theil. S. 268. — Seivert (Johann), Nachrichten von sie» benbürgischen Gelehrten und ihren Schriften (Preßburg 1783, Weber und Korabinsky, 8«.).^ __ lg Lucas Hermann (Ge» schichtöschreiber, geb. zu Birthalmen in Sie« benbürgen. gest. ebenda 11. September 170?). Gleich seinem Vater dem geistli« chen Stande sich widmend, war er Pfarrer an verschiedenen Orten seiner Heimat. 1687 zu Mediasch und seit 1691 Superintendent. Bei den Einfällen der Kurutzen hatte Birthal< mcn viel zu leiden, und Hermann wurde vor dem Altar von den Horden bis aufs Hemd beraubt. Mit dem Studium der Ge» schichte seiner Kirche sich beschäftigend, hinter« ließ er in Handschrift: „Vi-otaoolilun aoto- rmn pubUooruro. 87110äaliuiu status eools- siästioi 6g.xouum in iranL^ivauIk", wel» ches die Jahre 1545 bis 1682 umfaßt, und pro
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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