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Hermann 398 Herold
Gri l lparzer. Deinhardstein. Bauern«
feld u. A. ihre Erzeugnisse stets nur mit
dem Zunamen unterzeichnen." — Theater»
Zeitung, herausg. von Adolph Bäuerle.
1860, Nr. 13: Ueber Hermannsthal's
Trauerspiel „Raoenswood" von Semlitsch.
— Seidlitz (IuliuS). Die Poesie und die
Poeten in Oesterreich im Jahre l836 (Grim<
ma 1837. I . M. Gebhardt. 8°.) Bd. I,
S. 105 feines von jenen Urtheilen, worin
nur der große Uebermuth des im Ganzen
«einen Seidlitz auffällt^. — Gottschall
hat für Hermann vonHerrmannsthal.
wie für Halirsch keinen Platz in seiner Li-
teraturgeschichte gefunden; ja wären die beiden
in Berlin, Breslau oder in Hamburg ansässig
gewesen,
sie
hätten die Hälfte von dem leisten
können, was
sie geleistet, dann hätten sie
ge<
wiß einen Platz in dem Werke bekommen.
Ein Kritiker spricht über Herrmann sthal:
„ In H.'s Gedichten offenbart sich eine mehr
als gewöhnliche Gewandtheit in Handhabung
der Sprache, eine reiche Mannigfaltigkeit an
Versmaßen und Reimstellungen; bei mäßiger
Leidenschaft ein ausgesprochener Hang zur
Beschaulichkeit, mehr Empfindung als Gestal-
tungsvermögen, eine regere Reflexion als
Phantasie. Er predigt eine heitere Lebens-
Weisheit, ist reich an zum Theil treffenden
Sprüchen und zeigt sich überall, wo nicht
primitiv sittliche Forderungen in Frage stehen,
als ein durchaus versöhnliches Gemüth. Ent-
schiedene Gattungen gelingen ihm wenig,
weder das echte Lied, noch die Ballade." —
Wappen. Der Adel wurde bereits seinem
Vater, Ferdinand Hermann von Herr-
mannsthal, Vicehofbuchhalter des kaiserl.
Hofkriegsrathes, in Anbetracht der um den
Staat erworbenen Verdienste desselben mit
Diplom vom 20. November 1820 verliehen.
Das Wappen ist ein der Länge nach getheil-
ter Schild, im rechten blauen Felde ist links
ein hoher natürlicher Felsen^ auf welchem
ein wilder Mann (der Germünenfürst Her<
mann) steht mit breitem grünen Kranz um
den Leib und einem kleineren um den
Kopf, in der Rechten einen belaubten Fichten«
bäum haltend, die Linke in die Seite gestützt.
Rechts vom Felsen gewahrt man ein kleines
Thal mit mehreren Hausern. Im linken gol<
denen Felde erscheint ein auf grünem Boden
aufrecht stehender rother Löwe mit offenem
Rachen, ausgeschlagener Zunge und übergeschla«
genem Schweife. Auf der Mitte des Schildes
erhebt sich ein rechtsgekehrter gekrönter Tur- nierhelm, aus dessen Krone der Löwe des linken
Feldes heruorwächst. Die Helmdecken sind
rechts blau und golden, links roth und golden.
Hen'Mllllll - Csillag, Rosa. siehe:
Mag , Rosa M . III, S. 39).
Hermne, Erzherzogin von Oesterreich,
siehe: Artikel Hallslurg lBand VI,
S. 277. Nr.
Herold, Eduard (Maler zu Prag.
Zeitgenoß). Bildete sich an der Kunstaka.
demie in Prag, wo seine Arbeiten, und
zwar im landschaftlichen Gebiete, bald eine
nicht gewöhnliche Begabung verriethen.
Wie Rittersberg in dem in den Quel«
len bezeichneten Werke meldet, arbeitet er
als Maler für den Grafen Chotek In
früherer Zeit versuchte er es auch auf liw
rarischem Gebiete und er trat mit einigen
Arbeiten in Rudolph Glaser's Zeitschrift
„Ost und West" auf, es wollte ihm aber
auf demselben, obgleich er auch da Talent
beurkundete, minder glücken. In den Kunst,
ausstellungen der Gesellschaft patriotischer
Kunstfreunde in Prag waren in den letz-
tern Jahren von ihm zu sehen, 1855:
„Nn2 Fel5rndoit Mdim in Nöhmrn" (400 fl.)'
— „Mühle im Alllmer Ghali nn drr Donau";
— „Nnrghllt in Mz au ürr Mozel"; 1857:
„Nie Moldau - Natarllktc bei MMkurt"
(200 fl.); 1858: „Partie bei Nottach in
Vaiern" (60 st.); — „Zchlll52 Heidelberg"
(60 fl.). - Ein zweiter Künstler, Anton
Herold, ist Bildhauer zu Prag, der sich
zu München bildete. Im Jahre 1838
waren zwei plastische Werke desselben
ebenda ausgestellt: „Nreley" (200 fl.) und
eine „Madonna". Nach dem Tode Wenzes-
laus Hanka'S s^. d. Bd. VII, S. 301)
meldeten die Journale, er habe kurz vor
dessen Erkrankung seine Büste verfertigt.
?oLi>i8ii, Kl.8") 8. 635. — Kataloge der
Kunstausstellungen der Gesellschaft patriotischer
Kunstfreunde (Prag, Haase Söhne, 8«.) 1853,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon