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tzmger 405
schaft mit Pfeifer nach Füger gesto«
chen« — «Nas Mcinnmntt van KlllpZtock",
nach Mechau und Kl insky. gestochen
und braun gedruckt in Sepiamcmier (Qu.
Roy. Fol.); das Landschaftliche besorgte
Mechau, das Architektonische Klinsky;
kostbares Blatt und vor der Schrift
noch im hohen Preise (3 Thaler). Von
seinen landschaftlichen Stichen sind be«
kannt: „Mer-Nrrschlmuicz", nach der Zeich»
nung von Ä. Pucherna, 1802 (gest.
1807, 4<>.); — „Schlot Gratzrn", nach A.
Nowotny (1798, 40.); — „Mmplllch",
nach Alex. Parzizek 1803 (1807. 4<>.);
— „Unmbnrg", nach F. K. Wolf 1786
(1807, 4".); — „InilL'Mzicz". nach A.
Pucherna 1807 (1807. 4".); — „Fln-
Mm", nach der Zeichnung von Jose»
phine Freiin von Malowecz, 1302
(1807, 4».). Wenn Nagler von ihm
berichtet, daß er bereits „um 66 im vori«
gen Jahrhundert" — worunter doch nur
1766 verstanden sein kann — „anfing
sich mit Werken bekannt zu machen", so
ist dieß offenbar ein Irrthum, da H. erst
1763, nach Tschischka gar erst 1768.
geboren wurde und weder 2 Jahre vor
seiner Geburt, noch im Alter von 3 Iah»
ren bereits Kupferstiche gearbeitet haben
kann. Außer den Initialen seines Namens
H.. H., bediente er sich auch eines Mono»
gramms, welches in dem, in den Quellen
genannten Werke „die Künstler aller Zei-
ten und Völker" abgebildet ist.
Dlabacz (Gottfr. Johann). Allgemeines histo»
risches Künstle»L<.'xikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
t8l5. Gottlieb Haase. 4".) Bd. I, Sp. 617. —
Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines
Künstler<Lexikon (München 1838. E. A. Fleisch,
mann, 80.) Bd. VI, S. 14l. — Die Künstler
aller Zeiten und Völker. Begonnen uon Prof.
Fr. Müller, fortgesetzt uon Or. Karl Kluw
zinger (Stuttgart 1837, Ebner u. Seubert.
Ler.8».) Bd.II, S. 373. — Meu sel ( I . G.).
Künstler.Lexikon vom Jahre i803, Bd. I, S. 387. — Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum
im österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836,
Fr. Beck, 8".) S. 363 ^nach diesem geboren zu
Wien 1768). — Schwalbopler, Histori-
sches Taschenbuch. Mit besonderer Rücksicht
auf die österreichischen Staaten (Wien, Doll,
kl. 8".) I I . Jahrg. (1802), S. 208.
siehe auch: Herzinzer
Herz, Elise (Humaniftin, geb. zu
Ende des 18. Jahrhunderts in Prag).
Tochter Simon von Lämel's. eines
reichen und angesehenen israelitischen
Großhändlers in Prag. Neben einer
wahrhaft religiösen Erziehung erhielt sie
eine gediegene Bildung, lernte moderne
Sprachen, unter anderen die öechische
von Wenzeslaus Hanka M . VII,
S. 301^, betrieb naturwissenschaftliche
Studien, vornehmlich Botanik und übte
Musik und Malerei, in welch' letzterer
Piepen Hagen ihr Meister war. Mit
dem Kauftnannc Herz vermalt, versam»
melte sie in Prag um sich einen Kreis
von Männern und Frauen der feinsten
Bildung. Seit dem Jahre 1880 verwit-
wet, lebt H. in Wien, wo ihr Name
ebenso in den Kreisen der Armuth als
der einer unerschöpflichen Wohlthäterin,
wie in jenen der gebildeten Gesellschaft
als der einer Dame von seltenen Gaben
deS Geistes und Herzens oft genannt
wird. Einer ihrer Biographen sagt von
ihr: „Sie lebt sinnend und trachtend,
wie sie den ihr gewordenen Segm zur
Wohlthat für viele ihrer armen Ver«
wandten und für Leidende theilen kaun,
wobei es ihr eine besondere Befriedi«
gung gewährt, sich manche Bequem-
lichkeit. manches Vergnügen zu versa»
gen, um mit dem in dieser Weise Erspar«
ten den Werth ihrer Wohlthat noch zu
erhöhen". Zur Gründung einer Kin»
derbewahranstalt in Jerusalem hinter«
legte die hochherzige Frau eine Summe
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon