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Heninger 412
im Infanterie.Regimente Kaiser Alexan-
der I. Nr. 2 ernannt, noch im nämlichen
Jahre zum Infanterie-Regimente Hoch
und Deutschmeister Nr. 4 in gleicher
Eigenschaft übersetzt, wurde er am 9. Juli
1841 wieder und wie beim ersten Male
in Anerkennung seiner ausgezeichneten
Verwendung außer seinem Range zum
Oberstlieutenant im Infanterie-Regimente
Nr. 26, damals König Wilhelm, jetzt
Großfürst Michael und am 29. April
1844 zum Oberst im Infanterie-Regi'
mente Nr. 42, vormals Wellington, jetzt
König Georg V., befördert. Am 3. No
vember 1848 wurde H. General-Major
und machte als solcher den Feldzug in
Ungarn mit. I n diesem that sich H.
durch Tapferkeit und umsichtige Führung
seiner Truppe hervor, besonders aber
bei Zsigard am 16. Juni und bei
Pered am 21. Juni 1849; auch muffen
der siegreiche Marsch der kais. Heeres»
abtheilung nach St. And ras in die
rechte Flanke und den Nucken des Feindes
und die damit verbundenen siegreichen
Erfolge unserer Waffen vornehmlich
der Energie des die Grenadier'Division
befehligenden General'Majors H. zuge»
schrieben werden. H. wurde am 12. Juli
1839 zum Feldmarschall'Lieutmant beför»
dert. Früher schon, am 13. April 1830,
wurde H. für seine vor dem Feinde
erworbenen Verdienste mit dem Orden
der eisernen Krone 2. Classe und auch
mit dem Ritterkreuze des Leopold'OrdenS
ausgezeichnet, welcher Verleihung noch
im Jahre 1830 die Erhebung in den
erbländischen Freiherrnstand folgte. Im
Jahre 1833 wurde H. zum 2. Inha»
ber des Infanterie.Regiments Erzherzog
Franz Karl Nr. 32 ernannt. Zuletzt
war er aä laws des Commandirenden
des 1. Armeecorps. Im Jahre 1838
erhielt H. die geheime Rathswürde. H. ist bereits in den Ruhestand über.
getreten.
i880, kl. 8".) 8. 636. — Adelstand s-
diplom vom 17. April 1844. — Frei'
Herrnstandsdiplom vom 2. August 1850.
— Wappen. Gevierteter Schild. 1 und 4 in
Gold und zwar in 1 die rechte, in 4 die linke
Hälfte eines zweiköpfigen schwarzen Adlers
mit ausgeschlaaener rother Zunge; 2 und 3
in Noth drei aus dem Fußrande hervorra-
gende silberne Hügel, über deren mittlerem
ein goldener Stern schwebt. Den Schild be»
deckt die Freiherrnkrone, auf dem sich ein in's
Visir gestellter gekrönter Turnierhelm erhebt,
aus welchem vier Straußenfedern, schwarz,
Gold, roth, Silber hervorragen. Helm de-
cken. Links schwarz und Gold, rechts roth und
silbern. Das Wappen ist jenes des Aoels«
diploms vom Jahre 1844 geblieben, nur ist
die Freiherrnkrone beigefügt worden. — V<">
trat. Lithogr. nach St r i rner (Wien, Neu»
mann. .gr. Fol., auch in 4«.).
ßerzinger, siehe auch: Hertzinger
I^S. 404^.
Herzog, Georg (Bi ldhauer und
Bildschnitzer, Zeitgenoß. Arbeitet in
Wien. Bereits in der Allsstellung von
Kunstwerken, welche 1824 im Akademie«
gebaude der bildenden Künste zu Wien
Statt hatte, war ein meisterhaft auS
Buchs geschnittener „Christus am Kreuze"
dieses Künstlers zu sehen. Von dieser Zeit
bis zum Jahre 1830 stellte er in großen
Zeiträumen einzelne Arbeiten theils in
Marmor, theils in Holz und Elfenbein
aus. Es waren folgende: 1834: „ <5liri2tn5
am Kreuze", in Elfenbein geschnitten, wurde
vom Kunstvereine angekauft; — 1836:
„Zokrate5 vertheidigt den in der Schlacht urnunti-
beten Srchimedl2", Gruppe aus Gyps;—
1845: „Nie nnbeilrcktc Gmpkiingni55 Maria",
Statuette aus Elfenbein und Eigenthum
der Frau Grasin Valentine Eßterhäzy;
— „PllrträtlmZteanS Omrara-Marmar", Eigen«
thum des Herrn von Spielmann; —
1850: „schlafender Amor", Statuette aus
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon