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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 420 -
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Seite - 420 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8

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Deß 420 obbemeldete Verleihung erfolgte. Bei den nach beendetem Kriege gefolgten ver- wickelten diplomatischen Verhandlungen lag deren oberste Leitung in den Händen des General-Quartiermeisters Heß. Als später und zwar zu Ende 4830 die Auf« stellung großer Truvpenkörper im Nor» den von Böhmen und Mähren und 1834 deren in Galizien, Ungarn und Sieben« bürgen gegen Rußland nöthig geworden, wurde H. von Sr. Majestät zu deren Ober- befehlshaber ernannt. Indem er schon nach Beendigung des italienischen Feld« zuges zum Feldzeugmeister und General» Quartiermeister der gesammten k. k. Armee ernannt worden war, wurde er später Chef der Central.Operationskanzlei Sr. Maje» stät des Kaisers und waren durch diese Stellung die Leitungsfäden der meisten militärischen Anordnungen im Großen wie im Einzelnen in seine Hände gelegt. Auf seine Anregung wurde die Central» Befestigungscommission des Reiches in's Leben gerufen und er zum Vorsitzenden derselben bestellt. Beim Beginne des unglücklichen italienischen Krieges im Jahre 1839 fand H. leider keine Verwes düng, aber Ende Mai 1839, nachdem schon die verfehlten Operationen deS Gra fen Franz Gyulay Md. VII, S. 70) nicht mehr rückgängig zu machen waren, wurde H. zur Armee nach Italien ent> sendet. Nach der Schlacht von Magenta, Mitte Juni, trat er an der Seite des Kaisers, welcher persönlich den Ober- befehl übernahm, an die Spitze der Armee als Chef des Generalstabes. Seine Ansicht, nachdem die Chieselinie aufgegeben worden und die Armee sich in daS vielgenannte Festungsviereck zurück- gezogen hatte, nicht wieder über den Mincio hervorzubrechen, konnte er nicht zur Geltung bringen. Die Folge davon war die Schlacht von Solferino, in welcher auch seine Disposition, den Durch- bruch des Centrums durch eine große Batterie von 104 Kanonen unmöglich zu machen, nicht zur Ausführung kam. H. hatte nun die traurige Aufgabe, am 8. Juli zu Villafranca einen Waffen» stillstand mit den Franzosen abzuschließen, der sehr von dem abstach, den er vor 10 Jahren den Piemontesen nach der Schlacht von Novara bewilligt hatte. Nach der Rückkehr des Kaisers nach Wien übernahm H. das Obercommando der österreichischen Armee in Italien und wurde in dieser Eigenschaft am 12. Juli d. I . zum Feld marsch all ernannt. Später verlegte er sein Hauptquartier nach Wien und trat nach Auflösung des Obercom« mando's in seine Stellung als Chef des General-Quartiermeisterstabes der gan» zen österreichischen Armee zurück. Am 31. Jänner 1860 hat er auch diese Stelle niedergelegt, welche an den General« Feldzeugmeifter Benedek übertragen nurrde, während H. zum Hauptmann« der Trabanten-Leibgarde und der Hof« burgwache ernannt wurde. Früher noch, am 24. December 1833, feierte H. sein fünfzigjähriges Dienftjubiläum; wie Se. Majestät der Kaiser, wie die ganze Armee an dieser erhebenden Feier sich betheiligt, so wie über die Familienverhältnisse des Feldmarschalls ist Näheres unten in den Quellen mitgetheilt. H. ist Besitzer von 21 Orden, darunter von 13 Großkreuzen, und zwar außer den drei ersten Orden seines Vaterlandes, nämlich dem Maria TheresieN'Commandeurkreuze und den Großkreuzen des St. Stephan» und Leo« pold-Ordens. besitzt er die Großkreuze von Civil» und Militär»Orden von Ruß« land, der Türkei, Preußen, Bayern, Würt« temberg, Hannover, Sardinien, Sicilien, von Baden, Hessen, ToScana. Parma und Rom. Auch ist H. Ehrenmitglied
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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