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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 424 -
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Aß, 424 Schild deckt die Freiherrnkrone, auf welche) sich ein gekrönter Helm erhebt, aus dessen Krone der vorwärts sehende armlose Rump eines alten graubärtigen Mannes mit ent» blößtem Kopfe hervorragt. Auf dem knapp anliegenden rothen Gewände erblickt man uorne auf der Brust 3 goldene untereinander stehende Kugeln. Helmdecken. Rechts roth und golden, links roth und silbern. Da! Stamnuvappen ist sich durch Standeserhe- bungen gleich geblieben, bei der Erhebung in den Freiherrnstand wurde nur die Freiherrn» kröne hinzugefügt. Da durch Adoptionen nuw mehr zwei Linien dieses Hauses bestehen, Heß.Di l lerundHeß'Bayard, so ist mi' dem Hauswappen auck jenes der Adoptiv» kinder vereinigt worden. Die Vereinigung des Wappens und Namens der beiden Geschlech ter Heß'Di l ler erfolgte mit Allerhöchstem Handschreiben vom 21. December 1884 und die Ausfertigung des Diploms mit 14. bruar 1835. Das Wappenschild von Heß< Di l l er ist ein längsgetheilter Schild, in dessen rechter Schildeshalfte das oben beschriebene freiherrlich Heß'sche Wappen, in der linken das freiherrlich Diller'sche Wappen sich befindet; dieses letztere ist in Gold vier schwarze Querbalken. Den Schild bedeckt die Freiherrnkrone, auf welcher sich zwei zueinaw dergekehrte gekrönte Turnierhelme erheben. Der rechte Helm trägt den rothen Rumpf des Heß'schen Wappens, auf der Krone des linken ruht innerhalb der Oeffnung eines schwarzen Adlerfluges ein übergebogener Arm im goldgeränderten Harnisch, eine Streitaxt am goldenen Schafte über sich schwingend. Die Helmdecken sind rechts roth und silbern, links schwarz und gold. Schildhalter. Rechts ein schwarzer Adler, links ein schwär» zer Greif, jeder mit ausgeschlagener rother Zunge, mit einer silbernen Mauerkrone um den Hals und daran rücklings mit einer gol» denen Kette an eine unter dem Schilde lau» senden Arabeökmverzierung gefesselt, auf wel» cher beide Schildhalter aufstehen. Für die zweite Linie Heß«Bayaro erfolgte die Vereinigung der Namen und des Wappens mit Allerhöch« ster Entschließung vom 1. Februar 185.1. und die Ausfertigung des Diploms am 17. Juli d. I . Wappen. Dasselbe ist ein länasge» theilter Schild, die rechte Schildeshälfte durch, zieht ein schwarzes Kreuz, welches von vier rothen Löwen mit ausgestreckter Zunge, jeder einwärts aufspringend, begleitet ist. Die linke Schildcshälftc ist das schon beschriebene frei« herrlich Heß'sche Wappen. Den Schild be- deckt die Freiherrnkrone, auf welcher sich zwei gekrönte einwärts gekehrte Turnierhelme er« heben; auS der Krone des rechten Helmes ragen drei Straußenfedern, eine silberne zwi» schen zwei schwarzen. Die Krone des linken trägt den rothen Rumpf des freiherrl. Heß'. schen Wappens. Helmdecken. Rechts schwarz und silbern, links roth, rechts mit Gold, links mit Silber unterlegt. Heß, Johann Michael (Historien» mal er und Profeffor der Zeichnenkunst an der k. k. Ingenieur-Akademie in Wien, geb. zu Er lau in Ungarn 48. Septem« ber 1768. gest. um das Jahr 1830). Zeigte früh Talent für die bildende Kunst und 13 Jahre alt, malte er in Oel und in Fresco. Im Alter von 21 Jahren, 1789, besuchte er die Akademie der bil« denden Künste in Wien, wo ihm Pro« fefsor Maurer größere Aufmerksamkeit widmete. 1794 gewann er den ersten Preis mit dem Bilde: „PriainnZ bittet den Achilles nm Hektllr's Aeichnam", welches sich noch in der akademischen Sammlung befindet. Im Jahre 1794 erhielt er die Professur der freien Handzeichnung an der Ingenieur»Akademie. I n seinen Mußestunden beschäftigte er sich mit der Geschichtsmalerei. Der größte Theil sei« ner Arbeiten, vornehmlich große Altarbil- der, gelangte in sein Vaterland Ungarn. Von seinen Bildern sind bekannt: „Ner H. Stephan, König um Ungarn", „Nie Himmel- t Nluriä", „H. IllljannrZ der Wnter" und „H. Illhann lllln Ulpllmnk", alle vier für die bischöfliche Seminarkirche in Erlau; — „OliriZti Auferstehung", „Maria Geburt", „NerHeiland mn Kreuze", „ Maria Hilllmeltlchrt" und „Ner H. Nikolllns", alle fünf Altar- blatter von verschiedener Größe für die Gruft und Todtencapelle deö Grafen Franz Szächsnyi; — „Ner Ntartertak nm Kreuze des AuaZtels Andreas", für Julie Gräfin Szächenyi'Festetics; —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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