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427 Assen
ConversationslLmkon für die gebildeten Stande
(Hildburghausen,Vibliogr.Institut,8«'.)Bd.XV,
S. 633, Nr. 6, Supplementband I I I , S. 1388,
Nr. 2.
ßeß, Mathias Ignaz von (G esch i
ch t>
schreib er und Professor der Literatur
und allgemeinen Weltgeschichte in Wien,
geb.zuWürzburg 1746. gest. zu Wien
7. Juni 1776). Er war ein Schüler des
Geschichtschreibers der Deutschen, Michael
Ignaz Schmidt, auch eines Würzdur-
gers, der später durch Vermittelung des
Staats' und Conferenzministers Phi l ipp
Grafen Stadion in Wien als Hofrath
und Archivar am kais. Haus- und Staats-
archive angestellt wurde. Heß, der die
rechtswissenschaftlichen Studien beendet
und die juridische Doctorwürde erworben
hatte, war seit 1774 Professor der Uni-
versal« und Literaturgeschichte an der
Wiener Hochschule; aber schon in zwei
Jahren raffte ihn im schönsten Mannes»
alter von 30 Jahren der Tod hin. Er
hatte bei Lebzeiten kurz vor seinem Tode
herausgegeben: „Gntumrk der Tnilltrslll-
Marie in synchronistischen Tabellen" (Wien
1776, gr. 4".), ein Werk, dessen Plan
und Genauigkeit alle vorhergehenden die«
ser Art weit übertrifft, dessen unbedingte
Brauchbarkeit aber leider durch viele
Druckfehler beeinträchtigt wird. Nach
seinem Tode erschienen die Schriften:
„Gedanken über die Einrichtung desSchnlmeZens"
(Halle 1773, gr. 8".), mit Anmerkungen
von Conrad D. Barisch, und „Uleinere
Schritten über Schulwesen, GrzirlMsz nnd Wi5-
(Wien 1781, 8".).
Meusel(Ioh. Gcorq), Lexikon der vom Jahre
1780 bis 1«l)0 verstorbenen teutschen Schrift»
steller (Leipzig 1805, G. Fleischer). Bd. V,
S. 440. — Oesterreichische National-
Encyklopädie von Gr äffe rund (5zikann
(Wien l835, 8".) Bd. I I , S. »72.
Hessen und bei Rhein, Alexander
Prinz (k. k. Feldmarschall«3ieure. nant und Ritter des Maria Theresien«
Ordens, geb. zu Darmstadt 13. Juli
1823). Jüngster Sohn des Großherzogs
Ludwig H. auS dessen Ehe mit Wil-
helm ine, kön. Prinzessin von Baden,
und Bruder Sr. kön. Hoheit des regie»
renden Großherzogs Ludwig I I I . Der
Prinz, dem Kaiser Alexander I. von
Nußland, der Schwager seiner Mutter,
ein russisches Lieutenantspatent in die
Wiege gelegt, erhielt eine sorgfältige mili«
tarische Erziehung, trat in die Militär«
dimste seiner Heimat und wurde Inhaber
des 2.
Regimentes. Als seine Schwester. Prin-
zesfin Marimiliana Maria, jetzt Kaise«
rin Mar ia Alexandrowna, sich mit
dem damaligen Thronfolger, jetzt Kaiser
Alexander I I . von Rußland vermalte,
begleitete er sie
1840 nach St. Petersburg,
trat als Garde-Rittmeister der Chevalier»
garde in die kais. russische Armee und
wurde schon 1845 General»Major und
Chef eines UhlanewRegiments. Anfangs
April 1848 verließ er in Begleitung
seines Freundes und Iugendgenoffm,
Emil Prinzen von Wittgenstein*),
jetzigen Obersten und Flügeladjutantm,
und seines Adjutanten Samsonov,
St. Petersburg und erreichte am 5. Mai
Tschervlenneja, das Hauptquartier des
Grafen Woronssow. Oberbefehlsha-
bers der kaukasischen Erpedition, welche
mitzumachen der Prinz sich entschlossen
hatte. Auf dieser gab Prinz Alex an«
der glanzende Beweise von persönlicher
Tapferkeit und militärischer Umsicht. Am
18. Juli erstürmte er an der Spitze einer
Colonne Dargo die befestigte Residenz
Scham y l's und erbeutete den von dem
) Prinz Emi l von Wittgenstcin ist auch
Dichter und Verfasser des epischen Gedichtes:
„Man Aga" (Frankfurt 1837) und der „Kaval.
' lerie'Skizzen" (Darmstadt l859).
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon