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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 436 -
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Seite - 436 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8

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Hessen-Homburg 436 zeichnete den Landgrafen auch noch durch das Großkreuz des St. StephawOrdens aus. Oesterreichisches Militär-Konvcrsations- Lexikon von Hirtenfeld (Wien 1830. 8".) Bd.III, S. l76. — Hirtenfeld (I.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mit- glieder (Wien 1837, Staatsdruckerei, 4".) S. 1222 UNd 1749. Hessen-Homburg, Friedrich Joseph Ludwig Karl August Landgraf (k. k. G en e- ral der Kavallerie und Commandeur des Maria Theresien-Ordens, geb. zu Homburg 30. Juli 1769, gest. ebenda 2. April 1829). Der älteste unter sechs Söhnen des Landgrafen Friedrich III. (gest. 20. Jänner 1820), trat 1783, 20 Jahre alt, als Hauptmann in das Infanterie.Regiment Stain und machte bereits im folgenden Jahre den Krieg gegen die Türken mit, in welchem dem Feldzeugmeister Graf Clerfayt der Oberbefehl in der Kraina und kleinen Wallache! anvertraut war. Am 13. Juni 1790 erhielt Clerfayt die Kunde, daß eine feindliche Masse von 8000 Mann über die Donau gesetzt und eine alte russische Schanze bei Kalafat, einer Insel der Donau, durch dortige Einwohner wieder herzustellen beginne. Graf Cler» fayt sammelte nun alle am linken Ufer der Donau zerstreut liegenden Truppen und nachdem sie vereinigt waren machte er Anstalten zum Angriffe. Am 26. griff er den Feind in seinen Verschanzungen mit aller Kraft an und erfocht, ungeachtet des heftigsten Widerstandes von Seite der Türken, den glänzendsten Sieg. Prinz Friedrich erbat sich, da das Bataillon, zu welchem er gehörte, nicht bestimmt war am Kampfe Theil zu nehmen, von dem Feldzeugmeister Clerfayt den An» griff mitmachen zu dürfen. Die Bitte wurde ihm gewahrt und an der Spitze einer Division Toscanci'Huszaren machte er eine Attaque mit, focht mit großer Tapferkeit und verlor im Kampfe durch einen Schuß sein Pferd unter dem Leibe. Für sein ausgezeichnetes, von glänzendem Erfolge begleitetes Verhalten wurde er in der 23. Promotion (19. Decein« ber 1790) mit dem Ritterkreuze des Maria Theresien» Ordens belohnt und außerdem zum Major im Chevauxlegers« Regimente Leveneur befördert. Am 24. Mai 1792 rückte er zum Oberst, lieutenant im Kürassier-Regimente Hohen» zollern vor. In dem im folgenden Jahre ausgebrochenen ersten Kriege gegcn Frankreich zeichnete sich der Prinz wieder bei Dangendorf, 2. December 179ü, und bald darauf bei Neuburg aus. Am ersteren Orte kam er dem Oberstlieutenant Klenauin Vertheidigung seiner Position rechtzeitig und wirksam zu Hilfe; am letzteren aber von Klenau auf das kräftigste unterstützt, hielt er im heftigsten Kanonenfeuer Stand, mit seiner Escadron eine in ernstes Gedränge gerathene Divi» sion des Regiments Thurn stützend. Am 2. August l794 wurde Prinz Fried- rich Oberst im Regimente Modena- Chevauxlegerö. In einem zweiten Treffen bei Neuburg, 14. September 1796, wurde der Prinz verwundet. Am 16. April 1797 wurde er General-Major, am 23. October 1800 Feldmarschall-Iieute- nant. In den Feldzügen der Jahre 1803 und 1809 befehligte der Prinz eine Kavallerie-Division bei der Armee in Deutschland, wo er sich als gewandter und umsichtiger Führer größerer Reiter« maffen bewährte. Am 20. Juli 1813 wurde Prinz Friedrich zum General der Cavallerie befördert und ihm das Commando desReserve«Corps der großen böhmischen Armee übergeben, welches auS zwei Grmadier'Divisionen bestand, zu denen noch das Kürassier-Regiment
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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