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Seymann 462 Heymann
silbernen Bracken (letzteres ist das richtige)
mit ausgestreckter Zunge und goldenem Hals«
bände trägt. Das linke Ohr ist mit den drei
Silberspitzen des Wappenschildes bedeckt. Die
Helmdecken sind roth und silbern.
HclMlMN, Ignaz (Chartograph
und Geograph, geb. zu K aransebes
im Bannte 17. Jänner 1763, gest. zu
Triest 19. Februar 1813). Kam 7 Jahre
alt mit seinen Eltern nach Mailand, wo
er theils im elterlichen Hause, theils in
dem damaligen Iesuitmcollegium der
Brera feine Ausbildung erhielt. Schon
im Jahre 1784. erst 19 Jahre alt. machte
er eine Reise durch ganz Süditalien,
wobei er Florenz, Rom. Neapel besuchte
und über Ancona nach Venedig ging.
Ende 1783 kam er nach Görz. wo er bei
der im folgenden Jahre dort errichteten
Steuer'Regulirungscommission eine An-
stellung erhielt. Im Juni 1787 trat er
bei dem dortigen k. k. Oberpostamte
als Prakticant ein und kam 1791 im
Mai -als Postofsicier zu dem k. k. Ober«
postamte nach Trieft. Die politischen
Veränderungen veranlaßten H. im Jahre
1809 Trieft zu verlassen und nach Wien
zu übersiedeln. Sein Ansuchen im Jahre
1811, um Entlassung aus dem Post-
dienfte. wurde genehmigt und ihm in
Rücksicht seiner 23jährigen, ausgezeich»
netm Dienstleistung der Titel eines kaiser»
lichen Rathes verliehen. Mit seinem
Berufe als Postbeamter verband H. sorg-
fältige
chartographische Studien und schon
1797 erschien im Stiche die von ihm
gezeichnete Karte „^onVs^s Oa?-/s clss
I l l ^ s
ckss IVon'noss?lVlii?-o^6s" (Trieft,
bei Torricella). Im folgenden Jahre
erschienen ebenda seine acht Postkarten
von Oesterreich ob und unter der Enns,
der Steiermark, von Kärnthen, Kram,
Friaul bis Venedig und Padua, von Görz und Gradisca, dem GebieR^von
Triest und von Tirol nebst dem BisHum
Trient (jede derselben in gr. 40.). Im
Jahre 1798 zeichnete H. auf 4 Blättern
(Imp. Fol.) die Karte von ganz Italien,
welche er im folgenden Jahre unter dem
Titel:
6 söas/on?' H?'
im eigenen Ver«
läge herausgab; es erschienen von der-
selben noch zwei neue Auflagen in ganz
neuen Sticken, 1802 und 180ß, wovon
die letzte reich.vermehrt in größerem For«
mate und in weiterer Ausführung der
Grenzen bearbeitet ist. Auch seine im
Jahre 1800 im eigenen Verlage ver«
öffentlichte „Postkarte uun Deutschland, der
chweiz nntl Holland, sammt einem Gheil von
Frankreich, Prrnssen und Italien" erschien
1806 in zweiter vermehrter Auflage.
Wenn Gräffer und daS Pantheon
betreffs der neuen Auflage der Postkarten
von Italien und Deutschland bemerken,
daß H. beide im Jahre 1816 zu Stande
gebracht habe, so ist dieß ein Irrthum,
denn 1816 war H. bereits todt, und sie
erschienen auch thatsächlich im Jahre
1806. Noch gab H. nach eigener Zeich«
nung eine „Ansicht der Stadt und des Frei-
Hakens von Grinst" im Jahre 1802 im
Stiche heraus. Außer verschiedenen an«
erkennenden Auszeichnungen wurde H.
am 23. September 1803 die große gol«
dene Civil »Verdienstmedaille und am
14. November 1306 die goldene Ehren«
kette zu derselben von Sr. Majestät dem
Kaiser verliehen.
Vaterländische Blätter für den österrei«
chischen Kaiserstaat, Herausa, von Dr. Franz
Sartori (Wien, A.Strauß, 4°.) Iahrg.1813.
S. 149. — Oesterreichs Pantheon. Gal<
lcrie alles Guten und Nützlichen im Vaterlande
(Wien 1831. M. Chr. Adolph. 8«.) Bd. IV,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon