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/s") d. i. Liebliche
und patriotische Gedanken in Versen, als
Versuch öechischer Reimkunst, dem Anden
ken des Vaterlandes gewidmet (Brunn
1813); — ferner eine große Postille, zu
welcher H. nicht nur den Text, sondern
auch die Musik schrieb. Es war dieß H.'s
letzte Arbeit, welche er im vorgerückten
Alter, als er gichtkrank schwer litt, voll,
endete. Bei seinem Uebertritte aus Privat
in kaiserliche Dienste und nach seiner
Uebersehung nach Brunn, durchwanderte
H. die Stadt und ihre Umgebungen im
Umkreise von zwei Meilen und vollendete
eine Topographie und Geschichte der»
selben, doch wollte es ihm nicht gelingen,
ihren Druck zu bewerkstelligen. Was mit
dem Manuscripte geschehen, ist nicht
bekannt. Auch beschäftigte sich H. viel
mit Copiren alter Handschriften, ins«
besondere für den damaligen Gouverneur
von Mähren und Schlesien, den Grafen
Mitrowski , der alte Handschriften und
ihre Abschriften mit Eifer sammelte. H.
war ein gefälliger mährisch-slavischerPoer;
war es ihm auch nicht gegönnt, scbwung»
voll die Spracbe zu handhaben, so ver>
stand er es doch, seine Gedanken mit be-
sonderer Innigkeit zum Ausdruck zu brin-
gen und zu einer Zeit, in welcher es
wenig einladend war, in einem kaum ge«
würdigten Idiom sich auszudrücken.
Vg.l'ln,v NlrovnickF, d. i. Der Stern, unter»
haltende und belehrende Zeitschrift, redigirt
von Wenzel Zirounick.v. 2. Jahrg. Nr. l3—!?:
Hribaruik, Bernhard (Stempel-
schneid er, geborner Krainer, lebte in
der zweiten Hälfte des 18. Iahrhun»
derts). Nagler sagt von ihm, daß der
Name Hribernik (so nennt er ihn) ein „Beiname des Bernard Berger,
des Neffen und Schülers von F. A.
Schega" sei. Richtiger bemerkt Kukul-
jeviä'Sakcinski, daß Hribarnik
(so nennt ihn K.'S.) seinen Namen in's
Deutsche übersetzt und von Hriba (Berg)
sich Berg er genannt habe. In Krcun
geboren, erlernte er die Stempelschneide'
kunst bei F. A. Schega, gleichfalls einem
gebornen Krainer, und stand um das
Jahr 1770 als trefflicher Medailleur m
Diensten des Königs von Neapel.
nika,1i ^uF05lov6n8kik, d. i. Wörterbuch der
südslavischen Künstler (Agram 1838, L. Gaj,
gr. 8".) S. Hü ^nennt ihn Hribarnik). —
Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines
Künstler-Imkon (München 1838, E. A. Fleisch-
mann. 8°.) Bd. VI , S. 333 ^nennt ihn H ri-
bernik^.
Hromada Freiherr von Helenburg,
Joseph (Oberst und Ritter des Maria
TheresiewOrdens, geb. zu Prag 1773,
gest. ebenda 1. April 1846). Trat am
10. April 1790 als Privatcadet in das
Infanterie»Regiment Nr. 18 und wurde
im März 1793 Fähnrich. Mit dem Regi-
mente kam H. zur Armee in die Nieder«
lande. Bei dem Rückzüge derselben war
er im Treffen bei Löwen (11. Juli 1794)
mit einer halben Compagnie unfern des
Arenbergischen Schlosses detachirt und
rettete durch seine Entschlossenheit eine
bereits aufgegebene Kanone. Im Decem»
ber 1795> rückte er zum Lieutenant vor
und wurde Brigade-Adjutant deS Gene«
ral-Majors Baron Simbschen. Als
dieser am 10. October 1796 Bingm
angriff, setzte sich H. unaufgefordert an
die Spitze der aus frankischen Jägern.
Bambergern und ans einigen Huszaren
gebildeten Avantgarde, warf die vor der
Stadt postirten Pikette, drang mit den»
selben gleichzeitig ein, verjagte den Feind
liach einem hartnäckigen Gefechte aus
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon