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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 372 -
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Huber 372 Huber allem mystischen Beiwerk freie Fassung seiner Schriften hervorzuheben. Baadrr (Kkmcnt Alois), Das gelehrte Baiern (Tulzbach und Nürnberg 1804, 4«.) I. (und einziger) Bd. Sp. 527. — Staf f ler ( Ioh Iac.), Das deutsche Tirol und Vorarlberg topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen Innsbruck 1847. Frlkian Rauch. 8".) Nd. I 3. 594. ßllber, Karl Joseph, siehe S. 37ll in den Quellen Nr. 40. ßuber, Michael Hieronymus, sieh« S. 376 in den Quellen Nr. 14. Huber, Pankraz, siehe ebenda Nr. 12 Huber von Penig, Paul Freiherr (Oberst und Ritter des Maria There sien.Ordens, geb. zu Würniz in Nie» derösterreich 22. October 1771, gest. zu Innsbruck 3. Juni 1830). Sohn Kreissecretärs Johann H. und von 21 Kindern der älteste Sohn. Trat aus besonderer Vorliebe für den Soldaten stand, 16 Jahre alt. am 10. Februar 1787 in das Chevauplegers'Regiment Kinsky und wurde nach zehne'mhalbjähri- ger Dienstzeit am 1. Juni 1796 Fähnrich im Infanterie-Regimente Erzherzog Karl Nr. 3, rückte am i6. April t799 zum Unterlieutenant, am 1. November 1800 zum Oberlieutenant, am 16. Februar 1809 zum Capitän und am 1. Mai d. I . zum wirklichen Hauptmann im Regimente vor. Dann zum Major bei Liechtenstein« Infanterie Nr. 42 befördert, diente er bei diesem Regimente, und darauf bei Strauch-Infanterie Nr. 24 in gleicher Eigenschaft durch siebenthalb Jahre. Im December1827 zum Platz-Major in Inns- bruck ernannt, wurde er am 29. October 1338 Oberstlieutenant in seiner Anstel- lung, und trat am 28. Juni l847 nach einer Dienstzeit von 39 Jahren und 3 Monaten als Oberst und mit Oberstens- Pension in den Ruhestand, erhielt aber noch im letztgenannten Jahre eine Elisa. beth Theresien-Stiftung. welche er bis an seinen Tod, der ihn im Alter von 79 Iah. ren heimsuchte, genoß. H. hat von seinem Eintritte in den Soldatenstand bis 18 l7 alle Feldzüge gegen die Türken und Franzosen und im Ganzen 18 Cam> pagnen mitgemacht. Schon bei Ar lon im Jahre 1793 als Chevaux-legersCor. poral hatte er sich wegen Befreiung des Lieutenants Grafen Schafgotsch aus der feindlichen Gefangenschaft die silberne Tapferkeitsmedaille erworben. Bei der Bestürmung von Mannheim wurde er zweimal verwundet; das drittemal aber in der Schlacht bei Aspe rn, wo er mit dem Reste seines fast aufgeriebenen Ba> taillons den tapfersten Widerstand leistete. Die glänzendste Waffenthat vollführte er im Jahre 1813. Die Stadt Penig und die Muldabrücke in Sachsen waren vom Feinde beseht. Am 8. October 1813 rückte die Avantgarde des Graf Kle> n a u'schen Corps, geführt von dem Feld« tnarschall'Lieutenant Mohr, vor, und das 2. Bataillon des Regiments Erzher- zog Karl, in welchem Huber sich befand, bildete die Vorhut. Alle am genannten Tage gemachten Versuche, sich der Stadt Penig und der Brücke zu bemächtigen, blieben erfolglos, und das Vorrücken Klenau'ö war gehemmt. Huber war mit seiner Compagnie vor dem Chem- nitzer Thore aufgestellt. Mit anbrechen« dem 9. October suchte Huber dem Thore sich zu nähern; durch eine Patrouille benachrichtigt, daß der Feind innerhalb des Thores sich ruhig verhalte, beschloß H. ihn zu überfallen. In aller Schnelle drang er vor, sprengte das Thor und agte die Wache in die Flucht. In die Stadt gedrungen, vertheilte er die Com» pagnie in den Gassen derselben, rückte an der Spitze einer größeren Abtheilung,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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